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Fragerunde mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott: Die Kundenbeziehung

Feature | 10. August 2017 von SAP News 16 Hot Story

Vor Kurzem sprachen wir mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott über Marktdynamiken und SAP-Strategie, das SAP-Lösungsportfolio und wie Unternehmen mithilfe digitaler Technologien eine schnellere Wertschöpfung erzielen.

In dieser Q&A-Reihe fassen wir zu jedem dieser Themen die interessantesten Antworten zusammen. In diesem Teil der Reihe geht es um die Kundenbeziehung.

Ich bin ein Kunde. Mir gefällt die Strategie und die Erfolgsstory der SAP. Aber ich habe ein Altsystem. Was soll ich machen? Was empfehlen Sie mir?

Wir verstehen sehr gut, dass Unternehmen sich in einer Art „Innovations-Dilemma“ befinden. Sie müssen ihr Kerngeschäft weiter betreiben und parallel Innovationen einführen. Sie müssen eine Brücke bauen zwischen ihren vorhandenen Prozessen, ihrer Landschaft und ihrer Zukunftsvision – und dabei auch ihre Unternehmensstrategie berücksichtigen. Deshalb beobachten wir, dass dieses Thema zunehmend auf der Vorstandsetage diskutiert wird. Der Unternehmenschef, der IT-Leiter, die Zuständigen für die digitale Strategie und viele weitere Führungskräfte sind daran beteiligt.

Die SAP hat ein sehr einfaches, umfassendes Konzept entwickelt, um Kunden zukunftsfähig zu machen. Es besteht aus drei Säulen, die nebeneinander bestehen.

  • Wir helfen Unternehmen, ihre vorhandene Landschaft zu optimieren und Gelder für Innovationen freizuschaufeln. Dafür konsolidieren und vereinfachen wir ihre IT-Landschaften und verlagern ihr Geschäft in die Cloud.
  • Zusätzlicher Mehrwert entsteht vor allem durch Einführung unseres umfassenden Cloud-Portfolios. Dadurch kann man Ausgaben senken, das Mitarbeiterengagement verbessern und Entscheidungsprozesse optimieren, beispielsweise durch Innovationen wie den­ SAP Digital Boardroom.
  • Erfahrene Data Scientists erarbeiten verschiedene strategische Szenarien für den Einsatz unserer SAP-Leonardo-Technologien. Zusammen mit dem Kunden gestalten wir das Innovationskonzept mit diesen neuen Technologien und testen den Mehrwert in einer separaten IT-Umgebung.

Herr McDermott, wenn Sie Kunde wären, wie würden Sie sich Ihre Zusammenarbeit mit der SAP vorstellen?

Letztes Jahr habe ich meine E-Mail-Adresse veröffentlicht. Man kann mich also immer persönlich ansprechen! Aber ganz im Ernst: Ich war schon immer fest davon überzeugt, dass man mit Design Thinking sehr gut fährt. Jeder Kunde sollte diese Methode für seine Zusammenarbeit mit der SAP in Betracht ziehen. Hierbei beleuchten wir drei Aspekte: Zweckmäßigkeit: Haben wir die großen Ideen, die für die Zukunft Ihres Geschäfts wichtig sind und zu Ihrer Strategie passen? Machbarkeit: Haben wir einen Plan, um dies umzusetzen und die erforderlichen Maßnahmen für die Entwicklung Ihrer IT-Landschaft zu ergreifen? Wirtschaftlichkeit: Können wir den Mehrwert aufzeigen und überzeugend darlegen, dass sich diese Investitionen lohnen? Diese Vorgehensweise funktioniert sehr gut, und wir werden jeden Kunden unterstützen, der sich dafür entscheidet – unabhängig davon, ob er mit einer Idee für eine Innovation beginnen oder einen Gesamtfahrplan für seine digitale Transformation entwickeln möchte.

Eine Formel hat sich für jeden Kunden bewährt: Beginnen Sie bei Ihrer Unternehmensstrategie – welches Problem versuchen Sie zu lösen? Bitten Sie uns, Ihnen unsere Innovations-Roadmap zu zeigen, die auf genau dieses Ziel zugeschnitten ist, abgestimmt auf den Kontext Ihrer Branche. Ab hier entwickeln wir gemeinsam das Innovationskonzept und erarbeiten einen Fahrplan, der Ihnen Mehrwert bringt und die Rahmenbedingungen für Erfolg schafft.

Wie würden Sie Ihre Ziele für 2025 beschreiben?

Das Führungsteam der SAP macht sich immer Gedanken über die Zukunft und wir scheuen uns nicht, uns große Ziele zu setzen. Im Vordergrund steht stets die Frage: „Wie können wir erreichen, dass sich der Mehrwert bei unseren Kunden noch schneller einstellt?“

Man kann sich vorstellen, wie sich ein solches Ziel selbst manifestiert. Zum Beispiel: Wie können wir es schaffen, dass 90 Prozent der SAP-Kunden bis 2025 auf unsere neue Plattform migrieren, damit sie intelli­gent arbeiten können? Wie können wir das Handelsvolumen unserer Geschäftsnetzwerke um 2 Billionen US-Dollar steigern, sodass papiergebundene und redundante Prozesse wegfallen? Wie können wir eine Milliarde Nutzer für unsere Cloud-Lösungen erreichen und so dafür sorgen, dass sich Innovationen noch schneller durchsetzen? Wie können wir es bewerkstelligen, dass eine halbe Million Unternehmen aller Größen SAP-Software einsetzen, und so Komplexität abbauen und Unternehmen zu einfacheren Abläufen verhelfen?

Oder wenn wir mal in ganz anderen Dimensionen denken: Wie kommen wir in nicht allzu ferner Zukunft an einen Punkt, dass 90 Prozent der SAP-Anwender mit unserer Software nur über Spracherkennung und digitale Assistenten kommunizieren – und wir die Tastatur praktisch abschaffen können?

Insgesamt wollen wir unser Tradition fortsetzen, nämlich Anbieter der Unternehmenssoftware sein, die weltweit am weitesten verbreitet ist. Wir wollen das wichtigste Unternehmen sein – ein Motor der neuen Vertrauenswirtschaft und des Wirtschaftswachstum für die Welt. Das ist die SAP, die ich kenne. Es fühlt sich für mich sehr authentisch an, das wir uns hohe Ziele stecken und niemals etwas vor unseren Kunden zurückhalten.

Lesen Sie weitere Zusammenfassungen der Q&A-Reihe:

Laden Sie das gesamte Interview mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott herunter.

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