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SAP und Microsoft: vertrauensvolle Cloud-Begleitung

Feature | 30. November 2017 von Paul Taylor 1 Hot Story

Mit dem Ausbau ihrer Partnerschaft gehen SAP und Microsoft auf Kundenwünsche ein und unterstützen die Verlagerung zentraler IT-Prozesse in die Cloud.

Immer mehr Unternehmen verlagern geschäftskritische Systeme in die Cloud, um von den Vorteilen der Digitalisierung zu profitieren: bessere Kundenziehungen, selbständiger agierende Mitarbeiter, optimierte Abläufe, zukunftsfähige Geschäftsmodelle sowie neue Produkte und Dienstleistungen. Trotzdem bleibt es nicht aus, dass sie Altsysteme und mögliche Software- und Hardwareinkompatibilitäten berücksichtigen müssen. Oft gilt es, Sicherheitsfragen zu klären sowie widersprüchliche Ratschläge von Beratern und anderen Experten richtig einzuordnen. Nicht selten sehen sich Unternehmen beim Umstieg in die Cloud mit Zeitproblemen konfrontiert sehen. Darüber hinaus befürchten sie, sich auf einen bestimmten Anbieter festlegen zu müssen.

Und das ist längst noch nicht alles. Für den Vorstand und die Aktionäre ist eine sichere Eigenkapitalrendite relevant. Führungskräfte und Bereichsleiter interessieren sich dafür, ob die neuen Systeme die Fachabteilungen insofern auch darin unterstützen können, dass diese innovativer agieren und noch wettbewerbsfähiger werden.

„Unternehmen weltweit müssen damit umgehen können, dass die Digitalisierung immer schneller voranschreitet. Denn eine zuverlässige und flexible IT-Infrastruktur kann darüber entscheiden, ob eine Firma Kunden gewinnt oder verliert“, so das IT-Markforschungsunternehmen IDC. „Die bahnbrechende Agilität, Flexibilität, Einfachheit sowie die Leistungsfähigkeit von Cloud Computing veranlasst Unternehmen dazu, Wege zu finden, Cloud-Funktionen und Subskriptionsmodelle einzuführen. Hybrid-Cloud-Bereitstellungen sind der neue Standard.“

Auf dem weltweiten Markt für Cloud-IT wurden 2015 180 Milliarden US-Dollar umgesetzt und diese Zahl soll bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent auf 390 Milliarden US-Dollar steigen. Im gleichen Zeitraum wird Bain & Company zufolge für SaaS-basierte Anwendungen (Software as a Service) und IaaS/PaaS-Modelle (Infrastructure/Platform as a Service) eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 18 Prozent beziehungsweise von 27 Prozent prognostiziert.

Mehr Tempo, bitte!

Für viele Führungskräfte vollzieht sich dieser Wandel jedoch nicht schnell genug. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner wünschen sich 67 Prozent der CEOs, dass ihre Unternehmen mit dem digitalen Wandel rascher vorankommen. Außerdem benötigen sie Unterstützung, wenn sie ihre Digitalisierungsprozesse beschleunigen und gleichzeitig sinnvolle Veränderungen bewirken wollen. Daneben brauchen sie auch eine Roadmap, Leitlinien und die Gewissheit, dass sie durch den Weg, den sie eingeschlagen haben, echten Mehrwert schaffen und die erforderliche Flexibilität, Agilität und Innovationsfähigkeit erhalten, um in der digitalen Welt bestehen und erfolgreich sein zu können.

In erster Linie suchen sie nach vertrauenswürdigen Beratern und Verkäufern, die ihnen bei der Aufnahme der Anforderungen zuhören, ihr Unternehmen verstehen und mit ihnen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Auf diese Weise wird eine sinnvolle Basis geschaffen, um Probleme zu lösen, neue Möglichkeiten zu erschließen und gemeinsame Innovationsprojekte anzugehen.

