Offen für Veränderungen

Feature | 28. November 2005 von admin 0

Prinzipiell bietet IT eine Reihe von Möglichkeiten, das Betriebsergebnis zu steigern: Unternehmen können durch IT-Initiativen Wettbewerbsvorteile erzielen, den Anwendern einen besseren Service bieten, das Risiko kritischer Geschäftstätigkeiten mindern und die Kosten für die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (Compliance) reduzieren. Voraussetzung ist die Anpassung der IT- an die Geschäftsstrategie, die durch Fragen wie die folgenden vorbereitet werden muss: Arbeitet die IT an den richtigen Dingen und macht sie es richtig? Macht sie das, was das Unternehmen von ihr erwartet? Wird die Applikation funktionieren und die gewünschte Leistung erbringen? Sind die erforderlichen Business Services verfügbar? Welche Auswirkungen haben Änderungen in der IT auf das Unternehmen?
In vielen Unternehmen werden solche Fragen von Ad-hoc-Teams aus nicht-technischen Experten, Business-Analysten, Qualitätsmanagern, Portfoliomanagern und operativen IT-Teams beantwortet. Doch gibt es bereits spezielle Software-Lösungen, die zentrale Funktionen zur Lösung dieser Probleme integrieren. Wie dies funktioniert, erläuterte Uwe Flagmeyer, Director Technical Operations bei Mercury, an der Software-Suite Mercury BTO Enterprise.

Schnittpunkte integriert

„BTO (Business Technology Optimization)-Produkte automatisieren und integrieren die strategischen Schnittpunkte zwischen IT und Business“, brachte Flagmeyer die Vorzüge auf den Punkt. „Unternehmen werden nachhaltig in den Bereichen IT Governance, Application Delivery und Application Management unterstützt.” Mercury BTO Enterprise verschaffe Führungskräften und IT-Verantwortlichen die nötige Übersicht über Prioritäten, Prozesse und Personal, um den betriebswirtschaftlichen Nutzen ihrer IT zu maximieren. Darüber hinaus diene die Software-Suite Unternehmen dazu, den Lebenszyklusansatz für Applikationsänderungen und das Management der Applikationsperformance zu optimieren.

Strategie im SAP-Umfeld

SAP-Kunden können Mercury BTO Enterprise in Verbindung mit dem SAP Solution Manager nutzen, um ihre Lösungen rechtzeitig und budgetgerecht zu implementieren sowie Upgrades und Go-Live-Projekte durchzuführen. Die Lösung trägt dazu bei, die Applikationsqualität und -zuverlässigkeit in heterogenen Umgebungen zu verbessern; ebenso die Performance und Skalierbarkeit von Geschäftsprozessen, die sowohl von SAP- als auch von Nicht-SAP-Lösungen abhängen. Darüber hinaus lassen sich Änderungen an SAP-Lösungen steuern und verwalten, von der ersten Anfrage über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Die Mercury Software-Suite verwaltet und überwacht SAP-Lösungen, um die Service-Levels zu erfüllen, die sich aus den Geschäftsanforderungen ergeben.

Aus der Praxis berichtet

Mit höchst unterschiedlichen Praxisberichten sorgte Mercury dafür, dass es nicht bei einer Produktvorstellung – und damit einer theoretischen Betrachtung – blieb. So schilderte Ralf Knobloch, Deutsche Post World Net, den Einsatz der Mercury-Lösungen im Unternehmensbereich Brief, der seine Anwendungen komplett von Dienstleistern entwickeln und betreiben lässt. Hier wird BTO zu Testzwecken, zur Inbetriebnahme und zum End-to-End-Monitoring im Betrieb genutzt. Die Folge: bis zu 50 Prozent Zeit- und Kostenersparnis bei Last- und Performance-Tests, erhöhte Anwendungsverfügbarkeit und Funktionssicherheit, bessere Nutzung der Hardware-Ressourcen, Vergleichbarkeit von Service Level Agreements.
Hillrich Scheibe von der SAP SI AG berichtete über ein Projekt von Pirelli und Telecom Italia, die nach ihrer Fusion ein gemeinsames Portalsystem auf Basis von SAP Enterprise Portal entwickelt haben. Hier half die Mercury-Software im Rahmen unterschiedlicher Lasttests, das Portal im Projektverlauf zu verbessern. „Die Umsetzung der Optimierungspotenziale reduzierte die durchschnittlichen Antwortzeiten auf bis 15 Prozent und verdoppelte in Teilbereichen die maximale Benutzerbelastbarkeit“, zitierte Hillrich Scheibe einen Projektverantwortlichen von Pirelli und Telecom Italia.

Transparenz erforderlich

„Seien Sie offen für Veränderungen“, gab Uwe Flagmeyer von Mercury den Teilnehmern des Mercury-Summits in Frankfurt mit auf den Weg. Dazu gehöre, für die Transparenz der Geschäftsanforderungen zu sorgen und gemeinsam mit der IT Prioritäten festzulegen. Ebenso müsse das Thema „Qualität von Geschäftsanwendungen und Services“ auf der strategischen Agenda des Managements stehen. Schließlich sei die Applikationsperformance als gemeinsame Zielsetzung zwischen Entwicklung und Betrieb zu definieren. Und zu guter Letzt: „Restrukturieren Sie Ihren Application Management Prozess, um die Unternehmensrisiken zu senken!“

Sibylle Hofmeyer

Sibylle Hofmeyer

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