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Fragerunde mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott: SAP-Lösungsportfolio

Feature | 18. Juli 2017 von SAP News 43

Vor Kurzem sprachen wir mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott, der uns seine Sicht zu folgenden Themen darlegte: Marktdynamiken und SAP-Strategie, das SAP-Lösungsportfolio und wie Unternehmen mit SAP zusammenarbeiten können, um mithilfe digitaler Technologien eine schnellere Wertschöpfung zu erzielen.

Die interessantesten Antworten zu den einzelnen Themen haben wir hier für sie zusammengefasst. In diesem Artikel aus der Q&A-Reihe drehen sich alle Fragen um das SAP-Lösungsportfolio.

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die SAP-Produkte. Es tut sich sehr viel in den Bereichen Cloud, SAP HANA, Netzwerke und neuartige Technologien. Den Kunden soll geholfen werden, die Zusammenhänge zu verstehen.

Alles führt immer auf das zurück, was wir im Jahr 2010 begonnen haben. In den vergangenen sieben Jahren haben wir über 50 Milliarden Dollar in Innovationen für unsere Kunden investiert. Schauen Sie sich an, wie sich das Portfolio entwickelt hat, und ich kann Ihnen eine einfache Erklärung anbieten: Wir unterstützen unsere Kunden auf ihrem Weg zum „Best-Run Business“ und wir helfen ihnen, geschäftlichen Erfolg durch Innovation zu erzielen. Dies stimmt mit dem überein, was Sie aus dem Kreis der Analysten hören – die Idee der bimodalen Innovation oder anders ausgedrückt: ständige Innovation im gesamten Unternehmen.

Zunächst müssen unsere Kunden ihr Geschäft am Laufen halten. Für die SAP ist es wichtig, ihnen die Lösungen bereitzustellen, die sie zur Abwicklung ihrer Geschäfte benötigen – tagtäglich in 25 Branchen und in zwölf immer stärker werdenden Geschäftsbereichen. In dieses Portfolio sind die Best Practices und Branchenerfahrung der SAP und ihrer Partner eingeflossen.

Unsere Kunden bringen ebenfalls Innovationen hervor, die ihren geschäftlichen Erfolg unterstützen. Wir möchten, dass sie über eine hochmoderne Plattform verfügen, auf der sie ihre eigenen Prozesse, Produkte und Services in einem einheitlichen Datenmodell zusammenführen können.

Diese beiden Kategorien lassen sich nicht trennen. Funktioniert das Zusammenspiel, wird ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt. Die CEOs, mit denen ich spreche, sagen ganz deutlich: „Helft mir, die Liefer- und Nachfragekette miteinander zu verbinden – in jedem Interaktionskanal auf jedem Gerät –, dann bleibe ich im Spiel. Und dann helft mir, mein Geschäft mit den neuesten technologischen Entwicklungen grundlegend zu verändern, damit ich meinen Wettbewerbern stets einen Schritt voraus sein kann.“ Die SAP ist die einzige Firma, die dafür gerüstet ist, sich an beiden Fronten als führend zu etablieren.

Wie sieht die neue digitale Business Suite der SAP aus?

Unser Cloud-basiertes Portfolio, das auf SAP HANA basiert und mit der modernen Benutzeroberfläche entwickelt SAP Fiori wurde, umfasst fünf vollständig integrierte Lösungskategorien.

Den Grundstein bildet ein vollständig integrierter digitaler Kern: SAP S/4HANA, die führende Cloud-ERP-Software auf dem Markt. Sie basiert auf unserer In-Memory-Plattform SAP HANA und ermöglicht Analysen in Echtzeit. In diesem digitalen Kern befinden sich die Best Practices der 45-jährigen Unternehmensgeschichte der SAP.

Die zweite Kategorie ist das Kundenerlebnis: Die Lösungen von SAP Hybris sind die Nummer eins im B2B- und B2C-Handel. Jedes Unternehmen möchte die Verbraucher erreichen – über alle Kanäle und auf jedem Gerät. In den Bereichen digitales Kundenerlebnis, Marketing und Vertriebsautomatisierung stehen SAP Hybris-Lösungen an vorderster Front.

In der dritten Kategorie haben wir die Geschäftsanwender. Sie sind die Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines jeden Unternehmens. Mit SAP SuccessFactors und SAP Fieldglass, sind wir der einzige Anbieter, der seinen Kunden einen Überblick über die gesamte Belegschaft bietet und ein durchgängiges Talentmanagement ermöglicht. In unsere Lösungen für Workforce Management integrieren wir maschinelles Lernen. So können wir zum Beispiel Vorurteile bei Neueinstellungen vermeiden und die Bewerber ermitteln, der für eine bestimmte Stelle am besten geeignet sind.

