Die vier Ziele der DSAG

Feature | 20. März 2013 von Andreas Schmitz 0

Marco Lenck, Vorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) (Foto: DSAG)

Marco Lenck, Vorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) (Foto: DSAG)

Mobile bietet große Perspektiven, doch bleiben noch Fragen. Cloud Computing ist nicht ganz so interessant, und steht folglich selten auf der To-Do-Liste der IT-Chefs und in Sachen In-Memory warten die Unternehmen erst noch einmal ab: Würde eine Stimme für alle 367 Teilnehmer der 10. Investitionsumfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) sprechen können, wäre das das Resümee zu jenen Themen, die die SAP derzeit in Sachen Innovationen weit nach vorne schiebt. Einerseits heißt das, dass SAP wirklich weit vorne ist. Doch, so Marco Lenck, seit fast einem halben Jahr Vorsitzender der DSAG, „Innovation ist Disruption“, was oft bedeutet, das bestehende Strukturen infrage gestellt werden. Die Bedenken gegenüber der zunehmenden Komplexität schrecken den Anwender erst einmal ab.

Ob SAP Business Suite powered by SAP HANA einen gravierenden Eingriff in Prozesse nötig macht, bleibt abzuwarten. Generell gilt für alle neuen Produkte: „Die Prozesse müssen durchgängig sein, es darf nicht zu viele Schnittstellen geben, schon gar nicht langsame Subsysteme“, so Lenck. „Die Komplexität darf durch Innovationen nicht weiter steigen.“

Was die DSAG schon erreicht hat

Ob es sich um die noch ausstehende integrierte Mobility-Plattform handelt oder um das „HANA-ERP“: Die vier Hauptziele, die Marco Lenck gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen definiert hat, nehmen die Sorgen und Forderungen der DSAG-Mitglieder auf.

1. Die Geschäftsprozesse sollen durchgängig sein.

2. Die Software nutzenbasiert lizensiert werden.

3. Die Einführung soll einfach sei.

und 4.: Die Fachabteilung soll nicht nur verstehen, warum die neue Anwendung nötig ist: Sie soll sie akzeptieren.

Einige Schritte haben DSAG und SAP gerade in letzter Zeit bereits zurückgelegt. Und der Vorsitzende Lenck benennt in dem Zusammenhang die nutzenbasierte Lizenz für SAP-HANA-Produkte oder aber das SAP BusinessObjects Design Studio, ein Frontendtool, das inzwischen auch einen gewissen Spaßfaktor in sich birgt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Erfahrungen aus dem Ramp-Up von SAP HANA sollten weitergegeben werden

Nicht nur an diesen aktuellen Errungenschaften, aber auch ein wenig mit daran wird es liegen, dass die IT-Ausgaben für SAP in diesem Jahr massiv um 11,2 Prozent steigen sollen (im Vorjahr: 7,6 Prozent), wie die aktuelle Investitionsumfrage ergab.

Ein weiteres Ergebnis der DSAG-Investitionsumfrage 2013: „Die klassischen Investitionsthemen sind wie im Vorjahr die Logistik, die Corporate Services und das Rechnungswesen“, konstatiert Lenck und gibt zu bedenken, dass ein Drittel der Befragten dem Mittelstand und gehobenen Mittelstand zuzuordnen sind. Innovationsthemen werden dort zunächst einmal beäugt und harte Fakten gesammelt. Etwa in Form von Business-Cases, die der DSAG-Gemeinde augenblicklich beispielsweise in Hinsicht auf SAPs In-Memory-Produkt SAP HANA noch weitgehend fehlen. Ganz zu schweigen vom gerade vorgestellten „HANA-ERP“ SAP Business Suite powered by SAP HANA. Lenck dazu: „Wir sind sicher, dass sich Unternehmen mit SAP HANA auseinandersetzen werden. Auch wenn die Lösung in den Investitionsplanungen für dieses Jahr noch eine untergeordnete Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund ist es dringend nötig, dass die Erfahrungen aus dem Ramp-Up weiter gegeben werden“. Erst dann könnte vielleicht auch in den nächsten Umfragen der DSAG das eine oder andere heutige Innovationsthema in die Top 3 der Investitionsthemen vorstoßen.

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