iPhone mit BusinessObjects Explorer

Feature | 14. Januar 2010 von Frank Völkel 0

Datensatz mit BusinessObjects Explorer auf dem iPhone (Foto: Frank Völkel)

Datenanalyse mit SAP BusinessObjects Explorer auf dem iPhone (Foto: Frank Völkel)

Seit wenigen Tagen ist der SAP BusinessObjects Explorer für das iPhone verfügbar. Gleichzeitig ist es auch die erste mobile SAP-Anwendung, die es ausschließlich für das iPhone gibt – für BlackBerry ist noch nichts geplant. Die Entscheidung zugunsten des iPhone fiel aufgrund der grafischen Fähigkeiten, der guten Performance und der steigenden Akzeptanz im Business-Segement. Die kostenlos erhältliche App (Link geht zu iTunes) lässt sich ausschließlich über den Apple-eigenen App-Store beziehen.

Die kleine App belegt geradeeinmal 491 KB im iPhone-Speicher und wird aktuell in der Version 1.0.203 angeboten. Sie soll eine einfache und schnelle Suche in Datensätzen ermöglichen, indem sie den Zugriff auf den Datenbank-Server herstellt. Dabei funktioniert die App genauso wie der “große” BusinessObjects Explorer, indem auf einen gewünschten Datensatz zugegriffen wird, der sich im Arbeitsspeicher des SAP NetWeaver Business Warehouse Accelerator (SAP NetWeaver BW Accelerator) befindet – siehe auch Artikel Grafik aus Daten und Turbo für Datenanalysen.

Im Ergebnis steht ein leistungsfähiges Analyse-Tool für Business Intelligence (BI), welches schnell Antworten und Zusammenhänge auf geschäftliche Fragen liefern soll. Wie unsere ersten Tests mit den beiden Demo-Datensätzen zeigen, liefert die Darstellung auf dem iPhone recht ansprechende Ergebnisse. Per Fingerdruck lässt sich schnell innerhalb eines Datensatzes navigieren und auf Wunsch eine Chart-Grafik erzeugen. Die Bildqualität ist im Umfeld der derzeit verfügbaren Smartphones nach wie vor einzigartig.

Geeignet ist die mobile Version des SAP BusinessObjects Explorer für Mitarbeiter in Unternehmen, die den Business Warehouse Accelerator im Zusammenspiel mit mittleren und großen Datensätzen verwenden. Weitere SAP-Komponenten sind nicht zwingend notwendig. Der SAP NetWeaver BW Accelerator wird als Komplettsystem/Blade-Server (Basis Intel Xeon Prozessoren) von Firmen wie Fujitsu und HP angeboten. Je nach Größe der Datenbank gibt es die Einstiegsversion mit 24 GB Arbeitsspeicher (2 Blades mit je 12 GB) – die maximale Ausbaustufe beinhaltet 480 GB Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenbank).

Auf dem iPhone: SAP BusinessObjects Explorer

Auf dem iPhone: SAP BusinessObjects Explorer

Mobile Geschäftsdaten-Analyse

Variable Chart-Grafiken aus Datensätzen auf Fingerdruck

Variable Chart-Grafiken aus Datensätzen auf Fingerdruck

Das Volumen an Geschäftsdaten ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Dennoch fehlt vielen Mitarbeitern in den Fachabteilungen der Einblick in relevante Firmendaten, um richtige Entscheidungen aufgrund der bestehenden Daten-Basis zu treffen. Bisher stand der BusinessObjects Explorer nur als webbasiertes Analysewerkzeug zur Verfügung, der sich auch an technisch weniger versierte (Firmen-) Anwender richtet. Als Zielgruppe kommen bei der mobilen Anwendung Vertriebs- und Marketing-Leute in Frage, die Berechnungen von Margen und Prognosen vernehmen wollen.

Mit Hilfe der beiden Testdatensätze (Statistiken der Formel 1 und Zahlen eines Modeherstellers) lässt sich schon ein recht guter Einblick gewinnen, wie die Datenanalyse und grafische Darstellung in der Praxis funktioniert. Auf Fingerdruck kann die Darstellung des Charts geändert oder der Datensatz weiter selektiert werden. Im Ergebnis lassen sich sowohl die ausgewählte Chart-Grafik als auch die dazugehörige Datenreihe per Email mit wenigen “Klicks” versenden.

Die Suchfunktion auf dem iPhone erinnert wiederum stark an den “großen” BusinessObjects Explorer in der Web-Variante: Nach der Eingabe eines Suchbegriffs – in unserem Beispiel “bmw” innerhalb der Formel-1-Statistik – werden kontextbezogen die relevanten Treffer aufgelistet.

Grafiken und Datenreihen lassen sich auch per Email verschicken

Von links nach rechts: Grafik-Versand per Email und Suchfunktion in Datensätzen

Datenbank-Anbindung und SAP NetWeaver BW Accelerator

Darstellung innerhalb eines Datensatzes

Auflistung innerhalb eines Datensatzes - in unserem Beispiel ein Modehersteller.

Mit Hilfe des BusinessObjects Explorer lassen sich Datenbanken mit bis zu einer Milliarde Einträge analysieren. Auf derart große Datenmengen lässt sich theoretisch auch mit dem iPhone samt installierter App zugreifen. Die Voraussetzung zur Datenanalyse ist die Festlegung von InfoCubes.

Links Auswertung eines Datensatzes und rechts Anbindung an den BWA

Links Auswertung eines Datensatzes und rechts Anbindung an den SAP NetWeaver BW Accelerator

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