5 mobile Apps von SAP-Partnern

Feature | 20. September 2011 von Heather McIlvaine 0

Wir stellen Ihnen fünf Apps von SAP-Partnern vor, die auf SUP 1.5.5 entwickelt wurden (Grafik: grasundsterne)

Mit SUP 1.5.5 entwickelt: fünf Apps von SAP-Partnern stehen kurz vorm Release (Grafik: grasundsterne)

SAP und Sybase erwarten, dass 90 % aller mobilen SAP-Anwendungen von Partnern und unabhängigen Softwareherstellern entwickelt werden. Diese Entwickler werden voraussichtlich schneller als SAP Geschäftsanwendungen für bestimmte Branchen und Geschäftsbereiche hervorbringen.

Doch die Partner und unabhängigen Softwarehersteller, die vom großen Marktpotenzial der mobilen SAP-Anwendungen profitieren möchten, müssen sich zunächst mit der Entwicklung von Miniprogrammen auf der Sybase Unwired Platform (SUP) vertraut machen.

Um die Entwickler dabei zu unterstützen und zu schulen, hat SAP diverse Programme ins Leben gerufen. Eines dieser Programme wurde vom SAP Co-Innovation Lab (COIL) und der SAP Mobility Unit unter dem Namen PAdMA, Partner delivered Mobile Applications, durchgeführt. Folgende SAP-Partner haben teilgenommen: Accenture, AkaaRa, Arteria, SIGGA und WIPRO.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles über die von diesen Partnern entwickelten Apps:

Einzelheiten zum PAdMA-Programm und Informationen darüber, wo die Apps erhältlich sind, finden Sie am Ende des Artikels:

Managers check the data against business rules set in the SAP system (screenshot: Accenture)

Vorgesetzte gleichen Daten mit in SAP hinterlegten Firmenrichtlinien ab (Screenshot: Accenture)

Accenture: HCM Employee Lifecycle

Accenture hat eine Anwendung entwickelt, die einige der Defizite innerhalb der HR-Prozesse in Angriff nimmt. Beispielsweise können nicht automatisierte Personalprozesse zeitaufwendig und fehleranfällig sein. Zudem sind sie für die Anwender nicht transparent. Andererseits sind viele der automatisierten Prozesse nicht sehr anwendungsfreundlich.

Die App HCM Employee Lifecyle hat zum Ziel, die Personaleinsatzplanung in allen Branchen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Das Programm ist für das iPad mit iOS 4.2 oder einer höheren Version vorgesehen und hat eine moderne Oberfläche. HCM Employee Lifecycle ist kompatibel mit Erweiterungspaket 4 für SAP ERP HCM und SUP 1.5.5.

Die Anwendung führt Genehmigungsanfragen auf dem iPad aus und nutzt dabei Workflow-Benachrichtigungen. Angenommen ein Mitarbeiter möchte seine Arbeitszeit auf 80 % reduzieren. In diesem Fall stößt der direkte Vorgesetzte in der App einen Änderungsantrag an und sendet ihn an das Personalwesen. Hier werden die Änderungen in die Anwendung eingegeben und zur Genehmigung an den Bereichsleiter gesendet. Sobald der Antrag genehmigt ist, werden die neue Arbeitszeit und das Gehalt im SAP-System automatisch aktualisiert. Alle am Workflow beteiligten Personen werden über die Aktualisierung informiert.

Die Unternehmen profitieren nicht nur durch bessere Transparenz, weniger Fehler und schnellere Workflow-Prozesse, sondern auch durch Kosteneinsparungen, da im Backend die bestehenden HCM-Formulare verwendet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sofort geprüft werden kann, ob die Daten die im SAP-System hinterlegten Unternehmensrichtlinien erfüllen.

Darüber hinaus bietet Accenture mehrere Zugriffsmöglichkeiten auf die App: über mobile Kanäle oder die Lösung SAP Standard Portal. Anwender können sich so für die jeweils passende Möglichkeit entscheiden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: AkaaRa-App für Projektmanagement

Changes made in the app are updated automatically in the SAP system (screenshot: Accenture)

Änderungen in der App werden automatisch im SAP-System aktualisiert (Screenshot: Accenture)

The app is designed for devices running on Apple’s operating system (screenshot: AkaaRa)

Die App läuft auf Geräten, die Apples Betriebssystem verwenden (Screenshot: AkaaRa)

AkaaRa Consulting: Projektmanagement mit Project Insight

Die Anwendung von AkaaRa Consulting bietet Unternehmen ein verbessertes Projektmanagement, damit sie Projekte pünktlich und im Budgetrahmen durchführen können. Die größte Herausforderung für die Unternehmen ist die Kommunikationsbarriere zwischen den in der Zentrale online arbeitenden und den am Projektstandort befindlichen Mitarbeitern, die offline arbeiten.

