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Nur ich und meine Musik

Feature | 15. April 2016 von Kesja Cichowski 0

Die 19-jährige Marie Drabant ist Werkstudentin im Bereich Knowledge Transfer, privat schlägt ihr Herz jedoch für die Musik.

Ihre englischen Songs sind melancholisch, auf Deutsch klingt sie fröhlich und beschwingt. Die Inspiration für ihre Texte zieht sie aus ihrem täglichen Leben. Und was haben Zeitmanagement und Zugfahren mit der großen Leidenschaft der Singer-Songwriterin zu tun?

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Erst die Arbeit…

Wie bewirkst du etwas in deinem Job?

Als Werkstudentin unterstütze ich den Leiter des Bereichs Knowledge Transfer. Ich erledige meine Aufgaben immer so gut ich kann. Ich weiß, dass mein Chef mit meiner Hilfe besser durch seinen Arbeitstag kommt, und das gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Er schätzt mein Engagement.

Was bedeutet Erfolg für dich?

Erfolg ist, wenn du liebst, was du tust – ob im Job oder privat. Mein größter Traum ist eine professionelle Musikkarriere, aber ich messe meinen Erfolg nicht an materiellen Dingen.

Was war bisher deine größte berufliche Leistung?

Ich würde sagen, mein letztes Projekt war mein größter Erfolg. Es ging darum, ein einwöchiges externes Team-Meeting zu organisieren. Meine Kollegen und ich haben drei Monate dafür gebraucht. Die Belohnung waren die glücklichen Gesichter der Teammitglieder. Das ist das beste und ehrlichste Feedback, das man bekommen kann.

Welche Kompetenz hilft dir sowohl im Job als auch auf der Bühne?

Zeitmanagement ist das Entscheidenste. Bei SAP muss ich dafür sorgen, dass die Meetings meines Chefs perfekt getaktet sind. Für meine Musik halte ich mir vier Mal pro Woche gezielt Zeit frei. Ich mag meinen Job, daher fühle ich mich am Ende des Arbeitstages nicht erschöpft, aber ohne gutes Zeitmanagement wäre ich verloren. Daher nutze ich jede Minute des Tages effizient. Zum Beispiel denke ich schon bei der Zugfahrt nach Hause über meine Texte nach.

…dann das Vergnügen

Was ist dein erster Gedanke, wenn du auf die Bühne gehst?

Das Einzige, was ich direkt vor einem Auftritt fühle, ist das Adrenalin, das mir durch die Adern schießt. Ich bin eigentlich nicht nervös, es ist eher so, dass ich versuche, die Anspannung in Konzentration umzuwandeln. Der Trick ist, den Kopf auszuschalten und stattdessen ganz in der Musik oder in der Emotion zu sein, die du mit deinem Song vermitteln willst. Wenn ich dann auf der Bühne bin, steige ich direkt in meine Songs ein und spüre die Reaktion des Publikums.

Marie

„Ein Tag ohne Zufriedenheit und Lachen ist ein verlorener Tag.“

Was spornt dich an, morgens aufzustehen?

Der Gedanke, dass man an einem Tag so viel schaffen kann. Wenn du nicht aufstehst, verschwendest du deine Zeit.

Wann und wie hast du deine Leidenschaft entdeckt?

Ich stand mit 15 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne und wusste gleich, dass ich dorthin gehöre. Es war wie zu Hause. In der Schule war ich schüchtern und gehörte nicht zu den „coolen“ Leuten. Aber auf der Bühne fühlte ich mich so selbstbewusst und stark. Alle Schüchternheit war wie weggeblasen und es gab nur noch mich und meine Musik.

In ein paar Wörtern: Was bedeutet Musik für dich?

Meine Wunderwelt. Mein Leben.

5 Fakten über Marie

  1. Maries erstes Musikvideo entstand im Rahmen einer Initiative, die Musiker mit einem professionellen Kamerateam unterstützt.
  2. Sie singt auch Rap-Songs, die ebenfalls auf ihrer ersten CD erscheinen.
  3. Wenn sie irgendwo Urlaub macht, fragt sie gerne in den Bars vor Ort, ob sie dort ihre Songs spielen darf. In Deutschland tritt sie am liebsten in Berlin auf.
  4. Ihr größtes Konzert bisher war in München beim „International Singer/Songwriter Stage“.
  5. Sie will sich bei der bekannten Popakademie in Mannheim bewerben

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