LiquidBlox: Web-Design für jedermann

In seiner Blogreihe über Partner-Apps im SAP App Center berichtet Bill Rojas dieses Mal über eine Web-Design-App aus Finnland. Testen kann man LiquidBlox gratis im SAP App Center, dem digitalen Marktplatz der SAP.

Wenn ich für diese Reihe im SAP App Center mit Unternehmern über ihre Firmen und Produkte spreche, lerne ich jedes Mal etwas Neues. Mein Gespräch mit Jani Hiltunen von LiquidBlox hat mir wirklich die Augen geöffnet.

Viele neue Geschäftsanwendungen kommen – wie Hiltunen selbst – aus Finnland. Als ich diese Beobachtung in unserem Gespräch erwähnte, antwortete er, dass es dort „unheimlich viele kreative Talente“ gibt. Hiltunen erzählte mir, dass das finnische Bildungssystem zu den besten der Welt gehört und dass dort an Schule und Universität Neugier und Innovationskraft gezielt gefördert werden. Außerdem unterstützt die Regierung verschiedene Konferenzen und Programme für Start-up-Unternehmen. Interessant war auch, zu erfahren, dass einige der größten Spielehersteller in Finnland sitzen. Das war mir vorher nicht bekannt.

Das Gespräch führte Hiltunen von seinem Büro in Espoo aus. Er erklärte mir, wie LiquidBlox funktioniert, eine Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung für Web Design, die jetzt über das SAP App Center verfügbar ist. LiquidBlox ist eine Browser-basierte Lösung, mit der Anwender Websites und andere digitale Inhalte erstellen können. Der große Vorteil der Lösung ist, dass für die Nutzung keinerlei Coding- oder IT-Kenntnisse erforderlich sind. Eine weitere Offenbarung: Wie ist das möglich?

Webdesign ganz ohne Programmierkenntnisse

Im Wesentlichen haben Hiltunen und seine Kollegen dem Anwender das Programmieren bereits abgenommen, denn die LiquidBlox-Lösung ist mehr als eine Content-Management-System (CMS)-Plattform für das Erstellen von Websites und digitalen Inhalten. Sie liefert vorgefertigte Templates, die direkt editiert und verwendet werden können. Dazu gehören zum Beispiel Vorlagen für Websites, Startseiten, Newsseiten, digitale Magazine und Kataloge. Außerdem können Anwender aus einem Katalog Bausteinvorlagen auswählen und damit individuelle Seiten-Layouts kreieren — etwa für Magazine oder Kataloge. Die Anzahl von Container-Blöcken pro Seite ist dabei beliebig. Beim Anlegen neuer Layouts können über die Container-Blöcke Inhalte zu Websites hinzugefügt und danach mithilfe des Style Editors finalisiert werden. Daher auch der Name LiquidBlox: man kann die Bausteine fließend verwenden und anpassen. „Vielleicht ist der Name nicht perfekt für eine finnische App“, meint Hiltunen, „aber er funktioniert: Er bleibt unseren Kunden im Gedächtnis, auch wenn sie ihn oft falsch schreiben.“

Das Tool ist toll und macht wirklich Spaß. Testen kann man LiquidBlox gratis im SAP App Center, dem digitalen Marktplatz der SAP. Hier können Kunden von SAP-Partnern entwickelte Lösungen direkt herunterladen, nutzen und kaufen.

Natürlich habe ich Hiltunen auch zu seinem Werdegang gefragt und wann und wie er auf die Idee zu diesem Werkzeug kam. Nach seiner ersten Karriere als Profi-Basketballer (ja, das war die dritte Überraschung während unseres Gesprächs) zog er sich 2006 aus dem Sport zurück und begab sich auf die Suche nach neuen, spannenden Herausforderungen. Nur mithilfe von Google brachte er sich selbst das Programmieren bei und begann, für verschiedene Kunden das Layout und Design ihrer Websites zu erstellen.

„Schon bald war mir klar, dass die meisten Web-Content-Management-Tools von Ingenieuren für Ingenieure entwickelt wurden“, erklärte mir Hiltunen. „Für Personen ohne technischen Hintergrund war es daher schwierig, ihre Inhalte in derselben Ansicht zu verändern oder zu aktualisieren, die auch die Besucher der Website sehen. Ich habe mich gefragt, wie es wäre, wenn man dazu keine Programmierkenntnisse bräuchte.“

Web-Design leicht gemacht

Hiltunen nannte sein Tool schließlich LiquidBlox und es zeigte sich, dass sich viele dafür interessierten: von kleineren Unternehmen über professionelle Grafikdesigner bis hin zu Marketingabteilungen und einzelnen Abteilungen großer Unternehmen. Viele seiner Kunden sind laut Hiltunen von WordPress auf LiquidBlox umgestiegen, da sie LiquidBlox viel einfacher, intuitiver und weniger komplex in der Anwendung finden.

„Diese Kunden benötigen einen einfacheren und schnelleren Weg, Landing-Pages zu bauen und einfache Websites zu erstellen oder Blogs zu veröffentlichen“, so Hiltunen weiter. „Marketingabteilungen dagegen wollen, etwa wenn es um schnelle, kurzfristige Kampagnen geht, nicht auf eine Agentur oder IT-Abteilung angewiesen sein. Mit LiquidBlox können sie ihre Kampagnen selbst erstellen. Einer unserer neuen Mitarbeiter hat dazu eine sehr treffende Analogie gefunden: Man denkt vielleicht, dass ein Anbieter einem eine schlüsselfertige Lösung bieten kann, aber dann stellt man fest, dass man den Schlüssel gar nicht hat. LiquidBlox gibt dir den Schlüssel in die Hand.“

Hiltunen: „Mit dem Tool können unsere Kunden Arbeiten ganz einfach selbst erledigen, für die sie vorher professionelle Unterstützung brauchten. Somit passt dieses Konzept genau zum Ziel der SAP, Prozesse zu vereinfachen.“

Wie die Zusammenarbeit mit der SAP zustande kam

Besonders interessierte mich auch die Frage, wie es zu der Zusammenarbeit zwischen Hiltunen und der SAP kam. Daher fragte ich ihn, welchen Eindruck er vor Beginn dieser Zusammenarbeit von der SAP hatte. „Ganz ehrlich? Ich wusste überhaupt nichts über die Firma.“, war seine Antwort. „Aber letztes Jahr hatte einer meiner Mitarbeiter einen kleinen Stand auf einer großen Technologiekonferenz und dort hat SAP uns gefunden. Wie ich verstanden habe, wollen die SAP-Kunden mehr Möglichkeiten, innovativ zu sein, und die SAP kann ihnen diese Optionen bieten, indem sie ihnen die Zusammenarbeit mit den SAP-Partnern ermöglicht. Für uns als kleines Startup war es eine positive Überraschung, was sich in der kurzen Zeit der Zusammenarbeit bisher schon getan hat. Wir haben plötzlich Zugang zu über 378.000 SAP-Kunden.“

Bill Rojas ist Senior Director of Digital Transformation and Business Development. Nehmen Sie mit ihm Kontakt auf über Twitter | LinkedIn.
Im Dezember 2017 startete er seine neue Blogreihe zu Partner-Apps im SAP App Center. Mehr dazu erfahren Sie 
hier.