Produktlebenszyklen effizient steuern mit it.hightronics

Feature | 14. April 2004 von admin 0

Eine Trendstudie des Consulting-Unternehmens PricewaterhouseCoopers prophezeit der Hightech-Branche für die nächsten Jahre unter anderem wegen einer zunehmenden Preis-Leistungsorientierung der Kunden einen noch „nie da gewesenen Wettbewerb“. Mittelständische Hightech- und Elektronikunternehmen „stehen damit noch mehr als bisher unter dem Druck extrem kurzer Produktlebenszyklen“, sagt Dr. Andreas Pauls, Vertriebsleiter bei itelligence. „Der Kreislauf von Entwicklung, Produktion und Lieferzeit hat sich in den letzten Jahren enorm beschleunigt“, verdeutlicht Pauls weiter. „Eine Branchenlösung für die Hochtechnologie muss also möglichst alle Prozesse komplett abdecken und abbilden“, erklärt er, „und mit allen Anforderungen an ein in die Zukunft gerichtetes Enterprise Ressource Planning (ERP) verbinden.“ Hinzu kommt, dass an verschiedenen Standorten tätige Entwicklerteams oder Produktionsabteilungen jederzeit Zugriff auf aktuelle Entwicklungs- und Produktdaten haben müssen. Mit der qualifizierten mySAP-All-in-One-Lösung it.hightronics hat der SAP Business Partner itelligence eine Branchenlösung entwickelt, welche diese Ansprüche erfüllt.

Lebenszyklen im Griff

Eine der wesentlichen Säulen erfolgreicher Firmen in der Technologiebranche ist die schnelle und wirtschaftliche Umsetzung guter Ideen und ihre rasche Markteinführung. Hierzu ist es notwendig, alle das Produkt betreffenden Informationen durchgängig abbilden zu können. Dies reicht vom Entwurf über die Detailplanung bis hin zur Ersatzteilbestückung des Service. „Dabei bestehen Gesamtprodukte in der Hightech-Industrie häufig aus einem Zusammenspiel von mechanischen Komponenten, elektronischen Bauteilen und Software zur Steuerung“, verdeutlicht Vertriebsleiter Pauls. So umfasst etwa die Entwicklung einer Ticketing-Lösung für Bus und Bahn stationäre Ticketautomaten und Fahrscheindrucker für Busse und Bahnen, mobile Ticketverkaufsgeräte für jedweden Einsatz und Check-in-Terminals für die Luftfahrt. Hinzu kommen Fahrgast-Infoscreens und individuelle Verkaufslösungen auch mit kundenspezifischen Softwareentwicklungen. Die Herausforderung ist, dieses komplexe Entwicklungsgeschehen effizient zu steuern und für sichere Logistikabläufe in der Produktion zu sorgen.
Hierfür bietet it.hightronics eine voll ausgebaute Funktionalität für das Product Lifecycle Management (PLM). Die Lösung kann wahlweise sowohl an ein mechanisches CAD-System (Computer Aided Design) wie SolidWorks oder Inventor von AutoDesk angebunden werden als auch an ein elektronisches Designsystem wie EPLAN. Das SAP-Dokumentenverwaltungssystem hält dann den jeweiligen Entwicklungsstand einer Software sowie die einzelnen Softwarestände fest. So können Entwicklungs- und/oder Produktionsabteilung einzelne Prozessschritte jederzeit nachverfolgen. Alle Produktunterlagen sowie neue Versionen eines Produktes durchlaufen darüber hinaus ein Freigabeverfahren. it.hightronics überwacht und steuert die gesamte Logistikkette – über Planung, Vertrieb, Beschaffung und Produktion hinweg –, was die Qualität der Produkte nachhaltig verbessert.

