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Kosten schneller und zuverlässiger kalkulieren mit SAP Product Lifecycle Costing

Feature | 17. März 2016 von Iris Nagel-Martin 0

Was tun, wenn ein Unternehmen die Kosten für ein neues Produkt in der Entwicklungs- oder Angebotsphase kalkulieren möchte? Das ist ein Fall für SAP Product Lifecycle Costing basierend auf SAP HANA.

Wer innovative Ideen und neue Entwicklungen umsetzen möchte, kennt das Problem: Irgendwann steht man vor der Frage, welche Kosten entstehen. Die frühe Kostenkalkulation ist keine einfache Aufgabe, lange Vorlaufzeiten und die vielfachen Unbekannten erhöhen das Risiko und verlangen einen transparenten Prozess. Kunden wählten daher in der Vergangenheit für diese Aufgabe meist ein komplexes kundenindividuelles Excel, das natürlich im weiteren Geschäftsprozessablauf Risiken birgt und sich nicht datensicher verwalten lässt. Operative ERP-Systeme kommen dafür nicht in Frage, denn dort sind die dafür erforderlichen Daten meist nicht erfasst oder nur zum Teil vorhanden bzw. ihre Anlage wäre in dieser Phase des Produktlebenszyklus zu aufwendig und sogar zum Teil nicht erwünscht.

„Wir haben mit dem SAP Product Lifecycle Costing eine Lösung für den Bereich der Produktkostenkalkulation gebaut“, weiß Petra Köpfer-Behncke, Solution Owner Product Lifecycle Costing bei SAP. „Hiermit lassen sich in der frühen Phase des Produktlebenszyklus Kosten strukturieren und abschätzen, aber auch Kostentreiber identifizieren und Alternativen darstellen.“ Die zahlreichen Anfragen zeigen, wie groß der Bedarf ist, denn Köpfer-Behnckes Telefon steht nicht erst seit Anfang des Jahres nicht mehr still.

Ein Produkt für drei Szenarien

Beim Kunden lässt sich SAP Product Lifecycle Costing für drei Haupt-Szenarien einsetzen. Das erste Szenario verwenden vor allem Unternehmen, die Kosteninformationen für ein sich in der Entwicklung befindliches oder gar nur angefragtes Produkt benötigen, etwa wenn ein Automobilzulieferer den Preis einer neuen Baugruppe für das Angebot an einen OEM kalkulieren möchte. Oft möchte der Hersteller im Sinne einer gläsernen Produktion die Kostenbestandteile einsehen – eine weitere Funktion, die die SAP-Lösung mit dem Cost Breakdown abdeckt. Der Zeitraum von Angebot bis hin zum eigentlichen Start der Produktion eines solchen Projekts kann durchaus mehrere Jahre umfassen, und ob die Komponente überhaupt jemals in Produktion geht, ist ungewiss.

Im zweiten Szenario geht es um die Kostenkalkulation von Produkten mit kundenspezifischen Anforderungen, etwa große Maschinen der Ausrüsterindustrie, die einen speziellen Motor enthalten sollen oder wo bestimmte Teile kundenindividuell konstruiert und designed werden sollen. Auch diese individuellen Produkte lassen sich nicht über einen Marktpreis errechnen, und genau deswegen ist die Einsicht in alle Kostenbestandteile gewünscht. Die Zeitdauer bis zur der Realisierung ist bei solchen Projekten wesentlich kürzer.

Das dritte Szenario befasst sich mit dem Erfassen der Kosten über den kompletten Lebenszyklus hinweg, auch hier gilt es die vorkalkalkulatorischen Kosten mit den tatsächlichen Kosten zu vergleichen und zusätzlich die Kosten des Betriebs bis hin zur Entsorgung zu erfassen und zu bewerten.

Köpfer-Behncke kann bislang auf 30 Kooperationspartner verweisen. Die Nachfrage sei enorm, vor allem unter den deutschen Automobilzulieferern. Doch auch der amerikanische Markt wächst und immer mehr Berater werden ausgebildet, denn die Lösung SAP Product Lifecycle Costing ist global verfügbar.

Raus aus dem Silo – Abteilungsgrenzen überwinden

Abhängig von den Prozessen, die es beim Kunden anzupassen gilt, lässt sich die Lösung in wenigen Monaten installieren. Doch die neue Lösung bringt auch Prozessänderungen mit sich: Meist haben die kalkulierenden Ingenieure und die Controller, die später die Bewertung des Produkts in der Produktionsphase vornehmen, nicht miteinander gesprochen. So wussten diejenigen, die für die Zukunft planten, häufig nicht, welche Kosten letztendlich für das Produkt in der Produktion festgestellt wurden.

SAP Product Lifecycle Costing verbindet die Welt der Planer mit der Welt derer, die ein Produkt tatsächlich bewerten, weiß Köpfer-Behncke.

„Sie haben nun beide die Möglichkeit, die Kalkulationen miteinander zu vergleichen. Die beiden Welten Entwicklung und Produktion wachsen somit auch in der Kostentransparenz näher zusammen.”

Weitere Vorteile und Daten des SAP Product Lifecycyle Costing:

  • Die Kalkulation läuft auf SAP HANA – auch große Strukturen lassen sich in Echtzeit kalkulieren
  • ERP Daten oder Daten aus anderen Datenquellen lassen sich integriert verwenden
  • Die Kostenstruktur lässt sich entlang existierender Konstruktionsstücklisten bilden, frei definieren, oder aus Produktionsstücklisten von Vorgängerprodukten aus dem ERP ableiten
  • Die angebotenen Erweiterungsmöglichkeiten sind für Endandwender gemacht – einfach anwendbar
  • Das User Interface Design ist Microsoft Excel nah – ein erstklassiges User Interface
  • Die Lösung ist seit Q1/2016 global verfügbar
  • Front- und Backend sind entkoppelt, so dass die Funktionalität auch mit weiteren Frontends genutzt werden kann

Sehen Sie dazu auch das Video über SAP Product Lifecycle Costing:

Foto: Shutterstock

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