Merkmale und Funktionen

Feature | 12. Dezember 2005 von admin 0

  • Enterprise Master Patient Index (EMPI) – Dieser Index liefert die eindeutige Patientenkennung, selbst wenn heterogene Systeme aufeinander treffen. Das ist zumeist dann der Fall, wenn verschiedene Einrichtungen an der Versorgung beteiligt sind.
  • Elektronische Patientenakte – Die aus verschiedenen Quellen stammende, lebenslange klinische Historie des Patienten wird in einem einzigen elektronischen Dokument gespeichert und steht dem behandelnden Klinikpersonal jederzeit zur Verfügung.
  • Ablaufplanung – Diese Funktion synchronisiert Ressourcen, Prozesse und Informationen. Damit können die Abläufe in der gesamten Gesundheitseinrichtung nahtlos geplant werden, und zwar unabhängig von ihrer Größe.
  • Computerized Physician Order Entry (CPOE, computergestützte ärztliche Leistungsanforderung) – Mit Anforderungssets und klinischer Entscheidungsunterstützung bietet diese Komponente Ärzten die Möglichkeit, die medizinische Versorgung elektronisch zu steuern. Auf diese Weise werden Fehler vermieden und Behandlungszyklen verkürzt.
  • Point of Care Decision Support (Klinische Entscheidungsunterstützung) – Dieses revolutionäre Werkzeug selektiert auf Basis aller zur Verfügung stehenden medizinischen Informationen die sinnvollsten Handlungsalternativen und schlägt sie dem Entscheider vor.
  • Vorausgefüllte Anforderungssets – Diese Starter-Sets, die auf dem Point of Care Decision Support basieren, schlagen dem Arzt Alternativen für klinische Entscheidungen und Leistungsanforderungen vor, die er entweder übernehmen oder ändern kann.
  • Medikationsmanagement – Diese Funktion unterstützt den gesamten Prozess der Medikation, von der Verordnung über die Bestandskontrolle, Abgabe und Verabreichung bis hin zur Dokumentation. Der Einsatz von Barcodes erhöht die Sicherheit der Medikation, verringert die Fehlerhäufigkeit und verbessert das Medikationsmanagement.
  • Dokumentationstools – Interdisziplinäre Behandlungspläne können während des gesamten Klinikaufenthalts eines Patienten verfolgt und evaluiert werden. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Behandlungsteams gefördert.
  • Medizinisches Warnsystem – Ein integriertes Regelmodul unterstützt Pflegepersonal und Ärzte bei Entscheidungen zu kritischen und auffälligen medizinischen Sachverhalten. Durch integrierte Verarbeitungsalgorithmen werden Warnungen oder ein Alarm für den behandelnden Kliniker erzeugt. Auslöser können zum Beispiel fehlerhafte Verordnungen oder unübliche Diagnosen sein.
  • Abrechnung und Fakturierung – Das Abrechnungsmodul sorgt für ein schnelles und fehlerfreies Abrechnungsmanagement. Es berücksichtigt alle denkbaren Abrechnungsfälle wie stationäre und ambulante Patienten, Tagespatienten, Privatpatienten oder Berufsunfälle. Länderspezifische Abrechnungsmodalitäten wie die Abrechnung auf DRG-Basis sind als typische Abrechnungsmethoden nach Patientenklassifikation integriert. Während des Abrechnungsprozesses werden die für die Rechnungslegung erforderlichen Unterlagen automatisch erstellt.
  • Vertragsmanagement – Dieses Tool ermöglicht die effiziente Gestaltung und Abrechnung von Behandlungsplänen und -verträgen.
  • Forderungsbearbeitung und Mahnwesen – Diese Funktion unterstützt die Einleitung und Weiterverfolgung der Forderungsbearbeitung sowie die automatische Überleitung in den Mahnprozess nach definierten Regeln. So werden Forderungen schnell bearbeitet und zeitnah an alle Einrichtungen weitergeleitet, die am Bearbeitungsprozess beteiligt sind.
  • Elektronische Kommunikation mit Kostenträgern – Während des gesamten Abrechnungsprozesses ist eine einfache und offene Kommunikation zwischen den medizinischen Einrichtungen und Kostenträgern wichtig. Abrechnungsinformationen werden schnellstmöglich übermittelt, um dem Kostenträger eine vollständige Dokumentation zur Verfügung zu stellen. So hat er ausreichend Zeit, um möglicherweise fehlende Daten anzufordern.
  • Fallkostenkalkulation – Alle Kosteninformationen zu einem Fall werden gesammelt, addiert und mit dem Umsatz verglichen, den die Klinik mit diesem Fall erzielt. Die anschließende Rentabilitätsanalyse liefert die Basis für weitere Prozessverbesserungen.
  • Business Intelligence – Berichte und Analysen verbinden klinische, administrative und finanzielle Daten. Sie bieten Unterstützung sowohl bei der Prozessanalyse als auch beim Soll-Ist-Vergleich definierter Kennzahlen.
  • Customer Relationship Management – Mit dieser Lösung können Geschäftsprozesse auf Patienten, Ärzte und andere wichtige Zielgruppen abgestimmt werden.
  • Enterprise Resource Planning – Umfasst Funktionen für betriebswirtschaftliche Analysen, Finanzwesen, Personalmanagement, operative Abläufe und Unternehmensdienstleistungen.

