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Internet der Dinge: Demos zeigen Einsatzmöglichkeiten

13. November 2014 von Uta Spinger 0

Demos auf der SAP TechEd && d-code in Berlin zeigen, was das Internet der Dinge kann: die reale Welt mit der virtuellen verbinden. Die SAP HANA Cloud Platform ist dabei das verbindende Element.

Wartung und Kommissionierung via Google Glass, Predictive Maintenance dank Sensortechnologie, smarte Verkaufsautomaten, Lebensretter auf dem Bau oder intelligente Verkehrssteuerung. Die diesjährigen Demos zu den Möglichkeiten des Internet der Dinge könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie zeigen, dass die Sensortechnologie in allen Bereichen zu Run Simple Lösungen führen kann. Was alle Szenarien miteinander verbindet, ist die SAP HANA Cloud Patform, über die Daten ausgetauscht werden.

Augmented Reality Apps mit Google Glass

Erst kürzlich kündigte die SAP eine Reihe von Augmented Reality Apps an. Auf der Entwicklermesse hatten die Besucher nun die Gelegenheit, diese live zu erleben.

Mit der Augmented Reality App SAP AR Warehouse Picker können Lagerarbeiter bei ihrer Arbeit via Smart Glasses mit dem Backend kommunizieren, die Hände bleiben dabei frei für die körperliche Arbeit. Über die Google-Datenbrille meldet sich der Arbeiter am System via temporärem QR-Code an. Einmal eingeloggt, erhält der Kommissionierer den ersten Auftrag – lesbar auf seiner Datenbrille. Das System bestätigt die Aktivität und der Arbeiter muss via Sprachsteuerung „Ja“ oder „Nein“ sagen, bevor er seine nächste Aufgabe zugewiesen bekommt.

Mit der SAP AR Service Technician App wird die Wartung dank 3D-Visualisierung und Anleitung der Reparatur zum Kinderspiel. Und falls der Techniker nicht weiter weiß, kann er einen Experten um Rat fragen, der genau das sieht, was der Nutzer mit seiner Datenbrille sieht. Auch hier dient die SAP HANA Cloud als Gateway-Verbindung.

Weitere Informationen zu Augmented Reality: www.sap.com/augmented-reality

Predictive Maintenance am Beispiel einer Wasserpumpe

Diese Demo ist ein Beispiel für eine Sensortechnologie, die im Bereich Sicherheit und Wartung als Predictive Maintenance eingesetzt wird. Die Wasserpumpe wird von verschiedenen Sensoren überwacht. Wenn eine Pumpe ausfällt, löst ein Sensor Alarm aus und die zweite Pumpe kommt zum Einsatz. Alle Aktivitäten werden auf der SAP HANA Cloud Platform gesammelt. Dort werden die Daten ausgewertet, um Muster zu erkennen durch die sich Ausfälle vermeiden lassen.

Das Szenario ist ein Beispiel dafür, wie man die Wasserversorgung in Gebäuden künftig besser überwachen könnte. Sensoren könnten regelmäßig sowohl den Wasserdruck -und fluss als auch den Energieverbrauch messe. Facility Manager müssten so zur Überprüfung nicht einmal im Gebäude sein, sondern könnten die Funktionen am Bildschirm verfolgen und Reparaturen online veranlassen.

Einen Schritt weiter geht Predictive Maintenance. Sensortechnologie könnte also bald die Wartung und Sicherheit in Gebäuden und Anlagen revolutionieren und Predictive Maintenance, also eine vorausschauende Wartung ermöglichen. Die Daten der Wasserpumpe werden direkt an die SAP HANA Cloud Platform weitergeleitet. Dort kann man die Daten analysieren und Muster erkennen, die helfen, Katastrophen und Unfälle zu verhindern. Das System lernt diese Muster zu erkennen und automatisch zu korrigieren, bevor überhaupt ein Problem entsteht.

Connected Retail: Smart Vending Machine

Die Smart Vending Machine kann Kundenpräferenzen vorhersagen und verbessert so Kundenerlebnis, Kundenzufriedenheit und die Profitabilität des Einzelhandels.

