Fünf Fragen über SAP HANA

Feature | 29. August 2012 von Heather McIlvaine 0

Aiaz Kazi, Senior Vice President bei SAP Technology & Innovation Platform Market Strategy

Beim SAP Startup Forum in Berlin hatten wir Gelegenheit – zwischen all den Präsentationen über SAP HANA – kurz mit Aiaz Kazi zu sprechen. Wir fragten ihn, welche Rolle er für die Plattform sieht und ob es auch Fälle gibt, in denen sich SAP HANA eher nicht anbietet. Nachfolgend die gekürzte Aufzeichnung des Videointerviews

SAP.info: Herr Kazi, Sie haben SAP HANA von Anfang an marketingseitig betreut. Wie ist  das für Sie, so ein großes Interesse vieler Startup-Unternehmen an der Entwicklung von SAP HANA zu beobachten?

Aiaz Kazi: Es ist schon ein sehr schönes Gefühl zu sehen, dass SAP HANA auf so ein überwältigendes Echo stößt. Ich war von der ersten Minute an dabei, als wir uns mit vielen anderen daran machten, einen Riesen Berg abzutragen. . enn man sich die Entwicklung von den Anfängen bis zu dem großen Interesse heute betrachtet – von unseren Bestandskunden und größeren Partnern bis hin zu Startups weltweit –, dann ist das schon wirklich toll. Wir haben eine Technologie und eine Plattform geschaffen, die die Entwicklung von Anwendungen revolutioniert. Und zwar von Anwendungen, die nicht nur unser Tagesgeschäft verbessern, sondern auch unsere Denkweise und die Art, wie wir miteinander agieren, grundlegend verändern.

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Wo sehen Sie mehr Potenzial für SAP HANA – bei Großunternehmen oder bei Startups?

Ich denke bei beiden. Es gibt zwei beziehungsweise drei verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Da sind zunächst die traditionellen Kunden der SAP. Sie nutzen SAP HANA als Grundlage für ihre vorhandenen SAP-Anwendungen und -Produkte und machen sie damit schneller und einfacher. Dann gibt es auch Kunden, die SAP HANA in neuen Bereichen einsetzen, wo SAP noch keine große Rolle spielte, beispielsweise in ihrem operativen Geschäft. So könnte oder wird wahrscheinlich Surgutneftegas mit SAP HANA seine Gasaktivitäten und Bohrarbeiten steuern. Das war bisher kein typischer Bereich für SAP. Gleichzeitig gibt es noch die Startup-Unternehmen und die kleineren Betriebe, die wir angesprochen haben. Oft sind es diese Unternehmen, die mit interessanteren Ideen aufwarten – mit bahnbrechenden Neuerungen oder etwas, das unsere Denkweise von Grund auf ändert. Für uns sind alle diese Einsatzmöglichkeiten sehr wichtig. Denn letztendlich ist SAP HANA als Plattform nur so gut wie die Anwendungen, die auf ihr aufbauen. Die Anwendungen kommen von uns, von unseren Kunden, von großen Unternehmen und – und das ist ebenso wichtig – von all den Startups, die neue Geschäftsideen und Geschäftsmodelle entwickeln.

Die SAP-Startup-Foren fanden weltweit statt – in den USA in Palo Alto und Seattle, in Berlin, Tel Aviv, Bangalore, Peking und Waterloo. Konnten Sie gemeinsame Themen bei den Startups erkennen?

Es gibt verschiedene Ebenen für gemeinsame Themen. Aber das auffälligste Thema, das alle verbindet, ist, dass die Startups immer wieder sagen: „Vor SAP HANA hätten wir das nicht machen können.“ Das haben auch VMS und einige der anderen Startup-Unternehmen bestätigt. Aus funktionaler Sicht gibt es gemeinsame Themen wie Big Data, vorrausschauende Analysen, Simulationen und das Internet der Dinge.

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Gibt es auch Einsatzmöglichkeiten, bei denen man nicht unbedingt SAP HANA braucht und eher eine weniger spektakuläre, altbewährte Technologie ausreichen würde?

Das ist durchaus möglich.. Bei SAP HANA gibt es fünf Dimensionen zu berücksichtigen. Wie umfassend und in die Tiefe gehend ist das Datenvolumen? Sind granuläre, strukturierte und unstrukturierte Daten im Spiel? Wie einfach muss es sein – und ist Echtzeit erforderlich? Immer, wenn zwei oder mehr dieser Aspekte benötigt werden, ist das ein Fall für SAP HANA. Offen gesagt, keine andere Technologie auf dem Markt kann heute zwei oder mehr dieser Aspekte gut leisten. Meistens ist es so, dass sie nur eine bewältigen können. Wenn man also alles nur etwas schneller braucht oder wenn man etwas nur vereinfachen möchte, kann man sicherlich eine der altbewährten Technologien nehmen. Wenn man aber zwei oder mehr dieser Aspekte auf einmal abdecken möchte, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, braucht man definitiv SAP HANA.

Wie sieht Ihre Vision für SAP HANA aus und welche Rolle spielt das SAP Startup Forum hierbei?

Die Vision für SAP HANA kommt vom Aufsichtsratsvorsitzenden unseres Unternehmens, unseren Vorstandsmitgliedern und vielen Personen, die sich viele Gedanken darüber gemacht haben. Der wichtigste Aspekt, den man sich klar machen muss, ist, dass SAP HANA eine neue Art Plattform für neue Anwendungstypen ist. SAP HANA ist eine Echtzeitplattform, auf der Startups, Unternehmen und Kunden Anwendungen entwickeln werden. Das SAP Startup Forum hilft, diese Schlüsselideen herauszubilden. Einige Anwendungen werden wir bei SAP entwickeln – und unsere Kunden noch weitere. Und es gibt eine ganze Reihe von Startups, deren Ideen wir aufgreifen möchten. Wir bieten die Plattform, sie haben die Ideen.

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