Mit neuen Perspektiven zu erfolgreichen Geschäften

Feature | 7. September 2005 von admin 0

Die Unternehmensanalyse, das strategische Controlling und die strukturierte Bankenkommunikation kommen bei kleineren und mittleren Firmen häufig zu kurz. Das fand eine 2004 durchgeführte Untersuchung des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre (Controlling) an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster heraus. Erstaunlich, denn es liegt im Interesse gerade mittelständischer Unternehmen, sämtliche Informationen über die Geschäftsvorfälle mittels exakter Daten genau analysieren, bewerten und einordnen zu können. Nur mit aussagekräftigen Zahlen für den operativen sowie den strategischen Bereich (Liquiditäts- bzw. Investitionsplanung zum Beispiel für Einkauf/Beschaffung, Produktion) lassen sich richtige Schlussfolgerungen für das künftige Agieren am Markt ziehen.

Prozessorientiertes Controlling ist Trumpf

Das aber setzt die nahtlose Verbindung einer leistungsstarken und modernen Controlling-Software mit einer zukunftsfähigen betriebswirtschaftlichen Standardlösung voraus – egal in welcher Branche. „Die bob Controlling Suite mit SAP Business One zu verknüpfen war für uns daher die logische Konsequenz“, sagt Reinhard Oborski, der Geschäftsführer des SAP Solution Partners bob Systemlösungen (bob).
Die vollständige Einbindung der bob Controlling Suite in die SAP-Standardsoftware mittels SDK (Software Development Kit) bietet in seinen Augen gleich mehrere Vorteile: Die Anwender gelangen über die Standard-Menüstruktur von SAP Business One sofort in die Controlling-Lösung und können deren Funktionen voll nutzen. Das gilt umgekehrt auch für den „Rücksprung“ in die SAP-Lösung. Zudem liefert die bob Controlling Suite dank der, so Reinhard Oborski, „nahtlosen Integration“ umfassende, ständig aktualisierte und zeitnahe Analysen, um die in SAP Business One genutzten Geschäftsprozesse (Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, Produktion, Rechnungswesen) zu analysieren, zu bewerten und zu steuern.
Hierfür stattete der Erftstädter SAP Solution Partner die bcs mit vielfältigen Funktionen aus, unter anderem zu Deckungsbeitrags- und Abweichungs-Analysen, Soll/Ist- sowie Ist/Ist-Vergleichen, Profitcenter- und Projektanalysen, zur Kostenträgerrechnung und der kompletten Unternehmensplanung.

Transparenz in allen Bereichen

Die Lösung übernimmt alle Merkmale wie Artikel, Artikelgruppen, Kunden, Gebiete, Vertreter aus SAP Business One. Diese Merkmale dienen als Kennzeichen, um das komplette Datenmaterial in der bcs zu strukturieren. Sämtliche Informationen sind überdies in jedem Unternehmensbereich, sei es Vertrieb, Einkauf, Lagerhaltung, Produktion oder Rechnungswesen, verfügbar. Die Prozesskostenrechnung ermöglicht die Darstellung des Unternehmenserfolges nach Kunden-, Artikel- und Gebietsstrukturen. Das wiederum stellt die Voraussetzung her, um effektive Benchmarks mit Markt- und Wettbewerbsdaten durchzuführen. Die wesentliche Komponente hierfür ist das Gebietsmarketing.
Die bob-Lösung unterstützt darüber hinaus alle Verfahren eines effektiven Gemeinkostencontrollings, Kostenstellenanalysen und Umlagen- und Leistungsverrechnungen. Besondere Vorzüge hat die bcs für Unternehmen, die Ergebnisse aus verschiedenen Tochter-Firmen zu einem Gesamtergebnis konsolidieren müssen. Mittels übersichtlicher Berichte lassen sich einzelne Kostenstellen über mehrere Berichtsperioden hinweg (beispielsweise monatlich oder pro Quartal) oder mehrere Kostenstellen innerhalb einer Periode vergleichen. So kann das Management beim Periodenabschluss entscheiden, ob eventuell verbleibende Belastungen einer Kostenstelle paritätisch auf die einzelnen Träger umgelegt werden. „Die Berichte sorgen außerdem für durchgängige Transparenz, denn sie spiegeln die Entwicklungen in den einzelnen Unternehmensbereichen wider“, erklärt Reinhard Oborski. Gleichzeitig stellen sie die Basis für komplexe Planszenarien dar (mehrjährig, unterjährig, rollierend, nach Saisonkurven, Budgetierung, Preisfindung etc.), welche die bob Controlling Suite auf jeder beliebigen Ebene eines Unternehmens abbildet.

