Soccer team in a huddle

Künstliche Intelligenz: Wenn Maschinen lernen, Zusammenhänge zu verstehen

14. März 2017 von SAP News 0

Auch im Bereich der Banken und Versicherungen hält die künstliche Intelligenz Einzug, etwa in Form von maschinellem Lernen. Welche Möglichkeiten sich dadurch bieten, erörtert Rüdiger Leicht, Direktor Business Development Banking und Insurance bei der SAP.

Rüdiger Leicht, Direktor Business Development Banking und Insurance bei der SAP, zeigt auf, inwieweit sich künstliche Intelligenz bei Banken nutzen lässt.

Hinter dem maschinellen Lernen (Machine Learning) verbergen sich komplexe mathematische Algorithmen, die es ermöglichen, aus Daten Wissen zu generieren. Daten sind heute einer der wichtigsten Unternehmenswerte. Warum sollten also Banken und Versicherungen nicht auch die künstliche Intelligenz (KI) als neue Technologie einsetzen, um dieses Kapital zu nutzen?

Viele Technologieunternehmen beginnen gerade erst, sich mit maschinellem Lernen und seiner Bedeutung für die Geschäftswelt auseinanderzusetzen. SAP verfolgt die klare Strategie, anderen Unternehmen durch maschinelles Lernen Vorteile zu verschaffen. Daten sind die Grundlage dafür und über siebzig Prozent aller globalen Transaktionen laufen über ein SAP-System.

Die ersten Lösungsprototypen von SAP in den folgenden Bereichen sind auch für Banken und Versicherungen interessant:

  • Abgleich von Zahlungseingängen mit der Debitorenbuchhaltung: Das System analysiert buchhalterische Vorgänge aus der Vergangenheit und kann anhand dieser Muster zukünftige Bezahlvorgänge automatisch bearbeiten.
  • Erkennung von Logos: Damit lässt sich beispielsweise in hochauflösenden Videos feststellen, wo und wann Marken bei Fernsehübertragungen auftauchen. Dieses neue „maschinelle Sehen“ hilft Banken und Versicherungen, die Rentabilität von Werbekosten schneller und besser zu ermitteln.
  • Klassifizierung und Gruppierung von Problemmeldungen im Kundenservice: Durch die Analyse früherer Vorgänge von Kundenbetreuern kann das System dazu beitragen, Reaktionszeiten zu verkürzen und die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Künstliche Intelligenz – eine Technologie für heute und morgen

Die Wurzeln der Künstlichen Intelligenz reichen schon 25 Jahre zurück. Aber damals waren die Voraussetzungen für eine rasante Entwicklung, wie wir sie heute erleben, nicht gegeben. Heute können wir Petabytes von Daten speichern und diese in Echtzeit analysieren. In der digitalen Welt gibt es immer mehr intelligente Gegenstände, die über digitale Logik, Sensorik und Kommunikationsfähigkeiten verfügen, ihrerseits Informationen beisteuern und somit auch Teil dieses Systems sind. Innerhalb des Systems können Maschinen eigenständig wiederkehrende und personalisierte Muster erkennen. Dieses Wissen lässt sich auf Datenströme anwenden, die Gesetzmäßigkeiten oder Anomalien aufspüren. Daraus kann man Empfehlungen ableiten und den Nutzern in Echtzeit auf allen verfügbaren Kanälen bereitstellen.

Maschinen als bessere Finanzdienstleister?

Ob wir das Finanzdienstleistungsunternehmen der Zukunft überhaupt noch Bank oder Versicherung nennen, wissen wir nicht. Stellen wir uns einmal vor, dass daraus ein Unternehmen entsteht, in dem die internen Abläufe vollständig automatisiert sind. Dann würde die Treffsicherheit der mit automatisierten internen Verfahren erstellten Verkaufsprognosen alles in den Schatten stellen, was bisher bekannt ist. Ebenso würden wiederkehrende und mühsame Aufgaben komplett durch Abläufe mit maschinellem Lernen ersetzt und sogar noch besser bearbeitet werden als durch den Menschen selbst. Die Maschine lernt – und zwar schneller, präziser und ausdauernder als der Mensch. Prototypen dieser Anwendungen gibt es bereits heute. Und das richtige Feedback auf der Social-Media-Plattform wird sowieso von Chatbots übernommen. Chatbots sind beliebte persönliche Assistenten im Bereich des Kundenservice – wir hatten alle schon mit ihnen zu tun, aber es einfach nicht bemerkt.

Realistische Zukunftsmusik

Das wirklich moderne Finanzdienstleistungsunternehmen macht den Kunden in allen zur Verfügung stehenden Kanälen individualisierte Angebote, von denen er noch gar nicht weiß, dass er sie morgen schon brauchen wird. Das sind Serviceleistungen rund um den kompletten Lebenszyklus der Kunden, angepasst auf seine jeweilige Lebensphase – ob Schule, Ausbildung, Familie, Selbstständigkeit oder Rente. Das System erkennt Abhängigkeiten bei Einnahmen und Ausgaben und berücksichtigt Wünsche und Schutzbedürfnisse. Können diese Aufgaben nicht besser durch eine „intelligente“, maschinell lernfähige Anwendungsplattform erledigt werden, die Millionen von Daten als Erfahrungswerte hat? Dann müsste ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das die Ziele und Wünsche der Kunden in den Mittelpunkt stellt und ihnen in Echtzeit bei ihren Entscheidungen hilft, kein Wunschtraum bleiben.

Sie zweifeln daran, dass Kunden es im Kundenservice gern mit einem kleinen freundlichen Roboter zu tun hätten, wenn Sie den persönlichen Kontakt suchen? Das ist nur eines von sehr interessanten Anwendungsszenarien. Bei SAP wird bereits an zukunftsweisenden Anwendungen gearbeitet. Nach dem Design-Thinking-Ansatz arbeiten wir mit Kunden und einzelnen Unternehmensbereichen zusammen, um die sinnvolle Szenarien zu ermitteln.

Sie haben Interesse oder eigene Ideen? Sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin für die SAP-Tour für Banken und Versicherer! http://events.sap.com/de/tour-banken-versicherer/de/home

 

Foto: Shutterstock

Tags: , ,

Leave a Reply