Leistungsreserven optimal ausschöpfen

Feature | 2. November 2005 von admin 0

Einem mittelständischen Anlagenbauer wird allerhand abverlangt. Bei Projektlaufzeiten von mehreren Monaten erfordert die Abwicklung eines Auftrags eine gut vorbereitete und genau abgestimmte Planung. Trotzdem kommt es während der Ausführung eines Projekts immer wieder zu Änderungen, die Umplanungen notwendig machen. „Zudem erwarten die Kunden heute nicht nur ein maßgeschneidertes Produkt, sondern immer mehr Serviceleistungen“, erklärt Gerhard Schoch, Hauptgeschäftsführer des SAP Business Partners ORGA. „Unternehmen aus der Fertigungsindustrie müssen daher künftig auch die Kunden, Partner und Zulieferer in ihre Geschäftsprozesse integrieren. Das geht vorzugsweise mit einer zukunftsfähigen Lösung wie beispielsweise ORGA Maschinenbau.“

Branchentypische Geschäftsprozesse abbilden

Die qualifizierte mySAP-All-in-One-Lösung bildet die typischen Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse mittelständischer Maschinenbauer nahezu vollständig ab. Sie wurde speziell für Unternehmen ab einer Größe von etwa 100 Mitarbeitern entwickelt. Die Lösung unterstützt die Prozesse Los- und Kleinserienfertigung, die Kundeneinzelfertigung (Unikate) sowie die Projektfertigung und Serviceabwicklung. Die Los- und Kleinserienfertigung wird zur auftragsunabhängigen Produktion von Materialien benötigt. Diese werden in der Regel im frei verwendbaren Lagerbestand geführt und herangezogen, um Aufträge jederzeit sofort versorgen zu können. Im Vergleich zur Einzellos- und zur auftragsbezogenen Fertigung verursacht die Serienfertigung weniger Aufwand für die Produktionssteuerung und die Erfassung der Ist-Daten.
Bei der Kundeneinzelfertigung wird das für einen Auftrag benötigte Material individuell produziert. Sie basiert auf dem Funktionspaket Variantenkonfiguration. Grundlage für die Projektfertigung ist das Projektsystem. Bei langen Durchlaufzeiten und komplexen Vorgängen, die zudem kosten- und kapazitätsintensiv sind, gewährleistet die Projektfertigung eine hohe technische Leistung auf Termin.

Integrierte Lösung für bessere Prozesse

Im Rahmen des integrierten Qualitätsmanagements werden Wareneingang und Fertigungsprozess überwacht und geprüft. Mit ORGA Maschinenbau lassen sich sowohl SAP-Daten als auch Nicht-SAP-Dokumente (zum Beispiel Konstruktionspapiere, Faxe, Fotos) archivieren und über die SAP-Benutzeroberfläche verwalten. In Verbindung mit dem Workflow werden Informationen, Aufgaben und Bearbeiter koordiniert und so Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten reduziert. Außerdem lassen sich alle gängigen CAD-Systeme in die SAP-basierte Branchenlösung integrieren. „Unsere Branchenlösung verarbeitet die entsprechenden CAD-Daten weiter“, so Gerhard Schoch. Umgekehrt können Fertigungsunternehmen auch Daten aus ORGA Maschinenbau in ihren CAD-Systemen nutzen. „Automatisch generierte Stücklisten beispielsweise, die sich direkt auf einen Kundenauftrag beziehen, stehen umgehend auch der Konstruktions- und der Produktionsabteilung zur Verfügung.“
Die mySAP-All-in-One-Lösung lässt sich darüber hinaus problemlos und flexibel um Subsysteme für die Zeit- und Betriebsdatenerfassung ergänzen und um weitere Technologien, etwa für die Personaleinsatzplanung mit Anbindung an Groupware-Systeme oder die mobile Rückmeldung von Serviceaufträgen mittels PDA. „Dadurch erhalten die Anwender eine durchgängige Lösung, die die Arbeitsprozesse nachhaltig verbessert“, erläutert Gerhard Schoch.