Die Lösung Project Insight von AkaaRa Consulting erfüllt die Anforderung nach zeitnaher Sichtbarkeit und Kommunikation im Projektmanagement mit einer Reihe von Anwendungen sowohl für die externe Projektüberwachung in der Zentrale als auch die Vor-Ort-Begehung und Meldungserfassung am Projektstandort. Die Lösung bietet Miniprogramme für unterschiedliche Rollen – Projektmanager, Bauaufseher, Bauleiter und Qualitätstechniker –und für verschiedene Aspekte des Projektmanagements.

In der Demo zeigte AkaaRa Consulting, wie die App bei einer Begehung verwendet werden kann. Ein Mitarbeiter stellt einen Defekt an einem Bauteil fest und erfasst eine Meldung. An diese Meldung können Sie ein Foto, ein Dokument oder eine Audio-Notiz anhängen. Der Vorgesetzte, der die Meldung erhält, kann weitere Informationen erfassen, zum Beispiel den Zulieferer, der den Fehler repariert, den Fälligkeitstermin für die Reparatur, die Priorität und den Status. Hier finden Sie auch eine Übersicht über alle offenen Probleme, die in Kategorien wie „Qualitätssicherung“ und „Begehungen“ zusammengefasst sind.

Das ist ein Beispiel für das, was AkaaRa Consulting Ausführungsnachweis nennt. Durch die Automatisierung von Vorgängen wie Reparaturen, Materialwirtschaft, Begehungen und Ad-hoc-Beschaffung kennen die Unternehmen immer den aktuellen Projektstand in Bezug auf Budget und Zeitplan.

Diese App wurde für Apple iOS entwickelt und lässt sich in SAP ERP einbinden. Sie ist für den Einsatz in Bereichen wie Baubranche, Industriemaschinen, Bergbau, Öl und Gas, verarbeitende Industrie und Energieversorgung vorgesehen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Arteria-App für mobilen Außendienst

A behind-the-scenes view of the app in SAP ERP (screenshot: AkaaRa)

Ein Blick hinter die Kulissen der App auf SAP ERP (Screenshot: AkaaRa)

A view of the app on the iPad (screenshot: AkaaRa)

Die App auf dem iPad (Screenshot: AkaaRa)

IIn der mobilen Außendienstanwendung können die Vertriebsmitarbeiter Daten wie neue Aufträge, Auftragsstatus, aktuelle Produktpreise, Bestandsdaten und überfällige Rechnungen mit SAP ERP synchronisieren (Screenshot: Arteria)

IIn der mobilen Außendienstanwendung können Vertriebsmitarbeiter Daten wie neue Aufträge, Auftragsstatus, Produktpreise, Bestandsdaten und Rechnungen mit SAP ERP synchronisieren (Screenshot: Arteria)

Arteria: Mobile Sales Force Automation

Vertriebsmitarbeiter im Außendienst stellen recht eindeutige Anforderungen. Sie möchten den Kunden aktuelle Informationen liefern zu erteilten Aufträgen, Beständen und Produktpreisen sowie neue Aufträge von unterwegs erfassen.

Diese Anforderungen erfüllt Arteria mit der App Mobile Sales Force Automation (mSFA). Das Programm macht es den Außendienstmitarbeitern möglich, von überall in Echtzeit auf SAP ERP zuzugreifen. Die Anwendung eignet sich für Außendienstmitarbeiter aller Branchen und ist für den Einsatz auf dem BlackBerry vorgesehen.

Arteria demonstrierte den Einsatz der App an einem typischen Verkaufsszenario: ein Vertriebsmitarbeiter besucht einen Kunden. Er startet mSFA auf seinem BlackBerry und erhält die neuesten Informationen zu Auftragsstatus, Produktbestand und Produktpreisen aus dem SAP-System.

Außerdem kann er auf die Kundenauftragshistorie, das Kreditlimit und die Kontaktinformationen zugreifen. Der Auftrag wird auf dem BlackBerry erfasst und anschließend wird die App mit SAP ERP synchronisiert. Der Auftrag wird sofort im SAP-System angelegt. Informationen zu Lieferung, Warenausgang und Rechnungsstellung werden an das BlackBerry zurückgesendet.

Die Anwendung lässt sich in SAP ERP 6.0 einbinden und ist in sechs bis acht Wochen einsetzbar.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SIGGA-App für Arbeitsauftragsabwicklung

Mitarbeiter im Außendienst werden im Push-Verfahren über neue Serviceaufträge benachrichtigt (Screenshot: SIGGA)

Push-Nachrichten informieren den Außendienst über neue Serviceaufträge (Screenshot: SIGGA)

SIGGA: Abwicklung von Arbeitsaufträgen

SIGGA hatte sich vorgenommen, die Komponente SAP Plant Maintenance (PM) durch Automatisierung der Datenerfassung in SAP ERP und Mobilmachung des Außendienstes zu erweitern. Die aus diesem Vorhaben hervorgegangene Anwendung, SIGGA SM2 eignet sich für alle Branchen, in denen Instandhaltungsmitarbeiter im Außendienst arbeiten. Sie ist auf diversen mobilen Betriebssystemen einsetzbar.

