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Neugestaltung des Online-Spieleportals von Gameforge

Feature | 22. März 2016 von SAP News 0

Gameforge wollte sein Gaming-Portal neu gestalten. Mithilfe der Design-Thinking-Philosophie von SAP UX Design Services ging die Firma noch einen Schritt weiter und entdeckte einen völlig neuen Nutzertypus.

Als weltweit erfolgreicher und preisgekrönter Entwickler von Browserspielen bietet Gameforge Free-to-Play-Onlinespiele an, bei denen die Spieler für zusätzliche Funktionen wie etwa Personalisierung zahlen müssen. Gameforge wünschte sich Innovationen über die vorhandenen Produkte hinaus und wollte sein Online-Portal entsprechend den Bedürfnissen der Gamer neu gestalten. Da Gameforge ein strategischer SAP-Partner ist, hatten seine Vorstandsmitglieder bereits an einem eintägigen Design Thinking-Workshop teilgenommen. Von dieser Erfahrung beeindruckt, baten sie SAP UX Design Services, ihre Mitarbeiter für die Co-Innovation mit Konsumenten zu schulen. Gameforge hatte ein konkretes Problem zu lösen, die Neugestaltung des Gaming-Portals, und wollte wissen, wie seine Spieler ticken. „Es ist für uns nicht leicht zu erkennen, was unsere Nutzer wollen und welche Erwartungen sie haben. Wir erhofften uns, mehr darüber von echten Menschen, echten Nutzern zu erfahren“, berichtet Thomas Rudin, verantwortlich für den Bereich Portale bei der Gameforge AG.

Die Gamer verstehen

Sechs Gameforge-Mitarbeiter nahmen an einem viertägigen d.Camp am Hauptsitz von Gameforge in Karlsruhe teil und verwandelten ihr Büro dabei in ein kreatives Co-Innovation-Center. Da die Grundfertigkeiten und -prinzipien des Design Thinking bereits bekannt waren, konnte das Team aus Entwicklern und Managern direkt zur Tat schreiten. Jochen Gürtler, SAP Design Thinking Coach, betont, dass die Konzentration auf ein relevantes Problem der beste Weg sei, um zu innovativen Lösungen zu kommen. Um mehr über die Bedürfnisse der Gamer zu erfahren, bestand eine Aufgabe des Gameforge-Teams darin, potenzielle Nutzer persönlich zu treffen. In Karlsruhe befragten sie Passanten zu ihren Online-Gaming-Vorlieben. Erstaunlicherweise entdeckte Gameforge dabei einen völlig neuen Spielertypus, der Spielen als Qualitätszeit betrachtet. Außerdem bevorzugen diese Spieler Konsolen- gegenüber kostenlosen Spielen, weil sie meinen, dass die Nutzer bei kostenlosen Spielen ausgenutzt werden. Dieses Ergebnis bewog Gameforge dazu, zwei Prototypen eines Gaming-Portals für diese neue Nutzergruppe zu erstellen. Dazu wurden eine Fülle von Ideen gesammelt. Das Team testete Prototypen aus Papier in Einkaufszentren und beteiligte echte Nutzer am Co-Innovationsprozess.

Eine Innovationskultur schaffen

In der interaktive Design-Thinking-Schulung, bei der Visualisierungen, Gaming und Prototyping zum Einsatz kamen, lernten die Mitarbeiter und auch die Vorstandsmitglieder von Gameforge, wie sie die Methodik bei künftigen Projekten anwenden können. Die erworbenen Kenntnisse wurden genutzt, um bei Gameforge einen Design-Thinking-Ansatz einzuführen und eine neue Innovationskultur in einem von Veränderung geprägten Unternehmen zu schaffen. Miriam Müller, SAP Design Thinking Coach, ergänzt: „Ein positiver Nebeneffekt des Workshops war die tiefgreifende Wirkung auf das Team-Building.“ Die Entdeckung der neuen Nutzer hat bei Gameforge innovative Ideen hervorgebracht, etwa die, ein Spendenprogramm anzubieten, um Konsolenspieler von den Online-Games zu überzeugen. Die im Workshop erstellten Prototypen konzentrieren sich auf die Kernbedürfnisse dieser neu entdeckten Zielgruppe. Als Resultat haben Gameforge-Entwickler damit begonnen, einen der Prototypen in eine maßgeschneiderte Lösung zu verwandeln. Das neu gestaltete Portal bietet Funktionen, die genau den Erwartungen und Bedürfnissen der bislang unbekannten Nutzergruppe entsprechen: Gaming als Qualitätszeit und Transparenz, wofür bezahlt wird.

Die Rückmeldungen des COO von Gameforge, Markus Windelen, über die Ergebnisse des Workshops waren sehr positiv: „Wir waren erstaunt, wie viel Innovation wir durch diesen Workshop und die Methodik tatsächlich anstoßen konnten.“

Die Ergebnisse auf einen Blick:

  • Einführung von Design-Thinking-Methoden
  • Kenntnis, wie man die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt stellt
  • Entwicklung eines Portalprototyps für neu entdeckten Spielertypus

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP User Experience Design Services veröffentlicht.

 

Titelbild: Gameforge ©

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