Technologisch bietet die gemeinsame Siemens Soarian und SAP Healthcare Lösung folgende Möglichkeiten:

  • Workflow-Engine – Die System–Architektur umfasst eine Workflow-Engine, die klinische und administrative Aufgaben steuert und wichtige Informationen bereitstellt. So erhalten Ärzte und Pflegepersonal zum einen alle für eine medizinische und pflegerische Entscheidung erforderliche Angaben; zum anderen werden konkrete Vorschläge für mögliche Folgemaßnahmen unterbreitet. Auf diese Weise können manuelle Aufgaben reduziert und Abteilungsgrenzen aufgehoben werden. Ziel ist es, der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Aufgaben zuzuweisen und dabei bereits Reihenfolge und Zeitpunkt der Folgeschritte festzulegen.
  • Einheitliche, portalbasierte Benutzungsoberfläche – Ein Portal ist ein Web-Tool, das sich mit Workflow-Werkzeugen integrieren lässt. Portale können individuell an die Anforderungen von Controllern, Verwaltungsangestellten, Ärzten und des Pflegepersonals angepasst werden.
  • Integrierte Autorisierung und Authentifizierung – Diese Funktion stellt sicher, dass nur autorisierte Benutzer auf Prozesse und Daten zugreifen können. Durch die Integration ist dafür lediglich eine einmalige Anmeldung erforderlich.
  • Offene Infrastruktur – Die Lösung basiert auf der SAP Enterprise Services Architecture (SAP ESA) und vereint die Vorzüge einer Unternehmensanwendung mit der Flexibilität, der Anpassungsfähigkeit und den offenen Standards einer SOA. All diese Eigenschaften ermöglichen es, die Gesamtkosten des IT-Systems (TCO) zu verringern.
  • Geschäftsprozess-Management und Exchange-Infrastruktur – Mit Hilfe dieser Funktion können Gesundheitseinrichtungen neue, innovative Prozesse implementieren und ihre Altsysteme integrieren.
  • Mobile Infrastruktur – Ärzte können überall und jederzeit auf Informationen zugreifen, Entscheidungen treffen und die Behandlung von Patienten ohne Zeitverlust einleiten.
  • Collaboration Services – Mit Hilfe dieser Services lassen sich „virtuelle Büros “ für Teams oder Arbeitsgruppen einrichten. Sie bieten den Nutzern einen sicheren Zugriff auf die erforderlichen Informationen und Anwendungen und ermöglichen die vollständige Integration von Fremdsystemen.

Mit Hilfe der Siemens Soarian und SAP Healthcare Lösung können Gesundheitsversorger abteilungsübergreifende Geschäftspläne und detaillierte Finanzanalysen erstellen, Bilanzierungs- und Buchhaltungsvorschriften problemlos umsetzen und ihr Personalmanagement optimieren. So lässt sich ein effizientes Patientenmanagement aufbauen; gleichzeitig werden die papierbasierten Arbeitsabläufe reduziert. Zudem können die Diagnose- und Therapieleistungen besser koordiniert, Arbeitslasten sinnvoller verteilt und die Behandlungspläne einfacher verwaltet werden.
Auch Kommunikationsprozesse werden beschleunigt und die Fallkostenkalkulation, Beschaffung und Logistik, die Wartung und Pflege technischer Einrichtungen und viele andere Geschäftsprozesse effektiver unterstützt.
Die Siemens Soarian und SAP Healthcare Lösung integriert die bestehende IT-Infrastruktur auf Basis SAP NetWeaver, einer umfassenden Integrations- und Applikationsplattform. Sie unterstützt Internetstandards wie HTTP und XML und garantiert Offenheit und Interoperabilität. SAP NetWeaver bildet die Grundlage der SAP Enterprise Services Architecture (SAP ESA) – das ist gewissermaßen der Bauplan der SAP für SOA – und ermöglicht das Zusammenspiel heterogener Technologien in einem integrierten System für das Gesundheitswesen.
Siemens und SAP bündeln ihre hohe IT-Kompetenz, umfangreiche Erfahrungen und einen engagierten Kundenservice, damit Gesundheitseinrichtungen signifikante Produktivitätsverbesserungen erzielen und die Total Cost of Ownership (TCO) ihrer IT-Systeme senken können.

Alexander Fischer

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