Online-IT-Bildung nach US-Vorbild

Feature | 2. Januar 2013 von Linda Maier 0

Foto: iStockphoto

Egal ob zum Studium an der Universität zugelassen oder nicht, ob jung oder alt, Hobbybastler oder angehender IT-Profi – das Potsdamer Institut bietet seit Anfang November in seinem zweiten Online-Kurs frei zugängliche Bildung für jeden. Auf www.openhpi.de können sich Interessenten jederzeit registrieren, im Archiv bisheriger Kurse nachlesen und Informationen über kommende Angebote einholen.

Was als Bildungsmodell bisher ausschließlich an Universitäten der USA auftauchte, funktioniert also auch hierzulande. “Zu 92 Prozent wird auf unsere Lehr-Videos, den Lesestoff, die Selbsttests und die Hausaufgaben von Deutschland aus zugegriffen”, berichtet Kursleiter Prof. Christoph Meinel, Leiter des HPI mit dem Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme. Doch auch in ganz Europa, sowie auf den übrigen Kontinenten nutzen Interessierte das deutschsprachige Material.

Die meisten Teilnehmer sind Männer. Die Frauenquote liegt immerhin bei 30 Prozent und ist damit höher als in vergleichbaren Studiengängen. Auch das Alter ist breit gefächert. Etwa 30 Prozent der Teilnehmer des laufenden Internet-Kurses gehören zur Gruppe der 20- bis 39-Jährigen. 20 Prozent sind zwischen 40 und 49 Jahre alt. Die über 50 Jahre alten Nutzer der sozialen Lernplattform stellen insgesamt einen Anteil von gut 16 Prozent dar. Quer durch alle Altersschichten wird rege untereinander und mit den Lehrenden diskutiert – so wurden seit Kursbeginn rund 1.200 Beiträge zu fast 250 Aspekten verfasst.

Auch einen Abschluss kann man online machen.

Über 3000 der angemeldeten Teilnehmer beteiligten sich seit Kursbeginn regelmäßig an den Übungen und Diskussionen, 2.132 absolvierten erfolgreich die Abschlussprüfung und bekamen ein Zertifikat des Hasso-Plattner-Instituts. Ähnliche Angebote sind bereits geplant. „Wir werden zum Beispiel weitere Einführungen in die Grundlagen der Informatik anbieten. Dabei geht es etwa um Aufbau und Wirkungsweise komplexer IT-Systeme, um die Sicherheit in der Informationstechnologie und um den Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt“, so Meinel. Kurse zu aktuellen Entwicklungen und Innovationen, wie Semantic Web, App-Entwicklung, Design Thinking, Multicore und Cloud Computing sollen folgen.

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