Änderungen effizient verwalten

„Da bei Einzel- oder Variantenfertigern häufig Auftragsänderungen in der Produktion berücksichtigt werden müssen, haben wir diesen Prozess besonders sorgfältig abgebildet“, hebt der Hauptgeschäftsführer von ORGA hervor. ORGA Maschinenbau stellt sicher, dass sämtliche Schritte des Änderungsmanagements während der laufenden Fertigung und Montage durchgeführt werden. Sobald eine Auftragsänderung angenommen ist, wird sie umgehend in den Informationsfluss des Systems eingespeist. Dabei werden alle relevanten Daten gesichtet, die entsprechenden Statusänderungen (zum Beispiel von Teilen) im System vorgenommen, der Projektplan wird überarbeitet und angepasst. Anschließend werden die Auftragsstücklisten, die Arbeitsplanung, Auftragsdisposition inklusive Verfügbarkeitsprüfung, Kapazitätsübersicht, Terminierung, Kapazitätsprüfung und -abstimmung sowie die Auftragsfreigabe an den neuen Projektplan angeglichen. Die Kosten der Änderung werden in der Nachkalkulation berechnet und dokumentiert (Maschinendokumentation und Änderungsstände).

Service und Einkauf online

Für professionellen After-Sales-Service sorgt die Funktion Serviceabwicklung. Sie besteht aus den drei Teilprozessen Inbetriebnahme, Wartung und Ersatzteilgeschäft. Für das Ersatzteilgeschäft ist in ORGA Maschinenbau ein Online-Store integriert. „Damit steht der Ersatzteilkatalog des Unternehmens im Internet, und die Kunden können auf der entsprechenden Seite und nach Eingabe von Kundennummer und Passwort genau die Ersatzteile bestellen, die sie benötigen“, erklärt Gerhard Schoch. Umgekehrt kann auch die Einkaufsabteilung des Fertigungsbetriebs mit ORGA Maschinenbau Verbrauchsmaterialien wie Büromaterial oder Hilfsstoffe über das Intra- oder Internet beschaffen. Die Bestellungen, ob vom Kunden oder vom Sachbearbeiter im Unternehmen, werden direkt im System als Auftrag gebucht und weiterbearbeitet. Damit entfällt der zusätzliche Erfassungsaufwand, das spart Zeit und Kosten.
Auch der mobile Außendienst wird mittels ORGA Mobile Business, einer integrierten Lösung für die Disposition, Rückmeldung und Abrechnung, problemlos in ORGA Maschinenbau integriert. Mitarbeiter im technischen Außendienst erhalten alle kunden- und auftragsbezogenen Daten auf ihr mobiles Endgerät und können Statusänderungen bei einem Serviceauftrag oder Servicezeiten, -kosten und benötigtes Material sofort rückmelden. „Mittelständische Anlagenbauer können ihre Aufträge damit schnell, papierlos und ohne Medienbrüche abwickeln und zudem die Faktura für erbrachte Dienstleistungen zeitnah auslösen“, hebt der ORGA-Hauptgeschäftsführer hervor.

Voreingestellte Prozesse, überschaubare Kosten

Dank der voreingestellten Prozesse, die bereits im Standard von ORGA Maschinenbau abgebildet sind, müssen in der Regel nur noch wenige firmenindividuelle Anpassungen vorgenommen werden. Das entspricht dem Bedürfnis des Mittelstands nach kurzen Einführungszeiten zu überschaubaren Kosten und begrenztem Personalaufwand. Die Einführungsdauer ist letztendlich nach Angaben des SAP-Partners abhängig von der Anzahl der Projektmitarbeiter bei der Implementierung, der Intensität der Projektmitarbeit des Unternehmens sowie von Art und Zahl der gewünschten Add-On-Lösungen – die Implementierungszeiten schwanken deshalb zwischen drei und neun Monaten. Angaben zu Preisen macht der in Karlsruhe ansässige SAP Business Partner nicht, denn diese richten sich nach Größe und Dauer der Installation. Eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der Lösung ist erfahrungsgemäß ab etwa 25 bis 30 Nutzern gegeben.
Als Hard- und Software lassen sich alle gängigen Datenbanken (Max DB, IBM DB, Oracle) und Betriebssysteme (Windows 2003, Linux) einsetzen. ORGA Maschinenbau kann auch komplett an das Rechenzentrum von ORGA ausgelagert werden. Dadurch erreicht der Kunde die bestmögliche Konfiguration des Systems. „Mit ORGA Maschinenbau“, so das Resümee von Gerhard Schoch, „erhalten mittelständische Fertigungsbetriebe eine integrierte und zukunftsfähige Lösung, welche schnell und flexibel an individuelle Anforderungen angepasst werden kann und bislang brachliegende Leistungsreserven ausschöpft. Das schafft klare Wettbewerbsvorteile.“

Weitere Informationen:

www.orga.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

Leave a Reply