IoT1Wer etwa künftig durstig an einem Getränkeautomaten vorbeikommt und die entsprechende Mobile App auf dem Smartphone hat, erhält personalisierte Angebote. Zum Beispiel ist die Limonade heute 20 Prozent billiger, und wenn man noch ein Sandwich nimmt, gibt es ein Wasser gratis dazu. Der Hersteller kann so verderbliche Produkte noch rechtzeitig an den Käufer bringen. Bezahlt wird natürlich ebenfalls via Handy, umständliches Suchen nach Kleingeld entfällt. Aber der intelligente Automat kann noch mehr: Er schlägt selbständig Alarm, wenn die Temperatur steigt und die Produkte nicht mehr gekühlt werden, ruft den Techniker oder gibt frühzeitig Bescheid, wenn die Flaschen nachgefüllt werden müssen. Und die Datenbank von SAP HANA liefert dem Hersteller gleich noch weitere Erkenntnisse, etwa zur Standortwahl. Leuchtet es beispielsweise noch ein, dass zuckrige, kalorienreiche Limonaden in Fitnessstudios schlechter gehen, so lassen sich mit den Analysetools natürlich weitaus kompliziertere Muster entschlüsseln.

Remote Asset Management kann Leben retten

IoT2

Das SAP-Partnerunternehmen SK Solutions hat eine dynamische Schnittstelle entwickelt, die durch ihre Echtzeitverarbeitung Bauarbeiter vor den automatisierten SPYDERCRANE-Baukränen schützt. RFID-Sensoren auf den Schutzhelmen der Bauarbeiter kommunizieren dabei mit einem Analysetool auf Basis von SAP HANA, das Geo- und Vorhersagedaten miteinander verarbeitet. Wenn die Gefahr besteht, dass Arbeiter von den Armen des Krans getroffen werden, ertönt ein lauter Alarm.

Vernetzte Verkehrssteuerung

Die Hamburger Hafenbehörde profitiert bereits von reibungslosen Verkehrsabläufen und einem wachsenden Containerumschlag dank der Lösung SAP Connected Logistics. Diese basiert auf der SAP HANA Cloud Platform und soll es unter anderem den Betreibern von Logistikzentren ermöglichen, den Verkehr zu überwachen.

Der Hamburger Hafen kann beispielsweise Spediteure frühzeitig informieren, wenn ein Hochwasser droht und die Fahrer alternative Routen fahren müssen. Die Fahrer können von ihren Spediteuren entsprechend der Verkehrslage dirigiert werden, sie erhalten Informationen welche Parkplätze noch frei sind. Ist zum Beispiel eine Brücke blockiert, kann der Spediteur einen zeitkritischen Auftrag an einen anderen Fahrer vergeben, der noch nicht im Stau steht.

Zudem wird die Kommunikation zwischen allen direkt und indirekt beteiligten Geschäftspartnern ermöglicht. Darüber hinaus ist die Software dafür ausgelegt, Transportmanagementsysteme aus dem Backend zu integrieren. Sie enthält zusätzlich Versandfunktionen für Logistikdienstleister, die selbst nicht über technisch ausgereifte Backendsysteme verfügen.

Drohnen helfen bei der Wartung

Ein weiteres Beispiel für IoT wurde kürzlich bei einer Veranstaltung von SAP Innovation Management vorgestellt.

Wie sich die reale mit der virtuellen Welt verbinden lässt, zeigt ein Wartungsszenarios für eine Windkraftanlage. Zur Inspektion müssen Techniker normalerweise auf die Anlagen hochklettern, dann wieder am Boden die Daten eingeben. Einfacher geht es mit Hilfe von IoT-Technologie. Sensoren können anzeigen, dass eine Störung an einer Komponente vorliegt, mit einer Drohne kann man die Anlage abfliegen und über deren Kamera Bilder übermitteln, damit die Techniker wissen, was zu tun ist oder welche Geräte sie für die Reparatur benötigen. Dank Echtzeitinformationen, die direkt an die SAP HANA Cloud Platform übertragen werden, erhalten die Arbeiter vor Ort konkrete Arbeitsanweisungen. Die Daten, die man von der Drohne gewinnt, können wiederum mit Lösungen im Backend wie SAP Predictive Maintenance verbunden werden.

Auch für die Feuerwehr könnte der Drohneneinsatz hilfreich sein, etwa um über eine Drohne mit einer Infrarotkamera zu erkennen, wo der Brandherd ist.

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