Die Demo zeigt die Erstellung von Instandhaltungsaufträgen. Ein Mitarbeiter prüft in SAP PM einen Instandhaltungsauftrag, inklusive aller Aufgaben und Materialien. Anschließend öffnet er die SIGGA-Webanwendung, um den Auftrag an ein Mobilgerät zu senden.

Der Außendienstmitarbeiter erhält eine Push-Nachricht auf seinem Mobilgerät mit dem neuen Instandhaltungsauftrag. Sobald der Auftrag erledigt ist, können die in der App vorgenommenen Änderungen mit SAP ERP synchronisiert werden. Dort lassen sich auch Kosten, Status und die erledigten Arbeiten prüfen.

Die neue Version von SIGGA SM2 befindet sich in der Ramp-up-Phase. Sie soll in Q4 2011 verfügbar sein. Weitere Informationen über SIGGA und die aktuell verfügbare Version von SIGGA SM2 finden Sie im SAP Store.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: WIPRO-App für Zählerablesungen

WIPRO hat eine Zählerablesungsanwendung für Geräte entwickelt, die Windows Mobile OS verwenden (Screenshot: WIPRO)

WIPRO hat eine Zählerablesungsanwendung für Geräte mit Windows Mobile OS entwickelt (Screenshot: WIPRO)

WIPRO: Zählerablesung und Abrechnung

Die Ablesung ist für die Energieversorger ein zeitaufwendiger und datenintensiver Vorgang. Für die Abrechnung sind exakte Zählerstände entscheidend. In einigen Ländern wie Indien werden Zählerstände immer noch manuell erfasst, was zu Fehlern führen kann. Andererseits haben Länder, in denen die Zählerablesung bereits automatisiert erfolgt, die Zählerdaten noch nicht mobil gemacht. Denn die Zählerstände müssen immer noch manuell in das Backend-System heruntergeladen werden. WIPRO geht mit seinem Miniprogramm diese Schwachstellen an.

Die App für die Zählerablesung wurde nicht für branchenspezifische Geräte, sondern für das verbreitete Betriebssystem Windows Mobile entwickelt. Sobald der Zählerstand in der Anwendung erfasst wurde, werden die Daten im SAP-System in Echtzeit synchronisiert. Das Miniprogramm lässt sich für Offline-Szenarios einsetzen. In diesem Fall erfolgt die Synchronisierung, sobald eine Verbindung hergestellt ist.

Mit der App kann die Rechnung für die Kunden direkt während der Zählerablesung erstellt werden. Sie wird per SMS oder E-Mail gesendet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Übersicht über PAdMA und App-Verfügbarkeit


Übersicht über PAdMA und App-Verfügbarkeit

Das PAdMA-Programm sieht vor, den SAP-Partnern die technischen Aspekte der Entwicklung mobiler Anwendungen auf SUP nahezubringen. Die Partner lernen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Architekturmethoden während der Entwicklung ihrer mobilen Lösungen kennen. Das Programm unterstützt die Partner auch während der tatsächlichen Entwicklungsphase.

Derzeit sind viele der technischen Möglichkeiten von SUP kaum bekannt. Damit Entwicklerteams Apps wie die zuvor vorgestellten programmieren können, müssen Sie mit SAP und Sybase zusammenarbeiten.

„Die Akzeptanz hat gerade erst begonnen“, berichtet einer der Leiter des PAdMA-Programms. „PAdMA bietet Partnern und unabhängigen Softwareherstellern die Möglichkeit, eindrucksvolle mobile Lösungen mit dem letzten SUP-Release in einer kollaborativen Umgebung zu entwickeln. Gleichzeitig dient es dem Sybase-Team als Testfeld, um die Bedürfnisse und Ziele der Partner in Bezug auf Mobilität festzustellen.“

Das Programm sieht zwei Phasen vor. In Phase eins entwickelten Accenture, AkaaRa, Arteria, SIGGA und WIPRO Apps mit Offline- und Online-Unterstützung für SUP 1.5.5. Demos dieser Miniprogramme wurden auf der SAPPHIRE NOW in Orlando gezeigt.

Phase zwei begann im Juli mit sechs Partnern, die Anwendungen auf SUP 2.0 entwickeln. Diese eher leichtgewichtigen Apps werden voraussichtlich in Q3 auf SAP-Veranstaltungen wie TechEd und SAPPHIRE vorgestellt. Für Phase zwei ist eine Unterteilung in zwei Abschnitte im Gespräch.

Die Apps sollen über den SAP Store verfügbar sein. Die Partner können ihre Anwendungen jedoch auch selbst auf den Markt bringen.

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