SAP-App in frischem Design

Feature | 5. April 2012 von Paul Baur 0

Als Praktikantin in der Marketingabteilung des SAP-Kunden Ferrero in Frankfurt kam Rebekka Koehnen zum ersten Mal mit den SAP-R/3-Anwendungen in Berührung. Obwohl sie die Bedienung des Produkts als beschwerlich in Erinnerung hat, ging sie nach Abschluss ihres Studiums zur SAP. Ihr Ziel war es, die Anwendungen benutzerfreundlicher zu gestalten. Heute, sieben Jahre später, ist sie für die App „SAP Manager Insight“ verantwortlich. Diese Lösung ermöglicht Führungskräften den Zugriff auf SAP ERP von unterwegs aus. Sie können Besprechungen mit ihren Vorgesetzten und Mitarbeitern durchführen und schnell Entscheidungen treffen. SAP Manager Insight wurde bereits über 5.000 Mal heruntergeladen und ist damit eine der erfolgreichsten Apps für die SAP Business Suite.

Die „Generation App“

Weil Verbraucher-Software immer stärker Einzug in die Unternehmenswelt hält, liegt die Messlatte für Business-IT inzwischen hoch. Dies lässt sich vor allem bei den so genannten mobilen Lösungen beobachten. Apps, die dem Benutzer nicht sofort gefallen, werden erbarmungslos deinstalliert oder einfach ignoriert.

Zwar ist der Entstehungsprozess für Apps und Desktop-Anwendungen recht ähnlich, doch für das Design und die Entwicklung von Apps, die den Einsatz von Informationstechnik in Unternehmen grundlegend verändern, sind neue Konzepte und Qualifikationen erforderlich.

Vom User Interface Designer …

Kurz nach ihrem Einstieg bei SAP betreute Rebekka als Spezialistin für User Interface Design die Entwicklung von Benutzungsoberflächen im Produktbereich Human Capital Management (HCM) der SAP Business Suite.

User Interface Designer sind für die Designaktivitäten des Produktteams zuständig. Sie beobachten Benutzer, erarbeiten Anwendungsfälle für Produkte, entwickeln Design-Prototypen, lassen diese von Anwendern testen und schreiben Spezifikationen für die Benutzungsoberfläche. Rebekka und ihr Team besuchten zahlreiche Kunden und analysierten, wie die Benutzer mit den On-Premise-HCM-Lösungen interagieren.

SAP Manager Insight (Screenshot: iTunes)

… zum Product Owner mit einem scharfen Blick für Design

Dank ihrer Erfahrungen mit HCM-Installationen bei SAP-Kunden bringt Rebekka ideale Voraussetzungen für die Entwicklung von mobilen Unternehmensanwendungen mit.

Rebekkas Erfahrungen haben sich schon in vielerlei Hinsicht als vorteilhaft erwiesen. „Wenn man wie ich aus dem Bereich Design kommt, analysiert man zunächst die Probleme der Endbenutzer und entwickelt dann ein Design, das deren Anforderungen, den Business Case sowie die technische Machbarkeit berücksichtigt“, erläutert Rebekka. „Beim Design geht es immer darum, den bestmöglichen Kompromiss zu finden“, bekräftigt sie.

Ihre Sicht auf das Produkt orientiere sich eher am Kunden als an der Technologie, fährt sie fort. Dabei hatte sie das Glück, mit Entwicklern und einem erfahrenen Architekten zusammenarbeiten zu dürfen, die sie in technischen Bereichen unterstützten.

Beim Design mobiler Lösungen liegt die größte Herausforderung darin, den Blick ausschließlich auf das mobile Anwendungsszenario zu richten und die bestehende Backend-Lösung zunächst völlig außer Acht zu lassen. Dadurch beeinflusst man jedoch automatisch in gewissem Maße auch das Desktop-Szenario. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen beiden Szenarien. „Das führt dazu, dass die Benutzer bei ihren Desktop-Anwendungen ein ähnliches Nutzungserlebnis haben wollen wie bei ihren iPads“, erläutert Rebekka.

Die SAP-Mitarbeiterin sorgt stets dafür, dass sich das gesamte Team frühzeitig Gedanken darüber macht, wie die Anforderungen der Benutzer unterstützt werden können. „Wir haben gezeigt, dass die SAP tolle Apps entwickeln kann. Viele der Kunden, mit denen ich mich unterhalte, sind überrascht, dass wir bereits so viele mobile und benutzerfreundliche Lösungen auf den Markt gebracht haben“, berichtet sie.

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