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Indisches Fahrradbusiness dreht auf

Feature | 1. April 2014 von Si-Mohamed Said 0

Die indische Fahrradbranche erwirtschaftet knapp 900 Millionen Euro und produziert 15 Millionen Fahrräder pro Jahr. Doch hier gibt es noch Wachstumspotenzial. In Indien kommen auf 1.000 Bürger gerade einmal 90 Fahrräder, in China beläuft sich diese Zahl auf 149. Mit über einer Milliarde Einwohner hat Indien noch viel Potenzial für weitere Radler. Auf diesem Markt ist Avon Cycles eines der führenden Unternehmen, das 90 Prozent der Fahrradverkäufe auf dem indischen Subkontinent beisteuert.

Vieles ist so einfach wie Fahrradfahren, aber ein Rad herzustellen ist alles andere als leicht. Die Produktpalette von Avon Cycles wächst stetig. Derzeit verwaltet das Unternehmen die Daten für 360 Fahrradkomponenten und 200 Modelle. Hinzu kommt, dass jedes Modell in drei verschiedenen Größen und Farben angeboten wird. „Neben der Bewältigung dieser Komplexität stehen wir auch vor der Herausforderung Absatzprognosen zu erstellen, denn in Indien werden Fahrräder als Waren angesehen“, erklärte Kuljeet Singh Sethi, CIO von Avon Cycles. „Dies führt zu sehr kurzen Vorlaufzeiten bei der Materialbedarfsplanung.“

In Memory genutzt: Prozesse 45 Prozent schneller abgewickelt

Das Familienunternehmen wollte mehr als nur seine Geschäftsprozesse schneller und flexibler abzuwickeln. Es wollte sich für zukünftiges Wachstum rüsten. Avon Cycles suchte nach Möglichkeiten, die riesigen, wachsenden Datenmengen besser zu nutzen, um die betrieblichen Abläufe in zentralen Bereichen wie Lieferkette, Vertrieb und Beschaffung zu beschleunigen. Außerdem wünschte sich das Unternehmen, die Wertschöpfungskette und den Auftragsabwicklungsprozess in Echtzeit zu überwachen und planen zu können. Im letzten Jahr migrierte der 89-Millionen-Dollar-Hersteller seine SAP-Business-Suite-Anwendungen auf die Plattform SAP HANA. Das Unternehmen mit Sitz in Punjab verzeichnete bei fast allen Geschäftsprozessen eine um 45 Prozent schnellere Abwicklung. Dies bedeutet: Avon Cycles kann wichtigen Beteiligten verwertbare Echtzeitdaten zur Verfügung stellen, die Produktivitätssteigerungen und schnellere Entscheidungsfindung ermöglichen.

Das Unternehmen ist nun in der Lage, seine umfangreiche Logistikkette besser zu steuern – mit einer Materialbedarfsplanung, die um 50 Prozent schneller ist als bisher. Auf der IT-Seite konnten Backup- und Wiederherstellungsanforderungen um 80 Prozent verringert werden und die Migration auf SAP HANA erfolgte ohne Ausfallzeit.

Auf strategischer Ebene bedeutet dies, dass sich das Unternehmen auf erstklassige Produkte und Leistungen konzentrieren kann, um sich im hart umkämpften Markt stärker abzuheben. So kann Avon Cycles nicht nur seinen Kunden, sondern auch seinen Verkäufern, Lieferanten und Partnern einen noch größeren Mehrwert bieten. „Die Geschäftsabwicklung in Echtzeit bringt uns immense Vorteile“, betonte Sethi.

Autor: Si-Mohamed Said

Weitere Informationen Neuausrichtung von Avon Cycles finden Sie in der Business Transformation Study.

Der Originalbeitrag wurde in SAP Business Trends veröffentlicht.

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