Nutzen mehren mit Methode

Feature | 2. Dezember 2008 von Heike Link, Fachjournalistin in Mannheim 0

Die IT-Verantwortlichen haben sich viel vorgenommen: Sie wollen die TCO senken, die Anwendungslandschaften fortlaufend optimieren und sicher betreiben sowie eine flexible Basis für unternehmenskritische Geschäftsprozesse bereit stellen. Momentan sieht die Realität aber noch anders aus. So zeigen Studien, dass die Kosten für den Systembetrieb einen Großteil des IT-Budgets verschlingen.

Ein stabiler 7×24-Betrieb und den IT-Support verschlanken, lautet das Ziel vieler multinationaler Konzerne mit heterogener SAP-Landschaft. Doch bei Systemupdates kommt es immer wieder zu Performance-Problemen. Schuld daran sind Lücken im Betriebskonzept, die auf Basis von Run SAP systematisch geschlossen werden:

  • Ein Root-Cause-Analysis-Prozess trägt dazu bei, Fehlerursachen über sämtliche Lösungskomponenten hinweg schnell zu analysieren.
  • Der SAP Solution Manager löst als zentrale E2E-Plattform mit einheitlichen Werkzeugen und Funktionen die heterogenen Support-Werkzeuge ab.

Diese Ressourcen fehlen dann, um innovative Geschäftsprozesse IT-seitig abzubilden. „Die IT muss permanent die Veränderungen im Business unterstützen, sonst wird sie zum Problem“, gibt Stefan Gruler, COO für SAP Field Services, zu bedenken. Die Kehrseite der Medaille: IT-Organisationen, die ihre Lösungen fortwährend anpassen, riskieren die Hochverfügbarkeit der Systeme.

Als Hauptursache für die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit macht Uwe Hommel, Executive Vice President für SAP Active Global Support, die immer komplexeren Systemlandschaften aus. Viele Unternehmen betreiben inzwischen Lösungsportfolios, die neben den ERP-Kernmodulen weitere Produkte von SAP und Partnerfirmen sowie Eigenentwicklungen oder Legacy-Lösungen umfassen.

Und ein Ende des Komponentenzuwachses ist nicht in Sicht: Die Technologiezyklen verkürzen sich weiter, und damit auch die Zeitabstände, in denen SAP neue Technologien in die Lösungen integriert. „Mit herkömmlichen Betriebskonzepten lassen sich die gestiegenen Anforderungen nicht meistern“, stellt Hommel fest.

Was also ist zu tun? Die beiden SAP-Manager empfehlen, den IT-Betrieb so zu standardisieren, dass er die gesamte Prozesskette durchgängig (End-to-End) unterstützt. „Voraussetzung für eine IT-Governance, die technische und personelle Ressourcen optimal steuert sowie Risiken und Kosten reduziert, sind durchgängige Standards, Prozesse und Informationen über den gesamten Lebenszyklus der Lösungslandschaft hinweg. Genau das leistet Run SAP“, betont Gruler.

Die Methode liefert End-to-End (E2E)-Betriebsstandards, eine Roadmap sowie Programme zur Schulung und Zertifizierung. Firmen können auf Best-Practice-Prozesse zugreifen, um Abläufe zentral festzulegen oder zu automatisieren. „Die Verantwortlichen müssen sich dann nicht mehr damit beschäftigen, wie sich beispielsweise Modifikationen ausführen und testen lassen. Stattdessen können sie sich auf wertschöpfende Themen konzentrieren“, sagt Hommel.

Sämtliche Best Practices, Monitore und Werkzeuge, etwa für Integrationstests, stellt der SAP Solution Manger bereit. Dort werden auch die nach dem Run-SAP-Standard erstellten Dokumentationen abgelegt, beispielsweise Konfigurations- und Projektdaten. „Wir sehen sofort, was beim Kunden installiert ist und können Warnsignale erkennen, um einen Systemausfall zu vermeiden. Etwa wenn eine Firma ein Upgrade ihres Systems durchführen will und dies unbeabsichtigte Nebenwirkungen auf andere Komponenten hat“, sagt Gruler.

Run SAP bindet mit einheitlichen Methoden und Werkzeugen alle operativen Einheiten sowie die SAP und deren Partner im SAP-Ökosystem in den Wertschöpfungsprozess ein. Externe Service Provider lassen sich mithilfe der E2E-Betriebsstandards integrieren. Davon profitieren Mittelständler, die mit einem Co-Sourcing oder Outtasking die Betriebskosten senken und gleichzeitig dem drohenden Fachpersonalmangel begegnen können, genauso wie Großunternehmen.

Run SAP stellt sicher, dass das Prozess-Knowhow dokumentiert und Skills standardisiert werden, so dass die IT-Kompetenz im Unternehmen bleibt. „Das ist die Voraussetzung, um Innovationen und Globalisierung vorantreiben zu können. Hier haben besonders jene Unternehmen, die jahrelang hauptsächlich auf Kostenreduktion gesetzt haben, einen Nachholbedarf“, erläutert Hommel.

SAP Active Global Support, SAP Consulting und SAP Education arbeiten an weiteren Services für Run SAP. So will die SAP nicht nur Partner zertifizieren, sondern auch deren Tools und Services an Run SAP anpassen. Außerdem erstellt SAP branchenspezifische Ausprägungen der Methode. „Je schneller die IT das Business unterstützen kann, desto wettbewerbsfähiger ist das Unternehmen“, fasst Gruler zusammen.

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