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Mit dem Zeitgeschmack gehen

Feature | 23. Juni 2016 von Ryan Somers 0

Wie verkaufen sich Minzbonbons und welche Schokolade ist künftig angesagt? Der Süßigkeiten-Hersteller Hershey setzt auf SAP S/4HANA, um Trends im Süßwarenmarkt vorherzusehen.

Wussten Sie, dass der erste Hershey-Schokoladenkuss schon im Jahr 1905 vom Band rollte? Und dass die in Silberpapier eingewickelten Milchschokoladetropfen mittlerweile so beliebt sind, dass jedes Jahr am Valentinstag fast 1,5 Milliarden davon verkauft werden?

The Hershey Company wurde im Jahre 1894 gegründet und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt und modernisiert, um mit dem Zeitgeschmack zu gehen. Heute ist Hershey einer der weltweit führenden Hersteller von Süßwaren, darunter Schokolade, Süßigkeiten, Minzbonbons und andere leckere Kleinigkeiten für zwischendurch.

Hershey hat sich stets weiterentwickelt und modernisiert, um am Ball zu bleiben.

Das Unternehmen besitzt heute mehr als 80 Marken auf der ganzen Welt, mit dem es jährlich einen Umsatz von 7,4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Hershey’s, Reese’s, Kisses, Jolly Rancher, Ice Breakers und Brookside sind nur einige der beliebten Produkte. Der Süßigkeiten-Hersteller konzentriert sich auf sein Kerngeschäft und erweitert sein Portfolio immer wieder mit neuen kleinen Köstlichkeiten.

Milton Hershey, Gründer des Unternehmens, verfolgte zeitlebens die Devise, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man auch Gutes tut. Das Unternehmen folgt dem Vermächtnis des Firmengründers und widmet sich ganz den Kunden, der Gesellschaft und den Kindern. Es ist stolz darauf, sozial verantwortlich und umweltverträglich zu agieren. Um jedoch weiter auf Kurs bleiben zu können, musste das Unternehmen sowohl mehr in seine Mitarbeiter als auch in neue Systeme investieren. Die Neuerungen sollten Hershey helfen, Daten und Analysen besser für Entscheidungen nutzen zu können und neue Marken aufzubauen.

Markttrends haben großen Einfluss

Insbesondere drei Trends bestimmen heute den Lebensmittelmarkt:

  • Es entstehen neue global agierende mittelständische Unternehmen, die es Firmen ermöglichen, geografisch zu expandieren.
  • Verbraucher denken heute mehr darüber nach, was sie essen: Sie wollen wissen, was die Lebensmittel enthalten, die sie kaufen, woher sie kommen und wie sie hergestellt werden.
  • Aufgrund des digitalen Wandels wächst der Bereich Business-to-Consumer stetig, sodass sich viele neue Möglichkeiten für Ertragssteigerungen bieten.

Die Herausforderungen

Hershey macht bereits viel richtig. Durch seine in die Jahre gekommene, zusammengestückelte ERP-Landschaft aus den 1990er Jahren konnte das Unternehmen die neuen Marktchancen allerdings nicht wirklich nutzen. Die Expansionspläne von Hershey ließen sich damit nicht realisieren. Außerdem gestaltete es sich zunehmend schwieriger, wichtige Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen und diese letztlich auch zu nutzen. Die IT-Abteilung konnte nicht mehr mit dem Wandel im Unternehmen mithalten und war beim Reporting weitestgehend auf Offline-Datenverarbeitung angewiesen. Man verbrachte also mehr Zeit damit, Daten von gestern auszuwerten als Prognosen für die Zukunft zu erstellen.

Das große Plus: Unternehmensvernetzung

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JP Bilbrey, CEO von Hershey

Hershey kam zu dem Schluss, dass alle diese Herausforderungen nur mit einem modernen ERP-System gelöst werden können, und beschloss, dieses Vorhaben mit seinem langjährigen Partner SAP zu realisieren.

Hershey: Wir wollen mit SAP S/4HANA die Vernetzung unseres Unternehmens vorantreiben.

JP Bilbrey, CEO von Hershey, stellte in seinem Vortrag auf der diesjährigen SAP-Kundenkonferenz SAPPHIRE-NOW fest: „Das Geschäft ändert sich, der globale Markt ändert sich und auch die Vorlieben der Kunden ändern sich. Wir haben uns für SAP S/4HANA entschieden, denn damit können wir Daten, Tools und Prozesse integrieren. Dies wird uns Mehrwert bringen und helfen, die Vernetzung unseres Unternehmens voranzutreiben.“

Die Vernetzung bei Hershey soll Mitarbeiter und Partner in die Lage versetzen, jederzeit und überall kontextspezifische Daten zu erhalten. Daten aus sämtlichen Unternehmensbereichen können dadurch ausgewertet und für Entscheidungen herangezogen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, konzentriert sich Hershey auf drei Hauptbereiche:

  • Process to Process: Kernprozesse über das gesamte Unternehmen hinweg optimieren, um den Informationsfluss und Auswertungen effektiver zu gestalten
  • People to Process: Die richtigen Mitarbeiter mit den richtigen Prozessen verbinden, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern
  • People to People: Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit fördern (zum Beispiel durch soziale Tools für die Zusammenarbeit)

Durch die Einführung des neuen ERP-Systems kann Hershey künftig Echtzeitanalysen und Prognosemodelle erstellen und sich dadurch Wettbewerbsvorteile verschaffen. Aber auch revolutionäre technische Neuerungen wie künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen rücken in Reichweite, um der Konkurrenz weiterhin einen Schritt voraus zu sein. So wie Hershey seine Produkte kontinuierlich weiterentwickelt hat, um mit dem Zeitgeschmack zu gehen, ist nun auch die IT-Landschaft auf dem neuesten Stand.

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Dieser Artikel erschien ursprünglich auf SAP Business Trends.

Foto: Shutterstock

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