Für Anbieter von Software und IT-Services wie Microsoft und SAP, die vor Kurzem die Erweiterung ihrer Kooperation bekanntgegeben haben, stellt dies eine große Chance dar. Der Ausbau der Partnerschaft ist zugleich ein Gewinn für beide Seiten. Die Unternehmen blicken auf eine langjährige Partnerschaft zurück, wobei über 37.000 gemeinsame Kunden von den Erfahrungen beider Firmen profitieren. So konnten SAP-Kunden in den vergangenen zwei Jahren die In-Memory-Datenbank SAP HANA auf Microsoft Azure verwenden. Außerdem hat SAP seine Produkte wie etwa das Reise- und Spesenmanagementsystem Concur und die HR-Software SuccessFactors an Office 365 angebunden. Ziel ist es, Kommunikations- und Kalenderfunktionen, Features zur Zusammenarbeit sowie weitere Tools in Office 365 direkter in SAP-Toolsets zu integrieren und umgekehrt.

Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft wird Microsoft zur Unterstützung seiner internen Finanzprozesse außerdem SAP S/4HANA in Azure bereitstellen. Die SAP migriert im Gegenzug mehr als ein Dutzend geschäftskritische Systeme auf Azure, um von der Effizienz, Flexibilität und Innovationsfähigkeit der Plattform zu profitieren. Die Migration betrifft unter anderem auch das SAP-S/4HANA-System, das eines der Unternehmen unterstützt. Das interne Projektmanagementsystem von SAP läuft bereits auf Azure; der Rest der Migration soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Microsoft baut derzeit seine bestehenden Finanzsysteme um, die auch ältere SAP-Finanzanwendungen umfassen, und wird dabei SAP S/4HANA Central Finance in Azure implementieren. Zusätzlich plant Microsoft die Anbindung von SAP S/4HANA an Azure-Services für künstliche Intelligenz und Analysen, um Finanzberichte effizienter erstellen zu können und die Entscheidungsunterstützung entscheidend zu verbessern. Beide Unternehmen werden die internen Projekte dokumentieren, um ihren Kunden Leitlinien und eine Unternehmensarchitektur zur Implementierung von SAP-Anwendungen in Azure an die Hand geben zu können. Die Roadmap, die in diesem Zusammenhang entsteht, wird einen Blueprint für Kunden beinhalten, die eine ähnliche Umstellung planen, und wird diese in ihrem Vorhaben noch bestärken.

Wahlfreiheit muss sein

SAP zufolge ist es dank der Partnerschaft einfacher und schneller für Kunden, ihre SAP-Anwendungen auf die Cloud-Plattform von Microsoft Azure zu verlagern. Gleichzeitig betonen Führungskräfte beider Seiten, dass sich Kunden für diejenige Public-Cloud-Plattform entscheiden sollen, die ihren Anforderungen bestmöglich gerecht wird. Denn die Kunden möchten selbst bestimmen, welchen Cloud-Infrastruktur-Anbieter sie wählen. Wahlfreiheit und Neuerungen in der Cloud – diese Dinge wird SAP weiterhin über seine Cloud-Innovationspartner unterstützen.

Kaum jemand zweifelt daran, dass cloudbasierte Lösungen bald im Infrastrukturportfolio sämtlicher Kunden mehrheitlich vorkommen werden. Für Unternehmenskunden ist jedoch der Weg dorthin häufig genauso wichtig wie das Ziel. „Letztlich möchten wir nicht nur hervorragende Anwendungen in der Cloud bereitstellen, sondern auch die Umstellung auf die Cloud so einfach wie möglich gestalten, indem wir Wahlfreiheit und Flexibilität bieten“, sagt Arlen Shenkmen, der den Bereich Global Business Development and Ecosystems bei SAP leitet und den jüngsten Ausbau der Partnerschaft mit Microsoft kommentiert. „Nun machen wir für unsere Kunden wieder einen Schritt in diese Richtung, um ihnen einen sicheren und zuverlässigen Weg in die Cloud zu ermöglichen.“

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