IT in der Presse

Feature | 26. April 2013 von Andreas Schmitz 0

Zeitungen 800465

Julian Assange, einst Mann der ersten Stunde im Internet und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, wittert eine große Gefahr für das Internet durch Mächte wie Google, Facebook und Co. Nicht sei mehr übrig vom freien Raum, alles sei kontrolliert und überwacht. Deswegen tüftelt er nun an Top-verschlüsselten Informationen für jedermann, die nicht mal ein Geheimdienst mitlesen kann, berichtet die aktuelle ZEIT. Man könnte meinen, dass er damit genau jenen eins auswischen will, die er für seinen derzeitigen Aufenthalt in der Ecuadorianischen Botschaft verantwortlich macht.

Wie Spiegel Online berichtet, hat das US-amerikanische Justizministerium die Abhörbefugnisse deutlich ausgeweitet. Durften bis dato lediglich die Internetverbindungen von Rüstungsbetrieben überwacht werden, können das US-Militär nun auch in Unternehmen aus den Branchen Energieversorgung, Gesundheit und Finanzen aktiv werden.

Bei Facebook ist alles öffentlich, doch Big Data bringt Wissenschaftler dazu, auf Basis der Nutzerdaten fleißig zu analysieren. Die Ergebnisse: 342 „Freunde“ hat jeder aktive Facebook-Nutzer. Nicht in der Statistik erfasst allerdings sind jene, die gar nichts machen auf Facebook und einfach nur angemeldet sind, berichtet die New York Times Online. Die fleißigsten Freundesammler sind Teenager. Je älter die Menschen, umso weniger kümmern sie sich darum. Dem entspricht auch die Beziehungsstatistik. Den Singlestatus geben vor allem Menschen bis 30 Jahre an, ab 30 wandelt sich diese Angabe dann um in den „Verheiratet-Status“. Was trotz Big Data nicht zu analysieren ist, ob die Online-Vernetzung diesen neuen Beziehungsstatus erst ermöglicht hat.

Fehlt eigentlich nur noch eine In-Memory-basierte Self-Service-App dazu, mit der man auf dem Smartphone selbst  losanalysieren kann. Wer eine solche entwickeln lassen will, sollte das nicht in Deutschland machen. Deutsche Programmierer langen für die Entwicklung von Apps nämlich offenbar dreimal so viel hin wie polnische. Das fand zwar eine polnische Mobile-Agentur heraus: Während Agenturen in Deutschland 23.000 Euro berechnen, sind es in Polen demnach nur 8000. Ansonsten ist Polen gegenüber Deutschland in Sachen Mobilität noch ein Entwicklungsland: Während in Deutschland inzwischen jeder zweite ein Smartphone besitzt, ist es in Polen nur jeder vierte. Entsprechend mehr Apps haben die Deutschen heruntergeladen – 149 Millionen Apps gegenüber 38,5 Millionen. Das berichtet mobilbranche.de.

 

 

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