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SAP d-shops – spielerisch ins Internet der Dinge

5. August 2015 von Bärbel Schultz 6

Welches Potenzial das Internet der Dinge hat, können SAP-Mitarbeiter nun in den SAP d-shops erfahren. Einfach und spielerisch lassen sich dort neueste Technologien ausprobieren, um Ideen für die Anwendungen der Zukunft zu entwickeln.

Beim Betreten des SAP d-shops (developers’ workshop) in Walldorf fühlt man sich wieder wie ein Kind – nachdem man über den fahrenden Telepräsenzroboter gestolpert ist, der aus einem alten Staubsauger zusammengebaut wurde. Der Raum ist gefüllt mit Drohnen, Legosteinen, Google Glass-Datenbrillen, 3D-Druckern, elektronischen Bauteilen und anderen futuristischen Apparaturen. Ist diese lockere Herangehensweise an das Internet der Dinge nicht ein bisschen zu spielerisch für einen seriösen Softwareanbieter wie die SAP? Spielerisch ja – aber nicht ohne Ziel, denn der spielerische Ansatz wurde bewusst gewählt, um das immense Potenzial des Internets der Dinge auszuschöpfen.

Enormes Potenzial im Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) beziehungsweise die Digitalisierung und Vernetzung der physischen Welt ist sicherlich ein Megatrend mit enormem Potenzial. Doch das Internet der Dinge bedeutet nicht nur, dass der Kühlschrank automatisch eine Bestellung aufgibt, wenn die Milch ausgeht. Die McKinsey-Studie „The internet of things: Mapping the value beyond the hype“ vom Juni 2015 hob hervor, dass wir die Vorteile des Internets der Dinge nur dann voll ausschöpfen können, wenn wir wissen, womit wir Mehrwert für die Geschäftswelt und die Gesellschaft schaffen können. Um das große Potenzial nutzbar zu machen, müssen unterschiedliche Systeme außerdem nahtlos miteinander verbunden sein und untereinander kommunizieren können.

Neuland erkunden

Das Thema IoT ist bei der SAP schon in vollem Gange: Es gibt bereits eine Plattform und verschiedene Lösungen, mit denen sich neue Erkenntnisse durch die Verknüpfung von Dingen, Endgeräten und Personen gewinnen lassen. Die SAP hilft außerdem auch jetzt schon Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle und die Erfahrungen, die deren Kunden machen, neu zu erfinden und mit Hilfe der neuen Technologien zu transformieren.

Allerdings gibt es im Bereich der IoT-Anwendungen noch mehr Neues zu entdecken und die SAP-Mitarbeiter sollten dabei Vorreiter sein. Mit weltweit zehn d-shops an verschiedenen SAP-Standorten macht es die SAP ihren Mitarbeitern leicht, sich mit IoT-Technologien wie Sensoren, Robotern, Virtual-Reality-Geräten und vielem mehr auseinandersetzen.

Der Kreativität freien Lauf lassen

In den SAP d-shops gibt es Hardware zum Anfassen und Ausprobieren, Workshops sowie die Möglichkeit zum Brainstorming und Austausch mit Kollegen. Die Besucher können nicht nur neue Hardware spielerisch erkunden, sondern auch lernen, wie sich neue Geräte am besten an die Plattformen und Anwendungen von SAP anbinden lassen, um neue Funktionen zu entwickeln und die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Geräte sicherzustellen.

Julien Vayssière, der für die weltweiten d-shops verantwortlich ist, erläutert das Konzept: „Wir möchten die Mitarbeiter zum Lernen und Experimentieren anspornen – sie sollen ihre Komfortzone verlassen und erkennen, dass der Umgang mit Hardware viel einfacher ist als gedacht. Mit den d-shops beseitigen wir alle Hindernisse, die dem kreativen Umgang mit Hardware normalerweise im Weg stehen: Wir bieten Workshops in der Mittagspause an, verleihen die Hardware, organisieren Veranstaltungen, bei denen Kollegen ihre Projekte zeigen können, oder bieten den Mitarbeitern einfach eine Anlaufstelle für den Austausch mit anderen und die Entwicklung eigener Demos und Prototypen.“

 

Mehrwert durch gemeinsame Entwicklungen

Die SAP ist davon überzeugt, dass dieser spielerische Ansatz zu regem Ideenaustausch führt – und so letztlich zu Entwicklungen für Anwendungsfälle, auf die niemand im Alleingang kommen würde. Und genau so kann mit dem Internet der Dinge Mehrwert geschaffen werden.

