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Mobilfunk weiter auf Wachstumskurs

Feature | 29. Dezember 2014 von Paul Taylor 0

Mobile Lösungen sind allgegenwärtig. Bei Mobilfunkgeräten, insbesondere Smartphones, waren die Verkaufszahlen schon immer sehr hoch. Und die neuesten Zahlen aus dem Mobilitätsbericht von Ericsson bestätigen den Trend. Demnach gibt es heute weltweit 7,1 Milliarden Handyverträge, davon 2,7 Milliarden für Smartphones.

Ericsson geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 rund 90 Prozent der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon besitzen wird und dass viele davon mehr als ein Mobilgerät bei sich tragen werden. Inzwischen haben Smartphones in vielen Ländern 100 Prozent Marktdurchdringung erreicht, zum Beispiel in den europäischen Ländern und den USA.

Marktdurchdringung von Smartphones in Ländern und Regionen

Marktdurchdringung von Smartphones in Ländern und Regionen

In diesen und weiteren Ländern sind Smartphones, Tablets und andere Geräte, die drahtlos mit dem Netzwerk verbunden sind, zur bevorzugten Plattform der Anwender geworden. Deshalb haben die meisten führenden Unternehmen „Mobile First“-Strategien entwickelt. Denn sie haben erkannt, dass es dringend notwendig ist, skalierbare, mobile Services schnell und effizient über die Cloud zur Verfügung zu stellen.

Smartphones sind die Plattform der Zukunft

„Smartphones in Verbindung mit intelligenten Cloud-Services, die auf SAP HANA laufen, bilden die Cloud-Computing-Plattform der nächsten Generation. So erhält ein großer Teil der Weltbevölkerung Zugang zu all dem, was das Internet verspricht“, erklärt Rick Costanzo, der bei SAP für die Mobilitätsstrategie verantwortlich ist.

Die Untersuchungen von Ericsson basieren auf anonymisierten Daten, die in Netzwerken gesammelt wurden, die der schwedische Konzern für andere Telekommunikationsunternehmen verwaltet. Daraus ging hervor, dass der weltweit steigende mobile Datenverkehr auf zwei Dinge zurückzuführen ist: einerseits die steigende Zahl der Smartphone-Verträge und andererseits der wachsende individuelle Datenverbrauch.

Heutzutage verbrauchen Smartphone-Nutzer im Durchschnitt etwa 900 Megabyte Datenvolumen pro Monat. Bis zum Jahr 2020 wird diese Zahl auf 3,5 Gigabyte pro Monat steigen. Vor allem durch die steigende Beliebtheit von Video- und Medien-Streaming. Tablets und Notebooks laden mit ihren größeren Bildschirmen dazu ein, Videos auf YouTube und Netflix anzuschauen. Hier wurde inzwischen die Gigabyte-Marke überschritten, denn die Nutzer verbrauchen jeweils durchschnittlich 1,9 und 4,3 Gigabyte pro Monat.

Riesige Datenvolumen und vernetzte Geräte

Der weltweite Smartphone-Datenverkehr wird in diesem Jahr voraussichtlich von 2,1 Exabyte pro Monat auf rund 17 Exabyte in 2020 ansteigen. Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung der Netze, insbesondere dort, wo die zur Verfügung stehende Bandbreiten-Kapazität begrenzt ist.

In Industrieländern verbrauchen Smartphone-Nutzer mehr Daten als in anderen Ländern. Das liegt zum Teil daran, dass schnellere Netze datenintensive Aktivitäten, zum Beispiel das Anschauen von Videos, möglich machen.

Durch aktuelle IT-Trends, wie das Internet der Dinge, werden Geräte und Maschinen miteinander vernetzt und die drahtlose Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) nimmt stetig zu.

In vielen Industrieländern wächst die Zahl der Mobilfunkkunden inzwischen deutlich langsamer, denn dort sind die Märkte bereits gesättigt. In Märkten wie Afrika hingegen, wo die Marktdurchdringung geringer ist, wächst die Zahl sehr schnell. Dieses Jahr sind in Afrika 26 Millionen Mobilkunden hinzugekommen. Dies ist der höchste Zuwachs aller Regionen. Auf dem zweiten Platz liegt der asiatisch-pazifische Raum, ohne China und Indien, mit 22 Millionen Neukunden.

EricssonFigures

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