Panama investiert in IT-Sektor

Feature | 18. März 2013 von Jacqueline Prause 0

Panama

Foto: iStockphoto

Panama mag ein kleines Land sein, doch es erweist sich als neuer Trendsetter. Dank seiner günstigen geografischen Lage auf der Landenge zwischen Nord- und Südamerika ist Panama nicht nur eine Drehschreibe globaler Handelswege, sondern auch ein Banken- und Unternehmensstandort von Weltrang. Im Jahr 2012 wuchs sein Bruttoinlandsprodukt um elf Prozent; für 2013 ist laut regionalen Nachrichtenquellen eine weitere Steigerung zu erwarten. Im Jahr 2012 wurden Bauvorhaben im Wert von umgerechnet knapp einer Milliarde Euro genehmigt, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um nahezu 35 Prozent. Emsige Betriebsamkeit, vor allem im Großraum Panama-Stadt, prägt das Land mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern. Staatliche Investitionen wie der Bau einer neuen U-Bahn und die Erweiterung des Panamakanals, die 2015 abgeschlossen sein soll, treiben das Wachstum voran.

Panama: Jährliches Wirtschaftswachstum von über 10 Prozent

Miguel Angel Acero Uribe, Support Manager beim SAP-Partnerunternehmen MQA Americas in Panama, bestätigt: „Panama ist zurzeit das einzige Land der Region mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich zehn Prozent. Hauptpfeiler der Wirtschaft ist neben dem Betrieb und Ausbau des Panamakanals neuerdings auch ein boomender Tourismus.

Exportgüter aus aller Welt an unzählige Bestimmungsorte in der Region müssen den Kanal durchqueren. Transport und Frachtumschlag eröffnen lukrative Geschäftsfelder. Von der Erweiterung der Kapazität des Kanals wird das Land enorm profitieren. Wie Acero Uribe feststellt: „Die operativen Gewinne werden in Zukunft deutlich steigen, insbesondere durch die großen Schiffe, die den Kanal vor dem Ausbau nicht befahren konnten. Außerdem wird der Schiffsverkehr entzerrt.“

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Die Erwartung von Mehreinnahmen infolge des Kanalausbaus schlägt sich auch in anderen Wirtschaftsbereichen nieder, beispielsweise im IT-Sektor. Hier nimmt der Staat umfangreiche Investitionen vor. „Das Wirtschaftswachstum des Landes hängt vom Betrieb des Panamakanals ab“, erklärt Acero Uribe. „Zur Förderung dieses Wachstums investiert Panama in den IT-Sektor und legt Initiativen auf, die das Land bis 2018 zu einem führenden Technologiestandort machen sollen.“

ITK-Strategie: Neue Fachkräfte für Innovationen gesucht

Laut dem nationalen Sekretariat für Wissenschaft, Technologie und Innovation nimmt Panama unter den lateinamerikanischen Ländern Rang 3 ein, was die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie betrifft. Das Land hat eine nationale IKT-Strategie eingeführt, in deren Rahmen bis 2018 neue Fachkräfte für Innovationen in den Bereichen Technologie und Service ausgebildet werden.

Um internationale Investoren anzuziehen, hat Panama die Stiftung Ciudad del Saber oder „Stadt des Wissens“ ins Leben gerufen, die in einem gleichnamigen Projekt Hochschulen, Technologieunternehmen und NGOs Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Dort soll unter anderem ein Technologiezentrum für Innovationen, Investitionen sowie Informations- und Kommunikationstechnologie entstehen. So werden wesentliche Voraussetzungen für die weitere Modernisierung des Landes geschaffen.

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MQA Americas Corp, Gold-Partner von SAP, ist mit eigenen Büros in der Cuidad del Saber vertreten und trägt direkt vor Ort mit hochwertigen Supportangeboten zum Wachstum und zu den Investitionen seiner Kunden bei. Das Unternehmen, 2002 in Kolumbien gegründet, ist eines der größten Systemhäuser der SAP in Lateinamerika. MQA betreibt Niederlassungen in Panama, Kolumbien, Guatemala, Costa Rica, Ecuador und El Salvador. Im Jahr 2012 wurde MQA als bester All-In-One Partner der SAP in Lateinamerika ausgezeichnet. Außerdem ist es als SAP Partner Center of Expertise zertifiziert.

Der Wettbewerb nimmt zu

Nach Einschätzung von Acero Uribe wird die Entwicklung Panamas zum Technologiestandort den Wettbewerb auf dem lokalen Markt verstärken. Nicht zuletzt aus diesem Grund trat MQA im März 2012 dem Qualitätsprogramm für SAP-Partner bei. Im Rahmen des Active Quality Management bezieht das Unternehmen seither von SAP Partner Service Delivery Werkzeuge und Techniken, mit denen es die Spezifikationen seiner Kunden präzise erfüllen und Projekte termin- und kostengerecht abschließen kann.

In enger Zusammenarbeit mit dem SAP Partner Quality Hub konnte sich MQA für dieses Programm akkreditieren, indem es den Nachweis erbrachte, dass bei seinen Kundenprojekten Qualitätssicherung und Qualitätsbewusstsein oberste Priorität haben.

Die Akkreditierung werde MQA Americas gute Dienste leisten, meint Acero Uribe: „Panama mausert sich zum Standort für technologische Innovationen, daher verlangt uns der Markt bessere Leistungen und Services ab. Die SAP-Akkreditierung wird uns helfen, diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden. Die Ansiedlung multinationaler Unternehmen wird außerdem einen Nachfrageschub auslösen, dem wir mit den geforderten Kompetenzen und Fachkräften gerecht werden müssen.“

Qualitätsprogramm: Die Erfahrungen von MQA America

Schon kurz nach seinem Beitritt zum Qualitätsprogramm für SAP-Partner stellte das Unternehmen fest, dass die Zufriedenheit der Kunden mit seinen Projekten gestiegen war. Acero Uribe: „Wir führen dies darauf zurück, dass die Lehren aus früheren Implementierungen in die Qualitätssicherung einfließen und wir daher den Anwendungsbereich der Methodik ständig erweitern können.“

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Nach Ansicht von Acero Uribe verdankt MQA Americas diese Erfolge einer Reihe von Best Practices, die das Unternehmen von SAP übernommen hat. Insbesondere verweist er auf die Einführung von SAP Solution Manager für die Projektdokumentation und ‑steuerung, die Quality Gates und die modernen Risikomanagementverfahren.

Der SAP Solution Manager wird mittlerweile als wichtigste einheitliche Informationsquelle für die Dokumentation und Steuerung von Projekten eingesetzt. Seit der Einführung von SAP Quality Gates können der Erfolg von Projekten und die Kundenzufriedenheit weitaus präziser erfasst und gemessen werden, da MQA nun sämtliche Teilleistungen überwacht, für Transparenz sorgt und Projektrisiken senkt. Acero Uribe erläutert: „Dank der Prognosen und der Risikodefinition können wir Projektrisiken frühzeitig mindern und Projekte termingerecht abschließen.“

„MQA ist einer unserer größten und erfolgreichsten Partner in Lateinamerika“, so Bárbara Reis, die MQA als Qualitätsberaterin im Auftrag der SAP betreut. „Das Unternehmen legt seit jeher großen Wert auf die Einhaltung aller vereinbarten Strategien, um mit SAP zu wachsen und seine Qualitätsverfahren ständig zu verbessern.“

Und da die SAP noch in diesem Jahr eine Niederlassung in Panama eröffnen wird, spricht vieles für das weitere Gedeihen dieser starken Partnerschaft an der Puente del Mundo, der Brücke der Welt.

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