Zur vierten Kategorie gehören Anlagen und Logistik. Mit Technologien wie IoT, Blockchain und maschinelles Lernen erfinden wir wirklich neu, wie Anlagen und Logistikprozesse gesteuert werden – in Echtzeit mit vorausschauenden Analysen. Dies wird in Fertigung und Logistik zu enormen Produktivitätssteigerungen führen.

Und in der fünften Kategorie haben wir die Kooperation mit Lieferanten und das Ausgabenmanagement. Mit SAP Ariba, SAP Fieldglass und Concur bieten wir als einziges Unternehmen Lösungen an, mit denen sich sämtliche Ausgabenkategorien verwalten lassen – von der Beschaffung über das externe Personal bis hin zu den Reisekosten. Innerhalb der vier Wände eines Unternehmens lässt sich dies nicht erreichen. Das Ganze muss auf das Partnernetz des Unternehmens ausgedehnt werden – echte „unternehmensübergreifende Datenverarbeitung“.

Den Kunden helfen, SAP Leonardo zu verstehen. Was ist SAP Leonardo und wie können Kunden die Software einsetzen?

SAP Leonardo ist das Ergebnis Hunderter Szenarien für digitale Innovation, die wir in den letzten drei oder vier Jahren mit unseren Kunden entworfen haben. Daraus haben wir mehrere Schlussfolgerungen gezogen. Folgende Dinge sind wichtig, um Innovationen in großem Maßstab langfristig bereitzustellen:

  • Wie bereits erwähnt, müssen für die meisten innovativen Szenarien mehrere neue Technologien kombiniert werden. So sind in einem Szenario für vorausschauende Wartung IoT-Services notwendig, um Daten von Sensoren zu erfassen. Für die Verwaltung der Daten werden Big-Data-Speichersysteme benötigt und Prognosealgorithmen, um die Informationen auswerten zu können. Und bei unseren ERP-Kernlösungen muss Zugriff auf APIs (Programmierschnittstellen) gewährleistet sein, damit Anlagenreparaturen koordiniert und durchgeführt werden können. Das hierfür notwendige Potenzial steckt in all diesen Technologien: maschinelles Lernen, IoT, Big Data, Blockchain und Analysen. Sie arbeiten zusammen, um das Wissen hervorzuholen, das sich in den Daten verbirgt. Nur mit SAP HANA können daraus wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.
  • SAP Leonardo ist das anschaulichste Beispiel für die neue, offene SAP. Wir wissen, dass wir im Alleingang nicht alles für unsere Kunden tun können. Deshalb müssen wir mit Industrieunternehmen kooperieren und mehr Open-Source-Software anbieten, vor allem dort, wo wir innovative Technologien wie maschinelles Lernen und Blockchain einsetzen. Und wir müssen unsere Architektur öffnen. Dass die SAP einmal so etwas sagen wird, das hätte wohl kaum jemand erwartet.
  • Damit in SAP Leonardo reichhaltige Daten zur Verfügung stehen, nutzen wir Open-Source-Plattformen wie Hadoop sowie Algorithmen für maschinelles Lernen und Blockchain. Unsere Kunden wünschen sich einen One-Stop-Shop, der all unsere Innovationen aus einer Hand bietet. Also sorgen wir dafür und versuchen, die Kosten möglichst gering zu halten.
  • Auch hier haben unsere Kunden die Wahl. Sie können sich aus dem Portfolio von SAP Leonardo die IoT-Lösungen aussuchen, die am besten für ihr Unternehmen geeignet sind. Natürlich bieten wir die SAP Cloud Platform als Option an, aber wir zertifizieren unsere Software auch für andere zukunftsweisende Cloud-Infrastrukturen wie Microsoft Azure, Amazon Web Services und Google Cloud Platform. Auch für andere Plattformen wäre eine Zertifizierung denkbar. Doch unser Ziel ist es, den Unternehmen selbst die Wahl zu lassen, wie sie unsere Software einsetzen möchten. Wenn man sich starke Unternehmen wie IBM, Dell und Hewlett-Packard ansieht, kann man sich vorstellen, dass es da draußen noch sehr viele Möglichkeiten gibt.

Das gesamte Q&A-Dokument zum Interview mit SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott können Sie sich hier herunterladen.

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