Gießkannenprinzip ade

Oborski verdeutlicht die Einsatzmöglichkeiten anhand eines Beispiels: Der Vertrieb steuert sein operatives Geschäft mit Informationen über Deckungsbeiträge. Dafür liefert die bcs in Verbindung mit einer Geodatenbank neben den üblichen Kennzahlen auch wichtige geografische Informationen darüber, welche Produkte in welchen (regionalen) Märkten zu welchen Konditionen verkauft werden. Die relevanten Informationen werden grafisch dargestellt (beispielsweise nach PLZ-Gebieten) und geben Aufschluss über den Stand des eigenen Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb sowie über mögliche Verkaufspotenziale. Daraus lassen sich dann zielgerichtete (Direkt-)Marketingstrategien samt den entsprechenden Werbe- und Verkaufsaktionen entwickeln. Exakte Auswertungen und die daraus resultierende punktgenaue Ansprache der Zielgruppen ermöglichen den Unternehmen den fokussierten, effizienten und kostensparenden Einsatz ihrer Ressourcen – Werbemaßnahmen nach dem Gießkannenprinzip gehören so der Vergangenheit an.
Die bob Controlling Suite macht es zudem möglich, auch spezielle Anforderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten – beispielsweise die Abrechnung mit dem Dualen System Deutschlands oder der GEMA – zu erfüllen.

Schnell eingeführt, leistungsfähig und einfach bedienbar

Trotz der umfangreichen Funktionalitäten kann die bob Controlling Suite schnell und damit kostengünstig installiert und leicht an individuelle Bedürfnisse und branchenspezifische Anforderungen – etwa von Handel, Fertigungs- oder Dienstleistungsbetrieben – angepasst werden. Oborski rechnet mit einer durchschnittlichen Einführungszeit von rund zehn Tagen inklusive eines Workshops, in dem die Controlling-Anforderungen spezifiziert werden, des Prototyping, der Testphase sowie der eigentlichen Implementierung. „Da die bcs als leistungsfähiges Business Information Warehouse die gleiche Datenbasis wie SAP Business One benötigt, ist keine zusätzliche Hardware erforderlich. Die Suite läuft auf dem SAP-Business-One-Server“, verdeutlicht er. Als Clients genügen die gängigen Arbeitsplatzrechner. Eine Mindestuserzahl gibt es nach Darstellung von Oborski nicht. In Verbindung mit SAP Business One sind es „durchschnittlich jedoch zwischen drei und fünf Nutzer“. Auch der Schulungsaufwand hält sich in Grenzen, denn die Software ist extrem anwenderfreundlich. Das liegt unter anderem an der vollständigen Integration in das „Look and Feel“ von SAP Business One, der Möglichkeit, historische Daten einfach und komfortabel zu übernehmen, an den übersichtlichen grafischen Auswertungen (zum Beispiel für das Geomarketing) oder dem Zugriff über ein einheitliches Berechtigungskonzept (Single-Sign-On).
„Mit der bob Controlling Suite und SAP Business One liefern wir die ideale Verbindung zwischen einer modernen und zukunftsfähigen Geschäftssoftware und einer wirkungsvollen Controlling-Lösung“, so Reinhard Oborski abschließend. „Das eröffnet Mittelständlern neue Perspektiven, um bereits heute die Geschäfts von morgen erfolgreich zu steuern.“

Weitere Informationen:

www.bobsys.com

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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