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Markenbotschafter für SAP

Feature | 1. März 2016 von Susan Galer 0

Neues SAP-Alumni-Netzwerk bringt Mitarbeiter und Ehemalige zusammen und fördert wichtige Geschäftskontakte über Unternehmensgrenzen hinweg.

In Zeiten der Hypervernetzung und der sozialen Medien setzen auch Alumni-Netzwerke auf die Cloud. Worauf es jedoch bei aller Technik am meisten ankommt, sind die Menschen. Für Steve Rietzke, der seit Kurzem als Services Account Manager in den USA wieder bei der SAP arbeitet, ist das Onlinenetzwerk eine hervorragende Möglichkeit für ehemalige Mitarbeiter, sich in der globalisierten Geschäftswelt zu vernetzen. Als Rietzke nach elf Jahren bei der SAP zu Startup- und Partnerunternehmen wechselte, hielt er über eine informelle jährliche Weihnachtsfeier den Kontakt zu seinen früheren Kollegen. Im vergangenen Jahr nutzte er das SAP Alumni Network, um weitere Ehemalige zu finden und zu dem Treffen einzuladen.

„Viele ehemalige SAP-Mitarbeiter sind weiter im Umfeld des Unternehmens tätig, entweder als Partner oder als Kunden. Am SAP Alumni Network gefällt mir besonders seine globale Reichweite“, erklärt Rietzke. „Es gibt so viele Leute auf der ganzen Welt, mit denen ich gearbeitet habe, und die Plattform hat es mir ermöglicht, mich mit Ex-Kollegen zu vernetzen, mit denen ich sonst vielleicht nicht in Kontakt geblieben wäre, weil sie in anderen Ländern sind.“

Markenbotschafter für Unternehmen

Das SAP Alumni Network ist ein gutes Beispiel, wie Cloud-Plattformen den Alumni-Netzwerken neue Möglichkeiten bieten, um ehemalige Mitarbeiter und Unternehmen in deren Umfeld zu erreichen. So gaben beispielsweise 87 Prozent der befragten Unternehmen in der 2015 veröffentlichten Corporate Alumni Benchmarking Study von Conenza an, dass aus geschäftlicher Sicht die Alumni vor allem wertvolle Markenbotschafter seien.

„Wenn Mitarbeiter gehen, möchte das Unternehmen, dass sie ihren Angehörigen, Kollegen, Partnern und anderen sagen, dass es ein toller Arbeitgeber ist oder gute Produkte und Dienstleistungen anbietet“, berichtet Tony Audino, CEO und Gründer von Conenza. „Was Ehemalige über ein Unternehmen sagen, ist wahrscheinlich so wichtig wie oder noch wichtiger als das, was die eigenen Mitarbeiter sagen, denn sie werden als glaubwürdiger angesehen.“  Er ergänzt, dass rund elf Prozent der Unternehmen Onlineplattformen als kostengünstige Möglichkeit nutzten, den Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern zu knüpfen und aufrechtzuerhalten.

Margret Klein-Magar, verantwortlich für SAP Alumni Relations, stimmt der Einschätzung zu, dass der menschliche Aspekt das Wichtigste ist. „Alle Ehemaligen, die sich unserem Netzwerk angeschlossen haben, sind sehr stark daran interessiert, den Kontakt zu einem Unternehmen zu halten, das sie immer noch sehr schätzen“, meint sie. „Die Leute freuen sich, dass sie die Möglichkeit haben, sich mit anderen in Verbindung zu setzen und voneinander zu lernen. Sie sind immer noch Teil der SAP-Familie.“

Laufender Wissensaustausch

Laut Audino sind Alumninetzwerke ein Zeichen dafür, dass Unternehmen sich auch dann noch um ihre Mitarbeiter kümmern, wenn sie ihm nicht mehr angehören. Jeremy Coote, ein weiterer SAP-Veteran, der sich kürzlich dem Alumninetzwerk angeschlossen hat, lobt die Vorteile der Vernetzung mit gleichgesinnten Ex-Kollegen. Coote, der früher President von SAP North America war, leitet heute ein kleineres Supply-Chain-Unternehmen. „Die SAP hatte immer erstklassige Mitarbeiter in ihrer Belegschaft. Das Alumninetzwerk bietet eine Gelegenheit, mit einem Kreis von Experten in Kontakt zu treten, mit denen man sofort ein kameradschaftliches Verhältnis hat, weil man dieselben Erfahrungen teilt. Wenn man in den USA lebt, kann man mit Leuten aus Europa und Asien in Kontakt kommen und Einblicke gewinnen, die einem sonst entgehen würden.“

Zur Registrierung beim SAP Alumni Network ist eine Verifizierung durch einen aktuellen SAP-Mitarbeiter erforderlich. Die Mitglieder haben uneingeschränkten Zugriff auf die (aus LinkedIn importierten) Profile von Ehemaligen und auf ein Verzeichnis, in dem sie nach früheren und heutigen Arbeitgebern, Beschäftigungszeiträumen, Funktion, Branche, Geschäftsbereich, Ausbildung und Qualifikationen suchen können. Die Mitglieder können aktuelle Stellenangebote der SAP einsehen, Nachrichten an beliebige in der Datenbank erfasste Personen senden und Interviews mit Alumni lesen. Außerdem können sie an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, die die SAP zu bestimmten Branchenthemen anbietet.

„Viele SAP-Veranstaltungen werden lokal angeboten, und die Plattform ist eine Möglichkeit, Mitglieder über Veranstaltungen in ihrer Region zu informieren, damit sie daran teilnehmen und sich Wissen über Innovationen wie SAP HANA aneignen können, das ihrer Karriere oder ihrem derzeitigen Arbeitgeber zugute kommt“, erklärt Rietzke.

Klein-Magar kündigt für 2016 ein SAP-Pilotprojekt für einen Mentoring Marketplace an. Dies spiegele ein weiteres Ergebnis der diesjährigen Conenza-Studie wider, nach der der Zugang zu Wissen mit 23 Prozent ein wichtiger Faktor für Alumninetzwerke ist. „Da gibt es junge Unternehmer, die vielleicht weggegangen sind, um ihre eigene Firma zu gründen, und wir hören immer wieder von erfahrenen Ehemaligen, die viel gelernt haben und etwas zurückgeben möchten“, erklärt Klein-Magar.

Alumniorganisationen sind seit jeher eine Möglichkeit für Ehemalige, die gemeinsame Vergangenheit als positiv wahrzunehmen und gleichzeitig neue Vorhaben zu verfolgen. Die Cloud-Technologie ermöglicht ein neues Modell der Vernetzung, das der Arbeitsweise digitaler Unternehmen entspricht – kooperativ und langfristig über das ganze Netzwerk eines Unternehmens hinweg.

 

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