Soccer team in a huddle

Internet of Things: 5 praxiserprobte Szenarien

Feature | 7. November 2017 von SAP News 38 Hot Story

Das Internet of Things bietet zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Produktion, Logistik und den Service smart zu machen. Welchen konkreten Nutzen können Unternehmer erwarten, wenn sie auf neue Technologien setzen? Einige praxiserprobte Beispiele aus dem SAP-Umfeld gibt es bereits.

In vielen Unternehmensbereichen ist das Internet der Dinge bereits Realität. Neue Technologien unterstützen beispielsweise dabei, den Verpackungsprozess und die Lagerhaltung zu optimieren oder den Materialfluss zu verbessern.

1. Materialfluss in Fertigung und Logistik optimieren

Ein Basiselement der Industrie 4.0 sind Sensoren. Mit ihrer Hilfe können beispielsweise Fertigungsunternehmen ihre Werkstücke in Echtzeit verfolgen und die Materialversorgung aus dem Lager heraus automatisieren. Das Werkstück wird zunächst getaggt, anschließend können Sensoren die Position jedes Bauteils an die jeweilige SAP-Software übertragen. Der Werker erfährt so direkt im SAP-System, wo er welchen Auftrag zu welcher Zeit abarbeiten kann. So lassen sich Pufferzeiten bestmöglich ausnutzen.

2. Maschinen individuell steuern

Die effiziente Einzelfertigung wird möglich, weil Maschinen in Echtzeit mit den Backend-Systemen kommunizieren. Mit einem SAP-System können Schnittstellen eingerichtet und so externe Systeme mit fast allen Maschinen verbunden werden. Beispielsweise kann eine Maschine eigenständig ein „Rezept“ für die Mischung von Einzelkomponenten herunterladen und anschließend ausführen. Und während die Maschine läuft, produziert sie weiterhin Daten, die sie wiederum in das System zurückspielt. Prozesse lassen sich auf dieser Basis weiter automatisieren und vereinfachen.

3. Hochregallager optimieren

Betreiber eines Hochregallagers können mit Hilfe eines digitalen Zwillings ihre Zusammenarbeit mit Herstellern und Servicepartnern optimieren. Der Zwilling des Lagers ist im SAP-System abgebildet und zeigt Zustands- und Positionsdaten an. Das ermöglicht unter anderem die Kontrolle und Überwachung von Fahrwegen. Über das Portal SAP Asset Intelligence Network greifen alle Beteiligten auf diese digitale Maschinenakte zu und können dort beispielsweise auch Handbücher und Zertifikate ablegen. Im Falle einer Service-Anfrage können Betreiber des Hochregallagers und Servicetechniker ein Ticket im System öffnen, kommunizieren und auf alle benötigten Daten von unterwegs aus zugreifen.

4. Neue Wartungsprozesse etablieren

Servicetechniker sind häufig für eine komplette Region und damit für eine Vielzahl von Maschinen zuständig. Eine Augmented-Reality-Brille wie Microsofts Hololens kann Arbeitsprozesse im Service und in der Wartung in neue Dimensionen heben. Zusammen mit SAP S/4HANA, der SAP Cloud Platform und einer 3D-Engine kann die Instandhaltung optimiert werden, weil der Servicetechniker alle benötigten Informationen im wahrsten Sinne immer direkt vor Augen hat. Daneben kann er die Maschine von innen prüfen, bevor er sie öffnet. Und für Rückfragen gleich über die Hololens mit einem Kollegen im Backoffice kommunizieren.

5. Potenzielle Gefahren frühzeitig erkennen

Das cloudbasierte IoT-Netzwerk SAP Asset Intelligence Network verbindet Hersteller, Betreiber und Servicepartner. Misst ein Sensor beispielsweise im Maschinenraum eine höhere Staubbelastung als üblich, kann der Maschinenhersteller hunderte Kilometer entfernt entscheiden, ob er einen Außendiensttechniker zum Kunden schickt. Mit den Sensoren wird vorausschauende Wartung möglich: Die Infos werden in der Cloud gespeichert und für vorbeugende Instandhaltung genutzt.

Ob Produktion, Logistik oder Service: IoT-basierte Lösungen bieten vielfältige Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren und effizienter zu machen. Mit welchen Lösungen Ihr Unternehmen smarter werden kann, erfahren Sie auf www.iot-in-der-praxis.de.

Tags: ,

Leave a Reply