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Internet of Things: 6 Trends für 2016

Feature | 8. Dezember 2015 von Andreas Schmitz 0

Smarte Daten gewinnen, unternehmensübergreifend austauschen und analysieren: Das Internet of Things (IoT) ist das Vehikel für die digitale Transformation in den Unternehmen. Die Trends für 2016.

Das Smartphone, die Heizung, der Schrittzähler, das Auto, die Pumpe, die Ampel, der Motor: Kaum noch ein Gegenstand kommt heute ohne Sensor aus. Das hat damit zu tun, dass die Preise für die kleinen funkenden Messstreifen in den letzten vier Jahren um 80 Prozent gefallen sind. Zudem sind immer mehr Geräte miteinander vernetzt: „Connectivity“ ist fast überall verfügbar, Unternehmen versprechen sich zunehmend Mehrwerte von diesen Big Data.

„Dazu braucht man ein digitales Rückgrat wie die Business Suite SAP S/4HANA“, erläutert der Co-Lead Internet of Things (IoT) von SAP Nils Herzberg: „Eine IoT-Plattform liefert jedoch die nötigen Nährstoffe, um potenzielle Mehrwerte erschließen zu können.“ Damit ist das Internet der Dinge letztlich ein wesentliches Element, um digital getriebene Geschäftsmodelle umsetzen – ganz im Sinne der digitalen Transformation, die in den Unternehmen ansteht.

Folgende Entwicklungen werden IoT im 2016 stark beeinflussen:

1. IoT-Plattform nicht “nur” proprietär:

Eine zentrale Plattform wie etwa die SAP HANA Cloud Platform muss nicht ständig neu erfunden werden. User-, Sicherheits- und Ablagekonzepte etwa können immer wieder verwendet werden. „Es ist dringend nötig, die Akzeptanz dieser Lösungen klar zu verbessern“, erläutert SAP-Manager Herzberg, „es geht nicht nur darum, Daten einzusammeln, sondern sie intelligent zu verknüpfen.“

Um Entwicklern technologisch mehr Möglichkeiten zu geben, unterstützt SAP nun die Cloud Foundry, eine Cloud-basierte Open-Source-Entwicklungsplattform, die ursprünglich von Google geschaffen wurde. „Damit bekommen wir eine deutlich bessere Verbreitung als alleine mit proprietärer SAP-Technologie“, erläutert SAP-Manager Herzberg, der davon überzeugt ist, durch diverse zusätzliche Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen weitere talentierte Entwickler anzuziehen. Das Ziel zukunftsfähiger Plattformen wird darin bestehen, horizontal diverseste Sensordaten verstehen und verarbeiten zu können.

2. Intelligente Netzwerke werden “Mainstream”:

Vor Jahren schon zeigten Flugzeughersteller und Luftfahrtunternehmen, wie sich detaillierte Informationen aus Stücklisten unternehmensübergreifend miteinander austauschen lassen. Sind selbst Einzelteile mit Intelligenz ausgestattet und funken Flugzeugturbinen wertvolle Informationen an den Hersteller, ist das auch für Luftfahrtunternehmen interessant. „In der Luftfahrtbranche wurde das allerdings nur deshalb realisiert, weil der Gesetzgeber sie dazu gezwungen hat“, erläutert Herzberg. Was damals aufwändig und teuer war, ist nun in der Mitte der Unternehmen angekommen. „Heute denken wir über Szenarien nach, von denen wir früher nur träumen konnten“, so Herzberg. Wenn selbst Kaffeemaschinenhersteller heute Daten über den maschinellen Gesundheitszustand ihrer Maschinen an den Support schicken, zeigt das: Der Markt ist soweit, dass vergleichbare Lösungen „in die Breite“ gehen.

Das so genannte SAP Asset Intelligence Network wird es etwa Herstellern ermöglichen, Informationen über Maschinen und Ausrüstung zentral zu managen und ausgewählten Interessenten zur Verfügung zu stellen undEinsichten in Betriebsdaten zu bekommen. Eigentümer wiederum sind in der Lage, sich stärker auf Ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Registrierung und Konnektivität der Maschine beim Hersteller ermöglicht die Bereitstellung individueller Informationen zu Wartung oder Ersatzteilbeschaffung aus erster Hand.

3. Smarte Daten kommen – die Selektion von Big Data:

Die Kunst wird immer mehr darin bestehen, nicht nur alle möglichen Daten zu erfassen, sondern nur noch jene, die man braucht. Filtern, aggregieren, anreichern, analysieren und dann erst in eine Datenbank schreiben: Darin besteht die wichtigste Aufgabe in der Zukunft. „Die Anforderungen an die Selektion von Daten werden steigen“, ist Herzberg überzeugt. Eine entsprechende Smart-Data-Streaming-Option ist heute bereits „on premise“ einsetzbar, und es ist zu erwarten, dass ähnliche Services bald auch in der Cloud zur Verfügung stehen werden, prognostiziert Herzberg.

4. Spielerischer Charakter bestimmt Software:

Jeder, der seine Fitnessdaten schon einmal auf einer Online-Plattform hochgeladen hat, kennt das: Einerseits lässt sich die eigene Leistung im Verlauf der Wochen und Monate darstellen, andererseits aber auch mit Gleichaltrigen vergleichen und Erfahrungen austauschen. Der Sport bekommt über eine digitale Plattform eine zusätzlich spielerische Note. Das wird auch im IoT-Umfeld zunehmend wichtig. Punkte erreichen, Likes bekommen, Preise gewinnen: Das sind die Funktionalitäten, die der Gamification Service auf der SAP HANA Cloud Platform leisten soll. Herzberg: „Eine Plattform muss Services bieten, die es Kunden ermöglichen, das selbst zu entwickeln.“

5. Standard-Services vereinfachen den Umgang mit IoT:

Für Kunden ist es hilfreich, wenn sie wenig Entwicklungsaufwand für den Einsatz von IoT haben. Da sich einige Prozesse und Szenarien wiederholen, gibt es schon jetzt Module oder Services, die getrennt als Standard eingesetzt und ohne Vorabaufwand genutzt werden können. Die eingesetzten „Things“ mit Ortsinformationen versehen, Servicetechniker einbinden, Sensorinformationen darstellen und Alarmfunktionalitäten bei Überschreitung von Schwellenwerten auslösen:

Diese Standard-Services werden im Laufe des kommenden Jahres zu den IoT Application Services von SAP gehören. Das Ziel liegt jedoch darin, dass Unternehmen letztlich auf Basis ihrer IoT-Plattform eigene Services entwickeln: „Und der Entwicklungsaufwand dafür wird immer geringer werden“, prognostiziert Herzberg. Das trägt letztlich dazu bei, dass Plattformen durch ständig neue Services immer mächtiger werden.

Mehr Informationen zur IoT-Plattform von SAP finden Sie hier:

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