Auf alle Daten zugreifen

Um größtmögliche Transparenz herzustellen, haben auch Entwicklungsingenieure jederzeit Zugriff auf relevante Daten des Rechnungswesens (zum Beispiel Bestellpreisentwicklung) sowie auf Informationen aus der Logistik, wie Bestände und Verfügbarkeiten von Materialien. „Während der Entwicklung werden die Kosten zudem laufend überprüft und kalkuliert. Dies verhindert, dass für ein Produkt bereits veranschlagte Zielkosten überschritten werden, und schafft Planungssicherheit“, so Pauls.
Arbeiten mehrere Unternehmen als Entwicklungspartner gleichzeitig an einem Produkt, so kann it.hightronics um die Funktion Collaborative Engineering erweitert werden, welche die elektronische Zusammenarbeit von Entwicklungspartnern vereinfacht. Dabei werden Entwicklungsstände aus dem SAP-R/3-System in so genannte cFolders exportiert, dort von den Partnern bearbeitet und wieder importiert. Auch im Unternehmen selber stehen Entwicklungsunterlagen wie Produktkonzepte, CAD-Modelle und Elektronik-Projekte allen berechtigten SAP-Usern sofort nach ihrer Entstehung zur Verfügung. Die Informationen werden dann in einem integrierten Viewer angezeigt, um so die Arbeitsvorbereitung bei der zukünftigen Endmontage eines Produkts zu unterstützen oder um ein Wartungshandbuch entwicklungsbegleitend zu erstellen.

Alle Varianten im Blick

Neue Möglichkeiten eröffnet it.higtronics auch in der Variantenkonfiguration. Diese steuert die Kombination der für ein Produkt notwendigen Komponenten und „verhindert, dass beispielsweise das falsche Release einer Steuerungssoftware bei der Endmontage in ein Gerät geladen wird“, legt Pauls dar. „Natürlich berücksichtigt die Variantenkonfiguration in it.hightronics auch die vom Kunden gewünschten Optionen und bereitet diese in Arbeitsanweisungen für die Endmontage auf“, erläutert Pauls weiter.
Ist ein Gerät fertig montiert und mit einer Seriennummer versehen, so hält die Lösung dessen Zustand bei Verlassen des Werks fest. Zusätzlich können auch Seriennummern wichtiger verbauter Komponenten mit vermerkt werden, was bei teuren LCD-Bildschirmen und kritischen Speichereinheiten wichtig ist. Ferner speichert die so genannte Ibase (Installed Base) von it.hightronics, mit welchem Software-Release und welchen Dokumentationsständen der Handbücher ein Gerät geliefert wurde. Die Ibase wird laufend aktualisiert, wenn ein Gerät umgebaut oder eine Software in einer neuen Version auf den Markt gebracht wird. Somit können Servicetechniker jederzeit auf aktuelle Informationen zugreifen, wenn sie Wartungsarbeiten durchführen oder ein Schaden entstanden ist.

Hoher Komfort für Anwender

Die komplette Lösung kann laut Pauls in einem Zeitraum von drei bis neun Monaten eingeführt werden. Sie ist Plattform unabhängig und läuft auf verschiedenen Hardwaresystemen mit den Betriebssystemen Windows 2000 Server, UNIX-Derivaten, Linux oder OS/400. Als Datenbanksysteme werden Max DB (ehemals SAP-DB), SQL-Server, DB/2 oder Informix eingesetzt. Interessierten Firmen gibt itelligence auf Anfrage Preise für it.hightronics bekannt.
Mit ihren vorkonfigurierten, branchenspezifischen Geschäftsprozessen, vorgefertigten Formularsätzen, rollenbasierten Menüs und einer übersichtlichen Oberfläche „ist it.hightronics für Anwender sehr komfortabel“, wie Vertriebsleiter Pauls anmerkt. Der Bielefelder SAP Business Partner will die qualifizierte mySAP-All-in-One-Lösung zudem erweitern und künftig das Qualitätsmanagement direkt in die Beschaffungs- und Fertigungsprozesse einpassen. Hinzu kommen Funktionen wie Customer Relationship Management (CRM) und Supply Chain Management (SCM) sowie eine weitgehend automatisierte Planung, Prüfung und Steuerung, die zusätzliche manuelle Arbeitsschritte vermeidet. „Mit unserer Lösung“, resümiert Pauls, „haben wir die beste Grundlage geschaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Hightech-Unternehmen zu steigern.“

Weitere Informationen:

www.itelligence.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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