Lynx-Lösung für den Mittelstand

Feature | 5. Dezember 2005 von admin 0

Bis zu fünf Jahren Haft droht Unternehmen gemäß einer EU-Verordnung von 2002, wenn sie mit Terroristen oder terroristischen Vereinigungen Handel treiben. Welchen Personen oder Organisationen weder Geld noch Waren zur Verfügung gestellt werden darf, geht aus den sog. Boykottlisten (EG-Verordnung 881/2002 und 951/2002, US Patriot Act sowie §34 Außenhandelsgesetz) hervor. Sie werden von der EU zwei bis drei Mal pro Monat ergänzt. Doch die Lösung „BoykottScanner“ von Lynx schafft Abhilfe: Sie deckt innerhalb des Systems fragwürdige Geschäftspartner auf und fragt ab, ob die Geschäftsbeziehung weiterhin aufrechterhalten werden soll.
Unternehmen sind gehalten, ihre geschäftlichen Beziehungen laufend auf Verdachtsmomente hin zu überprüfen. Ansonsten machen sie sich strafbar. Das gilt nicht nur für die Im- und Exportwirtschaft. Auch der inländische Handel, Versicherungen und Banken sind von dem Verbot betroffen. Beim Ansatz von Lynx wird darauf verzichtet, einen neuen Server zu installieren. Die SAP hatte ihren großen Kunden empfohlen, auf einem solchen neuen Server das gesamte Regelwerk des Außenhandels verfügbar zu machen. So könne es von allen dezentralen Stellen gleichartig genutzt werden. „Für den Mittelstand erschien uns dieser Aufwand zu groß“, sagt Steffen Jakob, Vorstand von Lynx. „Für unsere Kunden haben wir deshalb einen einfacheren Weg ins Auge gefasst.“
Das in rund vier Wochen Laufzeit (Aufwand circa fünf PT) implementierbare Verfahren, das für Unternehmen mittlerer Größe entworfen wurde, findet auch mögliche „Alias“-Namen. Ein wesentlicher Bestandteil der Einführung ist es, alle im Unternehmen anfallenden Aktivitäten zu identifizieren, in denen Adressen Dritter eine Rolle spielen. Dies vorausgesetzt, werden die Adressdaten aller Geschäftspartner und alle Geschäftsvorgänge mit belegbezogenen Adressen gescannt und per Suchalgorithmus mit den publizierten Boykottlisten verglichen. Angesichts der hochsensiblen Fragestellung erfolgen vor der endgültigen Produktivsetzung des Verfahrens umfangreiche Tests.
Das Verfahren erkennt verschiedene Varianten einer Namensschreibweise durch phonetische Aufbereitung beziehungsweise Unterdrückung bestimmter Zeichenvorräte (ß im Deutschen wird zu ss, Umlaute werden ausgeschrieben, Accents im Französischen entfallen). Je nach Bedarf erfolgt eine synchrone, also sofortige, oder asynchrone, meist einmal pro Tag laufende Überprüfung der eigenen Dateien auf Inhalte aus der aktuellen Boykottliste. Dazu arbeitet im Hintergrund ein mehrstufiges Protokollierungs- und Benachrichtigungsverfahren. Der alarmierte Datennutzer muss die Adresse persönlich prüfen. Seine Kommentare zu Geschäftspartnern und Geschäftsvorgängen werden automatisch archiviert. Die nach dieser Prüfung als unkritisch eingestuften Daten fließen in Positivlisten ein. Kritische Daten werden gesperrt. Erste Reaktionen des Marktes zeigen, dass die neue Lösung den Bedarf rasch, sicher und kostengünstig abdeckt. Weitere Informationen: Dirk Umbach, Lynx Consulting, E-Mail: dirk.umbach@lynx.de.

Quelle: Lynx Consulting AG

Leave a Reply