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Internet der Dinge: den betriebswirtschaftlichen Kontext einbeziehen

Feature | 27. April 2016 von Andreas Schmitz 0

SAP Predictive Maintenance and Service gibt es jetzt in der Cloud und On-Premise. Damit können Hersteller, Dienstleister und Anlagenbetreiber Daten technischer Anlagen erfassen, auswerten und zur vorbeugenden Instandhaltung in die Geschäftsprozesse einbinden.

Die Idee ist einfach: Echtzeitdaten einer Maschine oder Anlage wie etwa Temperatur, Vibration oder Drehzahl fließen automatisch in ein Analysetool, das Alarm schlägt, sobald definierte Schwellwerte überschritten oder bestimmte Muster erkannt werden. Besonders nützlich für ein Unternehmen ist es dabei, wenn die betriebswirtschaftlichen Prozesse mit den Erkenntnissen aus den Sensordaten der Maschinen direkt verknüpft werden können. Denn droht eine Maschine aufgrund der Ermüdung eines Bauteils auszufallen, sind neben der Instandhaltung schnell eine ganze Reihe anderer Prozesse im Unternehmen betroffen, von der Logistik über den Verkauf bis hin zu den Finanzen.

Warnmeldungen aus der Maschine mit dem betrieblichen Kontext verbinden

Über das Internet der Dinge und die Vernetzung der Sensordaten mit den betriebswirtschaftlichen Prozessen ist das Unternehmen in der Lage, im Fall der Fälle die richtige Entscheidung zu treffen. Was kostet die Reparatur voraussichtlich? Sind vergleichbare Probleme schon einmal aufgetreten? Welches Risiko ist damit verbunden, wenn die Maschine kurzzeitig still steht? Welche Aufträge hängen daran? Zudem ist es möglich, den aktuellen Ersatzteilstatus im Lager abzufragen und ggf. eine Bestellung anzustoßen. „Der gesamte betriebliche Kontext ist im ERP vorhanden“, erläutert Achim Krüger, der bei SAP für den Geschäftsbereich Asset Management zuständig ist. Und damit wird schnell transparent, welche Konsequenzen ein Produktionsausfall für das Unternehmen haben könnte.

SAP Predictive Maintenance and Service: On-Premise und in der Cloud

SAP Predictive Maintenance and Service hilft Unternehmen dabei, den zukünftigen Zustand einer Anlage zu prognostizieren und diese Informationen in den betriebswirtschaftlichen Kontext zu stellen. Hierzu wird eine Kombination von Variablen ausgewertet, und es können entsprechende Aktivitäten initiiert werden. Das könnte etwa „eine Instandhaltungsmeldung sein – mit dem Hinweis, das Gerät zu inspizieren oder zu reparieren“, erläutert Krüger. Seit über einem Jahr bietet SAP bereits SAP Predictive Maintenance and Service in der Cloud an. Auf Basis einer ganzen Reihe von Kundenprojekten ist jetzt auch eine entsprechende Standardfunktionalität auf Basis von SAP HANA und SAP Predictive Analytics On-Premise verfügbar. Diese kann für vielfältige Anwendungsfälle kundenspezifisch erweitert werden. Krüger: „Hierbei kann es etwa um die Optimierung des Ersatzteilbestandes gehen oder um die Verbesserung des Produktdesigns – es sind viele neue Ansätze denkbar. Im Übrigen planen wir, SAP Predictive Maintenance and Service sehr eng mit dem gerade vorgestellten SAP Asset Intelligence Network zu vernetzen.“

Foto: Shutterstock

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