Office 2010: Grünes Licht von SAP

Feature | 26. Mai 2010 von Benjamin Blaume 0

Wählerische SAP GUI: 32 Bit ja, 64 Bit nein (Bild: Jan Meyer)

Wählerische SAP GUI: 32 Bit ja, 64 Bit nein (Bild: Jan Meyer)

Die aktuelle SAP GUI 7.20, welche SAP im April 2010 veröffentlicht hat, unterstützt sowohl das neueste Microsoft-Betriebssystem Windows 7 als auch das neue Office-Paket. Während die SAP GUI sowohl unter der 32-Bit- als auch unter der 64-Bit-Variante von Windows 7 problemlos läuft, gibt SAP nur grünes Licht für das 32-Bit-Office. Wieso?

Microsoft bietet seine Office-Suite erstmals auch in einer 64-Bit-Variante an. Das Zusammenspiel zwischen SAP GUI 7.20 und 64-Bit-Office funktioniert jedoch nicht. Der Grund: Die SAP GUI ist selbst eine 32-Bit-Anwendung. Wird sie unter Windows 7 (64-Bit) ausgeführt, so greift der integrierte Emulationsmodus des Betriebssystems. Die Kommunikation der 32-Bit-SAP-GUI und von Plug-Ins wie der Outlook-Integration mit dem 64-Bit-Office schlägt jedoch fehl. Bei SAP ist die Inkompatibilität bekannt, man erörtere derzeit verschiedene Lösungsansätze. Wahrscheinlich wird es auf eine 64-Bit-SAP-GUI hinauslaufen. Wann diese erscheinen könnte, ist derzeit noch nicht absehbar.

Kollaboration, Smartphones und Web-Office

Käufern der neuen Suite verspricht Microsoft das Überall-Office. Alle wichtigen Plattformen (PC, Smartphone und Web) bekommen laut Ralph Haupter, dem neuen Chef von Microsoft Deutschland, eine angepasste Variante von Office 2010. Dank der erstmals verfügbaren Office Web Apps – Online-Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote – können Dokumente im Web-Browser bearbeitet, heruntergeladen und veröffentlicht werden.

Zuversichtlich: Der neue Microsoft Deutschland CEO Ralph Haupter beim Deutschland-Launch (Foto: Benjamin Blaume)

Zuversichtlich: Der neue Microsoft Deutschland CEO Ralph Haupter beim Deutschland-Launch (Foto: Benjamin Blaume)

Im Zusammenspiel mit Microsoft Sharepoint 2010, welches zeitgleich auf den Markt kam, soll Office 2010 seine Stärken als Kollaborations-Plattform ausspielen. So können mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an geöffneten Dokumenten arbeiten und über den Outlook Social Connector werden soziale Netzwerke wie der Microsoft-Dienst Windows Live und Facebook eingebunden.

Ralph Haupter geht davon aus, dass ein Großteil der Unternehmen mittelfristig auf das neue Office umsteigen wird. Gründe dafür seien zum einen die Dank des größten Betatests aller Zeiten (8,6 Millionen Nutzer weltweit, 520.000 in Deutschland) schon zum Verkaufsstart sehr stabile Office-Version und zum anderen das Lizenzmodell. 50 Prozent der deutschen Großunternehmen können laut Haupter ohne Zusatzkosten auf Office 2010 wechseln, da ihr Enterprise-Lizenzabkommen die nötigen Lizenzen bereits beinhaltet.

Wer Office 2010 ausführlich testen möchte, dem stellt Microsoft eine 60-Tage-Version der Unternehmensvariante Office Professional Plus zur Verfügung. Die Beta-Version für Privatkunden ist noch bis Oktober 2010 lauffähig.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Screenshots Office 2010 und SAP GUI 7.20

Screenshots Office 2010 und SAP GUI 7.20

Office_2010_Excel_SAP_GUI_720
Office_2010_Word_SAP_GUI_720

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1 comment

  1. Anonymous

    Im Detail gibt es da schon noch einige grundsätzliche Probleme im im Zusammenspiel von SAP mit Office 2010. Exemplarisch sei erwähnt, dass im SAP DVS-Customizing das Dateisuffix welches beim anlegen von Dateien verwendet wird, immer noch nur 3-Stellen hat. Dies führt dazu das zwar Dateien im Office 2010 Format angelegt werden, aber ein falsches Suffix haben. Darüberhinaus kann man nicht einmal alle möglichen Dateiendungen z.B für Excel im Customizing eintragen, da die Eingabefelder viel zu kurz sind.

    Fazit: Den vollmundigen Versprechungen sollten dann auch entsprechende Taten folgen !

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