Neues SAP Co-Innovation Lab in Tokio eröffnet

Feature | 22. Juli 2008 von Perry Manross 0

Neues Co-Innovation Lab Tokyo Als jüngster Baustein des SAP-Ecosystems hat in Tokyo seine Arbeit aufgenommen – das neue Co-Innovation Lab, kurz COIL. Sehen Sie wie das COIL dabei hilft SAP, Partner und Kunden zusammenbringen, um dadurch neue, innovative Lösungen und Produkte zu entwickeln.

Bereits Monate vor der offiziellen Eröffnung hat das SAP Co-Innovation Lab Tokio den Dialog mit den SAP-Partnern verstärkt und gemeinsame Projekte angestoßen, etwa zu Enterprise SOA und SAP ERP.

Partnerprojekte bereits im vollen Gange

So ist es SAP und ihrem Partner VMware Japan gelungen, gemeinsam eine Methode zu entwickeln, um SAP-ERP-Upgrades anhand von Virtualisierungstechnologie schneller und kostengünstiger durchzuführen. Mit den Snapshot-Funktionen von VMware können die Kunden während der einzelnen Stufen eines laufenden Upgrades den jeweiligen Status erfassen und, falls Probleme auftreten, auf einen früheren Snapshot zurückgreifen. Bei einem traditionellen physischen Upgrade muss der Kunde entweder wertvolle Zeit und Ressourcen darauf verwenden, das Problem zu beheben, oder er muss den Upgrade komplett neu starten.

Virtualisierungstechnologie, auch im kalifornischen Lab ein Schlüsselthema, hat sich bereits für viele Kunden bezahlt gemacht. EFI, ein führender Serviceanbieter im Bereich Digitaldruck in San Francisco, implementierte die VMware Infrastructure 3 und konnte damit den Upgrade seiner SAP-Module von sechs auf vier Monate verkürzen. Außerdem blieb mehr Zeit für umfangreichere Tests.

Handfeste Vorteile durch Virtualisierung

Als weiteren Vorteil der Virtualisierungstechnologie können Kunden vorhandene Serverkapazitäten für die Upgrades nutzen, anstatt speziell neue Hardware zu kaufen. Der japanische Kunde Taiyo Kogyo Corporation, der das Dach des berühmten Tokyo Dome konstruiert hat, migrierte sein SAP-R/3-System von Unix und MS Windows auf die Virtualisierungsplattform von VMware, um die Nutzung der vorhandenen Server zu optimieren. 1,6 Millionen US-Dollar sollen so in den nächsten fünf Jahren eingespart werden – denn schließlich benötigt das Unternehmen weniger Server und Stellplatz im Rechenzentrum und kann außerdem die Kosten für den Lizenzsupport verringern.

Laut Tetsuji Morita, Senior Technology Alliance Manager von VMware K.K., “stehen Kunden der Implementierung neuartiger Technologien häufig skeptisch gegenüber, insbesondere wenn geschäftskritische Systeme wie SAP davon betroffen sind. Tatsache ist jedoch, dass die Infrastruktur von VMware wie eine physische Infrastruktur funktioniert. Wir arbeiten eng mit SAP zusammen, um einen Best-Practice-Leitfaden für SAP-Upgrades in unserer Virtualisierungsumgebung zu erstellen.”

Doch SAP ERP sei erst der Anfang, meint Tetsuji Morita, denn Virtualisierungstechnologie eröffne auch große Potenziale für die anderen Anwendungen der SAP Business Suite: SAP CRM, SAP PLM, SAP SCM und SAP SRM. “Zu gegebener Zeit werden wir in der Lage sein, jede SAP-Anwendung in einer virtuellen Umgebung zu implementieren und dadurch Zeit und Kosten zu sparen.”

Co-Innovation in der Praxis

Doch bevor die beiden Unternehmen Best Practices definieren konnten, mussten sie sich gegenseitig mit ihren Produkten vertraut machen. Dabei spielte das SAP Co-Innovation Lab in Tokio eine wichtige Rolle. VMware entsandte mehrere Mitarbeiter ins Lab, um Schulungen abzuhalten und technischen Support zu leisten. Gemeinsam konnten SAP und VMware schließlich ihr Konzept – Upgrades in virtuellen Umgebungen – validieren.

Auch weiteren Partnern hat SAP eine Zusammenarbeit im Co-Innovation Lab angeboten. Viele von ihnen bekräftigten ihr Interesse bei der Eröffnungsfeier am 16. Juli, darunter: ABeam Consulting Ltd., Dell Japan Inc., FUJITSU LIMITED, F5 Networks Japan K.K., HITACHI, Ltd., IBM Business Consulting Services K.K., IBM Japan, Ltd., Intel Corporation, Microsoft Co., Ltd., Mitsubishi Electric Information Systems Corporation, NEC Corporation, NetApp K.K., REALTECH JAPAN Co., Ltd., Sun Microsystems K.K., Tecnos Japan Inc., Toyo Business Engineering Corporation und VMware K.K.

Bedeutung des Standorts Japan

Die Gründung eines SAP Co-Innovation Lab in Japan zeige einmal mehr, welch hohen Stellenwert die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt für SAP habe, so Axel Henning Saleck, Vice President in der Global Ecosystem & Partner Group und Leiter des SAP Co-Innovation Lab Tokio. Ihre starke internationale Marktstellung haben japanische Unternehmen dadurch erlangt, dass sie innovative Ideen entwickeln und mit ihren Produkten eine breite Masse ansprechen. “Vor Jahrzehnten hielt man Just-in-Time-Fertigung noch für einen rein ‘japanischen’ Prozess”, sagt Saleck, “doch er hat sich längst weltweit durchgesetzt”.

Für das Jahr 2008 hat sich das SAP Co-Innovation Lab Tokio einiges vorgenommen: Zukunftskonzepte – sowohl für allgemeine Technologien als auch für spezialisierte Anwendungen – werden hier getestet und vorangetrieben. Die Virtualisierungstechnologie steht dabei weiter im Mittelpunkt, besonders was ihre Nutzung für Geschäftsanwendungen betrifft. Aber auch von SAP-Partnern entwickelte Enterprise Services oder Innovationen für Enterprise-SOA-basierte Produkte (darunter die Anwendungen der SAP Business Suite und die Mittelstandslösungen) will das Co-Innovation Lab auf den Weg bringen.

Saleck unterstreicht die Bedeutung eines Co-Innovation Lab für SAP-Partnerunternehmen: “Die Partner profitieren in besonderer Weise von einem solchen Lab, da dieses Umfeld ihnen innovative technologische Errungenschaften bietet – selbst wenn diese Technologien noch nicht allgemein verfügbar sind.”

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