Marcus Behrens, Product Design Director bei SAP, gehört zu den kreativen Köpfen, die regelmäßig in d-shops anzutreffen sind: „Ich habe im d-shop ein solarbetriebenes Gerät entwickelt und täglich beobachtet, wie es funktioniert. So kann ich besser verstehen, welche Herausforderungen unsere Kunden bei der Digitalisierung ihrer Produkte vor sich haben. Ich helfe nun einem Hersteller von Straßenleuchten dabei, sein Produkt mit Sensoren und Vernetzungsfunktionen neu zu gestalten. Durch den d-shop kann ich meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Hardware und mein Know-how der SAP HANA Cloud Platform einbringen.“

Spielereien und zukunftsweisende Technologien

dshop technology in Raanana

Technologie im d-shop in Ra‘anana

Zu den Technologien, die in den d-shops erkundet werden können, gehören Sensoren, Wearables, Virtual-Reality-Geräte, Roboter, 3D-Drucker, Mikrocontroller, Funkknoten und Gateways. Die Besucher der d-shops haben außerdem die Möglichkeit, cloudbasierte Anwendungen und Plattformen für das Speichern und Verarbeiten großer Datenmengen zu testen.

Da die d-shops keine eigenen Systeme betreiben, unterstützen sie die Nutzung der SAP HANA Cloud Platform (aber auch der Cloud-Plattformen und Frameworks anderer Anbieter), sodass die Besucher einen ganzheitlichen Einblick in das Internet der Dinge bekommen.Um sich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, verfolgen Julien und seine Kollegen ständig die neuesten Trends und entscheiden, welche Technologien sie in den d-shops präsentieren und zum Ausprobieren zur Verfügung stellen. Sie warten schon gespannt auf das neueste Gerät, ein Headset zur Aufzeichnung von Hirnströmen.

Eine kreative Entwicklungskultur fördern

Für Clas Neumann, der für das weltweite SAP Labs Network verantwortlich ist (viele d-shops befinden sich an SAP-Labs-Standorten) ist klar, dass eine kreative Entwicklungskultur kontinuierlich gefördert werden muss: „Wir erleben schon jetzt, dass das Internet der Dinge uns im Alltag immer näher kommt und auch in der Wirtschaft und den Produktionsstätten läuft die Digitale Transformation auf vollen Touren. Allerdings kann eine reale Produktionsumgebung nicht der Spielplatz für Prototypen und Versuche sein. Die d-shops bieten diesen besonderen Raum, um zum Beispiel mit Robotern, Drohnen oder selbstfahrenden Fahrzeugen zu experimentieren –  und um auch jenseits von Softwareanwendungen kreativ und innovativ zu sein. Dies eröffnet uns einen neuen Blickwinkel für die Entwicklung.“

d-shops auf der ganzen Welt

dshop silicon valley

Der d-shop in Palo Alto im Silicon Valley

Ende 2013 eröffnete die SAP den ersten d-shop im kalifornischen Palo Alto, USA. Derzeit gibt es insgesamt zehn d-shops in Bangalore, Indien; Budapest, Ungarn; Markdorf und Walldorf, Deutschland; Moskau, Russland; Palo Alto, USA; São Leopoldo, Brasilien; Schanghai, China; Ra’anana, Israel und Sofia, Bulgarien. Im Laufe des Jahres sollen weitere d-shops an verschiedenen Standorten hinzukommen.

Kunden und Partner hereinspaziert!

Da auch schon viele Kunden und Partner der SAP Interesse an den d-shops bekundet haben, können sie nun mit ihrem SAP-Ansprechpartner einen Besuch in einem d-shop vereinbaren.

d-shop russia

Wandgemälde im d-shop in Moskau

 Weitere Informationen:

 Fotos: SAP

 

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