Sechsmal schneller fertig

Feature | 29. Juli 2013 von Shoba Sivakumar 0

Foto: Sergey Nivens/Fotolia.com

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Wie eine neue Studie von McKinsey zeigt, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein, damit Unternehmen ihre Daten und Analysen maximal ausschöpfen können. Zunächst müssen Unternehmen in der Lage sein, die richtigen Daten auszuwählen und verschiedene Datenquellen zu verwalten. Zweitens müssen sie die Fähigkeit besitzen, fortgeschrittene Modelle zu entwickeln, die Daten in aussagekräftige Informationen umwandeln. Drittens – und das ist zugleich der entscheidende Punkt – muss das Management ein Transformationsprogramm durchführen, um aus Erkenntnissen effektive Handlungen abzuleiten.

USHA brauchte Unterstützung in allen drei oben genannten Bereichen, um die dringend erforderliche Umgestaltung seines Daten-Datenbank-Analyse-Zyklus zu realisieren. Das Transformationsprojekt stand unter Leitung von Subodh Dubey, Senior Vice President und CIO im Konzern USHA International Limited.

Für schnellere Analyse: SAP NetWeaver BusinessWarehouse powered by SAP HANA

Ob Nähmaschinen oder Deckenventilatoren, die Produkte von USHA sind in fast jedem indischen Haushalt vertreten. Um auch in Zukunft weiter erfolgreich zu sein, wollte USHA seine Berichte und Analysen verbessern. So verließ man sich auf seinen langjährigen Softwarepartner SAP und USHA implementierte SAP NetWeaver Business Warehouse powered by SAP HANA in zahlreichen Niederlassungen in Indien, in den verschiedenen Geschäftsbereichen sowie im Vertrieb und Marketing, um die Datenanalyse zu beschleunigen.

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Mit seiner bisherigen Datenbank konnte USHA Analyseergebnisse nicht schnell genug abrufen. „Bei der Analyse unserer traditionellen Datenbank stellten wir fest, dass es zahlreiche Probleme mit der Benutzerakzeptanz gab und dass Business Intelligence, BI, im Unternehmen auch zwei Jahre nach der Implementierung unseres BI-Systems nicht genutzt wurde“, erklärt Dubey.

Dabei gab zwei wesentliche Probleme: die Navigation und den erforderlichen Zeitaufwand. Statt die Daten aus dem BI-System zu extrahieren, erstellten die Mitarbeiter Berichte in Excel, weil der Abruf der Analysedaten zu lang dauerte. So luden sie die Daten aus dem SAP-Transaktionssystem herunter und übertrugen sie in Excel-Tabellen, die dann zu Berichterstattung an das Management genutzt wurden. Laut den Anwendern ging das viel schneller und leichter, als einen Bericht aus der BI-Anwendung heraus zu erstellen.

Bis zu acht Stunden: Standortbezogene Berichte dauern zu lange

Um einen Überblick über den gesamtindischen Vertrieb zu erhalten, mussten die Mitarbeiter außerdem standortbezogene Berichte oder Bestandseinheiten analysieren. Das System brauchte hierfür meist eine Stunde, in einigen Fällen sogar sieben bis acht Stunden. Als Vertriebsorganisation benötigte USHA darüber hinaus Informationen in Echtzeit.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: 75-prozentige Auslastung von SAP HANA

Das waren die zentralen Fragestellungen bei USHA – und der Grund für den Wechsel zu SAP HANA. „Wir waren auf der Suche nach einem System, das den Datenabruf beschleunigt und Informationen in Echtzeit oder wenigstens beinahe in Echtzeit bereitstellt“, fügt Dubey hinzu.

USHA hatte von den Innovationen der SAP gehört und entschied sich daher, mit SAP zusammenzuarbeiten und SAP HANA als Architektur für die Verarbeitung analytischer Daten einzusetzen. Die beiden Unternehmen definierten auch gemeinsam den Prozessablauf, um die Schnelligkeit der Datenanalyse zu erhöhen und bessere Entscheidungsprozesse zu ermöglichen, die das Wachstum des Unternehmens unterstützen sollten.

SAP HANA: Auf bestehendes SAP BI zurückgreifen

Die Implementierung des neuen Systems bei USHA dauerte nur drei Monate und der neue Prozess konnte innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden. Hierbei war es hilfreich, dass USHA bereits über BI-Software verfügte. Daher konnte man auf die vorhandenen Berichte auf Basis von SAP BI zurückgreifen. Für den Produktivstart wurden ungefähr 300 Anwender umfassend für SAP HANA geschult – mit ungefähr 70 bis 72 Schulungseinheiten in ganz Indien. USHA investierte ungefähr 10 Mio. Rupien (ca. 125.000 €) in das gesamte Projekt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mit SAP HANA statt 14 nur noch zwei Stunden für Berichte

Das Unternehmen verspricht sich durch SAP HANA einen höheren ROI. Dubey betont den Mehrwert, der sich jetzt nach der Implementierung deutlich zeigt. „Wir erleben gerade mehrere Veränderungen. Erstens: schnellerer Datenabruf; zweitens: schnelleres Datenladen; und drittens problemloses Erstellen von Berichten für ganz Indien. Die vermehrte Nutzung von BI hat zu einer 75 bis 80%igen Auslastung von SAP HANA geführt. Dies hat die Produktivität bei der Erstellung von Berichten erhöht und den damit verbundenen Zeitaufwand deutlich verringert. Für die Nutzer bedeutet das einen höheren Komfort und mehr Sicherheit in Bezug auf die Daten.“

Auch Zeit und Aufwand der 300 Anwender haben sich verringert. Den größten Nutzen verzeichneten dabei Mitarbeiter in der Logistikkette, im Vertrieb und in der Beschaffung. Wie die Analyse zeigte, brauchten sie zuvor pro Woche 13 bis 14 Stunden für die Erstellung ihrer Berichte; dies hat sich jetzt auf wöchentlich zwei Stunden reduziert.

SAP HANA bei USHA in aller Kürze

–          Problem: USHA wollte interne Berichte schneller erstellen und die Effizienz durch einen schnelleren Datenzugriff erhöhen.

–          Lösung: Implementierung von SAP NetWeaver Business Warehouse powered by SAP HANA

–          Nutzen: Höhere Produktivität bei der Erstellung von Berichten bei erheblich geringerem Zeitaufwand

 

Dieser Text erschien erstmals in Dataquest – A Cyber Media Publication.

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