Perfekte Synthese

Feature | 28. April 2004 von admin 0

In der Entwicklung, Produktion und im Verkauf von innovativen Instrumenten sowie Verbrauchsmaterialien für Forschungs- und Entwicklungslaboratorien ist Chemspeed Ltd. ein weltweit führendes Unternehmen. Die 60 Mitarbeiter fertigen eine breit gefächerte Produktpalette. Sie beinhaltet vollständig automatisierte, parallele Synthesestationen für die chemische Forschung und Entwicklung. Instrumente für das präzise Hochdurchsatzdosieren sowie Analysieren von Feststoffen und Flüssigkeiten gehören ebenso zum Portfolio wie Geräte für die Automatisierung und Parallelisierung von chemischen Prozessentwicklungsabläufen. Gegründet wurde der Hersteller hochwertiger und innovativer Produkte 1997 in Augst bei Basel. Heute kann Chemspeed auf ein weltumspannendes Netz für Vertrieb, Service und Support zurückgreifen und beliefert zahlreiche Kunden – darunter BASF, Schering oder Pfizer.

Integration von Finanzbuchhaltung bis Fertigung

Noch bis Anfang 2002 wickelte das Unternehmen sein boomendes Geschäft ohne integriertes IT-System ab. Es verfügte lediglich über eine Finanzbuchhaltung und mehrere, über Jahre gewachsene Insellösungen. Konsolidierte Zahlen ließen sich nur mit großem Aufwand ermitteln – ganz zu schweigen von einer Kostenrechnung. Stücklisten wurden in Excel geführt, eine einfache Lagerverwaltung basierte auf Access, und eine Produktionsplanung gab es nicht. Den Verantwortlichen bei Chemspeed war klar, dass dieses Flickwerk einem weiteren Wachstumsschub auf keinen Fall gerecht werden konnte. In einer ersten Evaluationsrunde im Frühjahr 2002 wurden deshalb zahlreiche Softwarelösungen geprüft. Schnell zeigte sich, dass ein integrierter Ansatz gefordert war und nur ein international etabliertes Paket in Frage kam. Abacus, Navision und andere Anbieter schafften es aus diesen Gründen nicht in die zweite Runde. Für den CEO der Chemspeed, Rolf Güller, stand fest: „Den nächsten großen Wachstumssprung können wir nur mit einer mächtigen, skalierbaren Lösung bewältigen, die zudem sämtliche Bereiche von der Finanzbuchhaltung über die Materialwirtschaft und das Auftragswesen bis zur Fertigung voll integriert.“ Vor diesem Hintergrund entschied sich der Chemspeed-Verwaltungsrat für die mySAP-All-in-One-Branchenlösungen FIStec Engineer und den Einführungspartner GIA GRAPHA-Informatik AG, Oftringen.

Erfolgreich an den Standard angepasst

Die gestaffelte Einführung begann mit dem Rechnungswesen. Dann folgte die Personaladministration „HR Easy to Go“ mit SAP und schließlich im September 2003 die Logistik. Dabei verlief die Migration der Daten schnell und ohne Zwischenfälle. So konnte beispielsweise der Artikelstamm problemlos in die SAP-Materialwirtschaft eingespielt werden, da die Artikel in der alten Accessdatenbank sauber indexiert waren. Im Verlauf des Projekts zeigte sich, dass sämtliche Kernprozesse in der Fertigung mit der Branchenlösung FIStec Engineer praktisch lückenlos abgebildet werden konnten. „Unser Credo war von Anfang an: Wir passen uns dem Standard an und nicht umgekehrt“, erläutert Rolf Güller. Schon heute sind die Abläufe in den Bereichen Materialwirtschaft und Fertigungssteuerung spürbar effizienter geworden. Informationen können schneller beschafft werden, und Prozesse sind schlanker geworden. Das Qualitätsmanagement wurde im Zuge der Systemeinführung neu definiert und beschrieben. Zudem ist die Branchenlösung speziell an die schweizerischen KMU-Verhältnisse angepasst. Ein weiterer überzeugender Pluspunkt: Voreingestellte Prozesse ermöglichten eine Einführung zum Fixpreis und Fixtermin. In einem nächsten Schritt wird Chemspeed nun die Niederlassung in den USA in die Applikation einbinden.

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