Soccer team in a huddle

Nichts kann uns aufhalten

Feature | 4. August 2017 von Sarah Buerkle, Corinna Machmeier 0

Wie die beiden SAP-Mitarbeiter Wai Theng und Hans Christian ihren eigenen Weg zu einem gesunden Lebensstil und Wohlbefinden gefunden haben.

Mal ganz ehrlich: Wer geht bitteschön freiwillig 18 Stockwerke zu Fuß? Das dachte bis vor Kurzem Wai Theng Lee, SAP-Mitarbeiterin aus Malaysia, genauso wie wahrscheinlich viele andere. Ihr Arbeitsplatz befindet sich im 22. Stock eines Bürogebäudes in der Hauptstadt Kuala Lumpur, ihren Wagen parkt sie auf Ebene 4. Natürlich gibt es einen Personenaufzug. Den benutzt Wai Theng aber nur noch aufwärts. Denn mit „dem feierabendlichen Abstieg“ sammelt sie mindestens 1.000 Schritte. Die Presales-Mitarbeiterin hat entdeckt, wie gut es ihr tut, mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren, und hat daher vor gut einem Jahr begonnen, ihre tägliche Schrittbilanz zu beobachten. Angefangen hat alles auf dem SAP Field Kick-off Meeting 2016. Dort gab es einen CSR-Wettbewerb, bei dem die zurückgelegten Schritte aller Teilnehmer für eine Spendenaktion aufgezeichnet wurden. Vom sportlichen Ehrgeiz gepackt begann Wai Theng im Rahmen der regionalen Initiative „SAP APJ Fit@SAP“ zunächst mithilfe ihres Smartphones, wenig später anhand eines Activity Trackers regelmäßig auf ihren Aktivitätsgrad zu achten.

Es geht auch ohne Fitnessstudio

Der größte Spaßfaktor für die Asiatin ist dabei der sportliche Wettbewerb. Sie erinnert sich genau an ihr erstes Vorbild: eine Kollegin mit einer täglichen Bilanz von 8.000 Schritten. „Das auch zu schaffen, war damals mein allererstes Ziel – und es schien schier unerreichbar“, rekapituliert sie. Aller Anfang ist schwer, erst recht mit einer Ausgangsbilanz von maximal 2.500 Schritten am Tag. „Ich gehe nicht ins Fitnessstudio und betreibe auch keine andere Sportart“, gesteht Wai Theng. „Also musste ich woanders ansetzen.“ Mit Elan ging sie an die Sache und holte auch ihre Kollegen ins Boot. Und tatsächlich fanden sich schnell einige kleine Veränderungen, die in mehr Bewegung resultierten: zum gemeinsamen Mittagessen zum nahegelegenen Einkaufszentrum zu spazieren etwa. Oder, statt sich im Skype Messenger die Finger wund zu tippen, einfach den Kollegen ein paar Plätze weiter einen Besuch abzustatten. „Das ist mittlerweile Routine bei uns im Büro“, erzählt Wai Theng lachend. „Die meisten von uns haben inzwischen sogar das komplette Büro in Schritten vermessen.“

Auch privat hat sie Ansporn gefunden. Da wäre zunächst die Wette mit der Mutter: „Ich sehe dich doch eher in horizontaler Pose auf dem Sofa vor mir. Wetten, dass du es nicht länger als ein Vierteljahr durchhältst“, hatte die 80-Jährige ihre Tochter herausgefordert. Und siehe da: elf Monate lang hält Wai Theng jetzt schon einen Schnitt von stolzen 14.000 Schritten – jeden Tag. Wai Thengs drei Nichten, neun, sechs und fünf Jahre alt, sind ebenfalls begeistert von der neuen Bewegungsfreude der Tante. „Sie motivieren mich, wir gehen oft zusammen ins Freie und entdecken die Natur“, schwärmt Wai Theng. Für sie ist es überhaupt das Schönste, zusammen mit der Familie, Freunden oder Kollegen aktiv zu sein. „Wir motivieren uns gegenseitig. Am Anfang hat mich der sportliche Ehrgeiz getrieben, die meisten Schritte zu schaffen. Mittlerweile tue ich es aber einfach für mich und mein Wohlbefinden, denn das hat sich eindeutig verbessert.“

Welcher Schweinehund?

