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Auf dem Weg zum digitalen Campus

Feature | 27. Februar 2017 von Uta Spinger 2

Die saudi-arabische Universität KAUST will ihren Campus komplett auf mobile Services umstellen: Mit Hilfe von SAP Cloud Platform und Apple iOS sollen Apps zu Kursen, Veranstaltungen oder IT-Anfragen jederzeit und überall abrufbar sein.

Universitäten stehen heute im internationalen Wettbewerb um die klügsten und besten Köpfe. Um attraktiv für Top-Talente zu sein, ist es deshalb wichtig, sowohl eine angenehme Atmosphäre auf dem Campus zu schaffen, als auch optimale Forschungsstätten zu bieten.

Die King Abdullah University of Science and Technology, kurz KAUST, in Saudi-Arabien verfolgt genau dieses Ziel. Sie will die Top-Adresse in Forschung und Bildung für Wissenschaft und Technik sein und mit ihrem Wissenspool dazu beitragen, Lösungen für globale Herausforderungen der Menschheit zu finden. „Unsere Mission ist, die Universität attraktiv für brillante Forscher und Studenten zu machen, und zwar, indem wir die Studienbedingungen und das Leben auf unserem Campus so angenehm wie möglich gestalten. So kann sich die Forscherelite auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren: Zukunftstechnologien zu entwickeln, die das Leben der Menschen weltweit verbessern werden“, erklärt Abdulmajeed Serajuddin, Manager IT Enterprise Applications bei KAUST.

Der vernetze Campus: möglich durch Apple Apps

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, möchte die Universität ihren Studenten und Lehrkräften ausgezeichnete Services auf dem Universitätsgelände anbieten. Die meisten dieser Services sind derzeit zwar schon auf dem Desktop verfügbar, doch die Studenten hatten den Wunsch geäußert, diese Services auch mobil und zentral überall und jederzeit abrufen zu können.

Da eine zentrale Komponente der IT-Strategie von KAUST ist, alle Services via Cloud anzubieten, lag es nahe, die SAP Cloud Platform und das Software Development Kit (SDK) for iOS zu nutzen, um native Apple Apps zu entwickeln, die Studenten auf ihren Mobilgeräten nutzen können.

Dabei ist das IT-Team sehr froh über die Partnerschaft von SAP und Apple, die es ihnen ermöglicht, native Apple Apps auf der SAP Cloud Platform und SDK for iOS zu entwickeln. „Durch die SAP-Integration rechnen wir mit einer kürzeren Entwicklungszeit“, berichtet Rajneesh Pandey, Manager New Solutions und Enterprise Applications bei KAUST. „Wir werden zunächst SAP Fiori for iOS design nutzen, um die User Experience zu verbessern und dann mit Unterstützung unseres Partners Innovapptive alles im SDK for iOS implementieren.“

CampusLife Apps: einfacher Zugang zu allen Services

Die erste native iOS App ist in Planung und soll im Mai 2017 live gehen. Mit der MyCalendar genannten Apple App können Studenten künftig etwa nach Kursen suchen und sich einschreiben oder einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen der Universität bekommen. Sobald eine Veranstaltung dem Kalender hinzugefügt wird, versorgt die App den Nutzer mit weiteren nützlichen Informationen wie einer Karte und einer Wegbeschreibung. Dabei nutzt die App die nativen iOS-Funktionen wie Apple Maps, Geolocation und iBeacon.

Als weiterer Service soll es per App möglich sein, IT-Tickets anzulegen und deren Bearbeitung zu verfolgen. Jeder weiß, wie nervig es sein kann auf die Antwort der IT-Abteilung zu warten, wenn der Laptop nicht funktioniert oder der Projektor bei einem Vortrag streikt. Mit der neuen App wird es möglich sein, Tickets sofort anzulegen, die zugleich mit der Lokation des Users verknüpft sind. Der Nutzer erhält dann automatisch Nachrichten, die ihn über den Bearbeitungsstatus informieren.

Alle Campus-Bewohner – Lehrkräfte, Studenten und deren Familien – erhalten Zugang zu diesen Services sowie zu weiteren Business- und Community-Services. Beispielsweise unterstützt die Hochschule bei der Beantragung von Visa – und auch das funktioniert bald per App. Für Studenten und Behörden gleichermaßen vereinfacht das den Prozess erheblich. Auch für Freizeitaktivitäten können die Studenten und Lehrkräfte auf mobile Services zugreifen und etwa Tennisplätze buchen oder nach Fitnesskursen suchen.

Ideen der Studenten im Design Thinking Workshop gesammelt

The Ideen für die App-Szenarien stammen aus einem Design Thinking Workshop, den KAUST zusammen mit SAP organisiert hat. „Der Workshop half uns bei der Ideenfindung und der Umsetzung“, so Pandey. Zu dem Workshop hatte das IT-Team die künftigen Nutzer der App, die Studenten, eingeladen und sie nach ihren Anforderungen befragt. Als zentraler Punkt kristallisierte sich der Wunsch der Studenten heraus, alle Service mobil und zentral verfügbar zu haben, was nun mit den Service-Apps umgesetzt wird.

Gemeinsam mit dem SAP-Partner Innovapptive, befindet sich KAUST nun in der Design-Phase des Projekts. In enger Zusammenarbeit mit Apple und SAP-Designern arbeitet das IT-Team an einer optimalen Usability der Campus-Services und nutzt dabei die SAP Cloud Platform SDK for iOS und die neue SAP Fiori for iOS Designsprache. Diese vereinen die Expertise von SAP für Business User und das digitale Unternehmen mit den Prinzipien guten Apple-iOS-Designs.

„KAUST ist führend in Technologie und Forschung. Da war es ein logischer Schritt für uns, die neueste IT-Technologie von SAP und Apple für die Mobilisierung unserer Services zu nutzen“, meint Serajuddin. „Die IT- und Business-Services, die wir über unsere nativen Apple Apps anbieten, verschaffen uns eine Vorreiterrolle unter den internationalen Hochschulen.“

Sehen Sie das Video-Interview, in dem Rajneesh Pandey live vom Mobile World Congress in Barcelona über seine Erfahrungen bei der Entwicklung der Apple Apps berichtet:

 

Fotos: KAUST

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