Per Mausklick punktgenau liefern

Feature | 1. September 2004 von admin 0

Laut einer Emnid-Studie hat der deutsche Versandhandel in 2003 unter anderem durch Online-Nutzer erneut Kunden hinzugewonnen. „Mit dem Erfolg von Internet-Shops ist die Bedeutung des Versands zusätzlich gewachsen, aber Unternehmen versenden branchenübergreifend immer mehr“, verdeutlicht Marc Fürstner, Geschäftsführer von MHP Software. „Das Stichwort ‚Just in time’ hat deshalb heute größere Bedeutung denn je, da die zeitlich präzise Lieferung von Versandgütern das A und O für den geschäftlichen Erfolg ist.“ Bei der tatsächlichen, physischen Beförderung der Versandgüter, wie etwa Bücher, Kataloge und Werbemittel, sind Firmen auf Frachtdienstleister wie ABX Logistics, Deutscher Paket Dienst (DPD), Deutsche Post oder UPS angewiesen, welche die Pakete und Sendungen zum Endkunden bringen. „Genau dort, wo das virtuelle Geschäft real wird, nämlich beim Versenden, liegen auch die Schwachstellen“, so Fürstner weiter, „denn es fehlt oft die nötige Versandhandelssoftware, welche versandrelevante Daten automatisiert aus einem ERP-System übernimmt.“

Schnittstelle schließt Lücke

Das niedersächsische Softwareunternehmen hat diese Lücke geschlossen. Für Firmen oder Tochtergesellschaften von Konzernen, die SAP Business One einsetzen, bietet der SAP Business Partner eine Schnittstelle zu seiner am Markt etablierten Versandlogistiksoftware V-LOG (Version 5.0). Die Software erstellt automatisch die korrekten Labels, die über die Schnittstelle aus den versandrelevanten Datensätzen von SAP Business One erzeugt werden. Versender, Frachtdienstleister und Empfänger bekommen so eindeutige und vollständige Adress- und Paketinformationen. Features für die Paketverfolgung (Track & Trace) sorgen überdies für die nötige Transparenz beim nationalen wie internationalen Brief-, Paket- und Speditionsversand.
Die Schnittstelle zu SAP Business One ermöglicht einen automatisierten Versandablauf der täglichen Paket- und Speditionssendungen. Dazu erzeugt V-LOG die notwendigen Paketetiketten für alle führenden Paket- und Frachtdienstleister inklusive Routungsbarcode und DFÜ (Datenfernübertragung) zum Frachtführer. Die entsprechenden Auftragsdaten stellt SAP Business One bereit. Nach der Bearbeitung gibt V-LOG die Sendungsdaten an die SAP-Mittelstandslösung zurück. So befinden sich alle Informationen zum Versandstatus direkt im ERP-System.

Automatisierung ist gefragt

Der modulare Aufbau der Software erlaubt die individuelle Abstimmung auf jedes relevante Logistikunternehmen. Hierfür ist die Software – neben dem Grundmodul – über einzelne Frachtführermodule nach den Spezifikationen der Frachtdienstleister (Deutsche Post, UPS, German Parcel, DPD, ABX LOGISTICS etc.) zertifiziert. „Das stellt eine fehlerlose und schnelle Beförderung des Versandguts sicher“, betont Fürstner. Besonders stolz ist der Geschäftsführer, „dass UPS uns als ersten Vendor Partner in Europa zertifiziert hat.“
Die automatische Kontrolle beim Versender gewährleistet außerdem, dass die mitunter sehr komplexen Adress- und Paketinformationen auf allen Papieren und Aufklebern fehlerfrei sind. Der Frachtführer erhält eindeutig identifizierbare Packstücke, wodurch aufwändige Nachbearbeitungen vermieden werden. Das spart Zeit, etwa bei der Erstellung von Labels, und Personal- sowie Frachtkosten, senkt die Fehlerquote und verbessert die Versandprozesse. „Zufriedene Kunden sind das Ergebnis“, fasst Geschäftsführer Fürstner zusammen. Mit V-LOG ist auch ein Wechsel des Frachtdienstleisters problemlos möglich. Laut Fürstner „genügt ein Knopfdruck“, um die Konditionen eines günstigeren Anbieters zu nutzen.
Weitere nützliche Tools der Lösung sind beispielsweise ein Abfragegenerator, der alle Pakete anzeigt, die an einem bestimmten Tag oder zu einem bestimmten Kunden versendet wurden, oder die Einbindung einer Waage zum automatischen Auslesen der Gewichte.

Einfache Einführung, doppelter Nutzen

V-LOG kann nach Angaben des SAP Business Partners im Standard binnen weniger Stunden eingeführt werden. Bei größeren Projekten empfiehlt Geschäftsführer Fürstner ein Vorortgespräch, nach dem der Einführungsaufwand abgeschätzt werden kann. Die Logistiksoftware ist ein 32-Bit-Programm und läuft somit auf Betriebssystemen ab Windows 98 und höher. Was die Hardware betrifft, sollten 128 MB RAM freier Arbeitsspeicher und mindestens 150 MB Festplattenspeicher zur Verfügung stehen. Abhängig von den aktivierten Frachtführern können es auch deutlich mehr sein (beispielsweise mehr als 560 MB bei DPI Datafactory). Als Prozessor genügt ein CPU ab Pentium II (350 MHz oder höher). An zusätzlicher Hardware werden ein Laser- oder Thermotransferdrucker mit Windows-Treiber und bei DFÜ via Internet eine ISDN-Karte, ein analoges oder XDSL-Modem benötigt.
Eine Mindestuserzahl für die Software gibt es laut Unternehmensangaben nicht. Die Einzelplatzlizenz für ein V-LOG-Grundmodul kostet 590 Euro je V-LOG-Modul (Grund- und Frachtführermodul), für jeden weiteren Arbeitsplatz 295 Euro. Ausnahme ist das UPS-Modul, für das MHP-Software 690 Euro beziehungsweise 345 Euro verlangt. Die Schnittstelle zu SAP Business One ist im Standard enthalten.
Dem Softwareunternehmen zufolge haben SMBs mit V-LOG sowie der Schnittstelle zu SAP Business One einen doppelten betriebswirtschaftlichen Nutzen. Wie das geht? Ganz einfach, meint Fürstner: „V-LOG ist eine kostengünstige Logistiksoftware, mit der Pakete per Klick zur richtigen Zeit zum richtigen Empfänger kommen. Die zertifizierte Schnittstelle zu SAP Business One automatisiert den Versand aus dem ERP-System, was zusätzlich Kosten senkt. “

Weitere Informationen:

www.v-log.net und www.mhp-net.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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