Am anderen Ende der Welt hat der deutsche SAP-Entwickler Hans Christian Gaedke eine ähnliche Leidenschaft entdeckt. Seit über einem Jahr hat er regelmäßige Bewegung in seinen Alltag bei SAP integriert. Für sein persönliches Ziel, Gewicht zu verlieren, stellte der studierte Mathematiker gleich am Anfang eine Berechnung auf: „Ich habe mir gesagt, ich versuche jeden Tag 250 bis 300 Kalorien mehr zu verbrauchen, als ich zu mir nehme.“ Anhand der Daten, die er mithilfe seines Activity Trackers und von Handy-Apps auswertete, prognostizierte er sich selbst eine monatliche Gewichtsabnahme von einem Kilogramm. Und tatsächlich: Nach einem Jahr zeigte die Waage zwölf Kilo weniger an. Auf die Formeln, die ein Idealgewicht vorschreiben, gebe er allerdings nichts. „Die funktionieren bei mir eh nicht, weil ich kleinwüchsig bin“, so Hans Christian und fügt hinzu: „Ich habe zwar recherchiert, was dann auf mich zutrifft, aber letztlich für mich beschlossen, dass ich mich wohlfühlen muss. Das ist das Wichtigste. Also habe ich mir ein Ziel gesteckt, und das habe ich (fast, bis auf ein Kilo, so Hans Christian augenzwinkernd) erreicht.“

Dabei war die Skepsis gegenüber dem Einsatz eines Activity Trackers anfänglich nachvollziehbar. Denn Hans Christian sitzt im Rollstuhl. Trotzdem wollte er es auf einen Versuch ankommen lassen und verwendete für die Berechnung des Kalorienverbrauchs statt der Anzahl der Schritte einfach seine Herzfrequenz. Diese Funktion sei bei der Auswahl seines Activity Trackers schließlich entscheidendes Kriterium gewesen. Das Ergebnis: Auf 120 bis 135 Schläge pro Minute hat der Outdoor-Begeisterte sich beim Training eingependelt.

Die Frage nach dem inneren Schweinhund kann Hans Christian nur belächeln. Nach dem Mittagessen in der Kantine in St. Leon-Rot eine Runde über den naturnahen SAP-Campus zu drehen, sei absolut keine Überwindung. „Für mich gehört die Bewegung inzwischen einfach dazu“, erklärt er. „An Tagen, an denen ich gar keinen Bock habe, zwinge ich mich auch nicht, aber das kommt eher selten vor“, so Hans Christian.

Überhaupt hat der Kollege eine entspannte, ja routinierte Haltung gewonnen: „Ich bin viel fitter als früher und habe deswegen ein ganz anderes Lebensgefühl erreicht. Natürlich hängt das auch stark mit der eigenen Einstellung zusammen, aber mir macht es einfach Spaß, mich gesund zu ernähren. Durch die zusätzliche Bewegung habe ich gemerkt, dass ich eigentlich auf nichts verzichten muss.“

Tipps und Tricks von Wai Theng und Hans Christian

  • Für Serienjunkies: Wai Thengs Leidenschaft gehört koreanischen Seifenopern. Statt im TV auf dem Sofa schaut sie auf dem Tablet – und bleibt dabei in Bewegung.
  • Für Shopaholics: Ein Schaufensterbummel ist sehr effektiv (Wai Theng schafft dabei 6000 bis 8000 Schritte in nur zwei Stunden – und Ihr?)
  • Für Skype-Messenger/Meetings-Profis: Besucht die Kollegen für eine persönliche Unterhaltung, wenn sie in Reichweite sitzen
  • Für Modebewusste: nehmt Euch bequeme Schuhe mit ins Büro, keine Ausflüchte.
  • Für alle: Have fun!

Run Your Way
Dieses neue Programm, initiiert von SAP Global Health Management, richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie zu motivieren, gesund und fit zu bleiben. Ziel ist es mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Bei dem weltweiten Wettbewerb “Run Your Way around the World” sammeln alle SAP-Mitarbeiter einen Monat lang ihre Schritte und umrunden die Welt. Für jede Runde um  den Globus pflanzt SAP zusammen mit der Organisation Plant for the Planet 3.000 Bäume.

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