Prozesse beschleunigen, Zukunft planen

Feature | 23. März 2005 von admin 0

Die Software von Sigma-C erlaubt Halbleiterherstellern und ihren Lieferanten, Prozessfolgen für optische Lithographie, E-Lichtstrahllithographie und NGL (=next-generation-lithography, zukünftige Technologien der Lithographie) zu entwickeln und zu optimieren. Der Mittelständler aus München liefert komplette Lithographieprozessmodelle, wobei die Software diese Modelle auch dreidimensional sowie detailgetreu darstellt und so die Produktergebnisse und Anlagenauslastung beim Kunden verbessert. Der Kundenstamm von Sigma-C ist international und schließt alle führenden Halbleiterhersteller sowie viele Halbleiterausrüstungslieferanten und Fotomaskenproduzenten mit ein. Die 1987 gegründete Firma wächst beständig und beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiter am Hauptsitz in München sowie an Standorten in den USA (San Francisco), Japan (Tokio) und Süd-Korea (Seoul).

Zukunftsfähige Software für dynamische Entwicklung

„Wir sind ein dynamisch expandierendes Unternehmen und setzen mit unseren Produkten Standards bei der Simulationssoftware“, stellt Christian Zwerenz, der Verantwortliche für Finanzen und Controlling bei Sigma-C, fest. Das erfordert Schnelligkeit und Flexibilität am Markt, was nur über integrierte Geschäftsprozesse im eigenen Unternehmen zu erzielen ist. Hier hatte Sigma-C noch Nachholbedarf, denn die bisher eingesetzte Software – es handelte sich zum Teil um selbst entwickelte Insellösungen auf Basis von Microsoft Access und Excel – war veraltet und konnte den Wachstumskurs des Mittelständlers nicht mehr unterstützen. „Durch das Patchwork an nicht aufeinander abgestimmten Lösungen war an ein einheitliches Berichts- oder Rechnungswesen nicht zu denken“, so Christian Zwerenz weiter. Vorgänge wie die Vergabe von Lizenzen für Sigma-C-Softwareprodukte an Kunden blieben intransparent. Auch Vertriebsinformationen waren verbesserungsbedürftig, damit Prognosen nachvollziehbar beziehungsweise Planungen zur künftigen Geschäftsentwicklung möglich werden. „Die Situation war extrem unbefriedigend“, fasst Zwerenz zusammen.

Integrierte Lösung für steigende Anforderungen

Die Geschäftsleitung von Sigma-C beschloss deshalb, eine neue, integrierte und zukunftsfähige Unternehmenssoftware einzuführen, die interne Prozesse beschleunigt und die Kommunikation mit den Kunden verbessert. Sie sollte betriebswirtschaftliche Abläufe von der Angebots- und Rechnungsstellung bis zum Service durchgängig und transparent abbilden. Weitere Anforderungen waren ein schneller Informations- und damit Arbeitsfluss. Das beinhaltet auch, dass in Zukunft Software-Lizenzen für Sigma-C-Produkte innerhalb der Lösung generiert und dadurch die Lizenzgebühren einfacher und schneller berechnet werden können.
Der Mittelständler durchforstete daraufhin den Markt nach einer passenden Software. Drei Lösungen kamen in die engere Auswahl, darunter SAP Business One. Am Ende entschied sich Sigma-C zugunsten der SAP-Mittelstandslösung, denn „diese deckte bereits im Standard unsere Anforderungen am besten ab“, begründet Zwerenz die Wahl. Auch entsprach die neue Software in puncto Internationalität und Zukunftsfähigkeit den Vorstellungen von Sigma-C. Sie wird laufend weiterentwickelt, dafür, so Zwerenz, „bürgt schon der Name SAP. Für die SAP-Lösung sprachen auch die niedrigen Gesamtbetriebskosten sowie die flexible und moderne Client-Server-Architektur, die problemlos mit unserer geschäftlichen Entwicklung mitwachsen kann.“

Perfekte Zusammenarbeit, schnelle Einführung

Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für SAP Business One spielten außerdem die räumliche Nähe und die fachliche Kompetenz des künftigen Implementierungspartners Versino. „Dieser hatte uns bereits bei der Präsentation der SAP-Mittelstandslösung als qualifizierter Ansprechpartner überzeugt. Durch den Sitz im bayerischen Altötting war zudem die regionale Nähe gegeben, so dass uns die Entscheidung letztlich leicht fiel“, verdeutlicht Zwerenz.
Projektstart war im Juni 2004, das Going Live erfolgte bereits Ende Oktober 2004. Insgesamt stattete Versino bei Sigma-C 17 Arbeitsplätze mit SAP Business One aus. Der SAP Business Partner installierte die Software, übernahm die Anpassung des Formularwesens und schulte die künftigen Anwender auf dem neuen System. Die Erfassung der Stammdaten sowie Datenübernahme und Datenbereinigung erledigte Sigma-C in Eigenregie, wobei die bisherigen Altanwendungen und SAP Business One zwischen September und Oktober 2004 noch parallel liefen. „Somit konnten wir das neue System testen, den reibungslosen Betrieb sicherstellen und die Lösung an die Prozesse beim Kunden, etwa bei der Lizenzverwaltung, anpassen“, erläutert Werner Hölzl, Vorstand von Versino. Der SAP Business Partner programmierte mittels SDK (Software Development Kit) hierzu ein spezielles Zusatzmodul in SAP Business One. „Wir haben SAP Business One in time und in budget eingeführt“, resümiert Controllingleiter Zwerenz. „Maßgeblich dazu beigetragen hat die hervorragende Zusammenarbeit mit Versino, besonders die schnelle und zeitnahe Reaktion auf unsere Anfragen. Servicequalität und Einsatzbereitschaft auf Seiten von Versino sind wirklich hervorragend.“

Qualität von Prozessen durchgängig verbessert

Sigma-C hat mit SAP Business One eine einheitliche Datenbasis geschaffen und Kerngeschäftsprozesse qualitativ deutlich verbessert und beschleunigt. Die einzelnen Arbeitsschritte von der Auftragserfassung bis zur Rechnungslegung werden jetzt durchgängig und transparent im System abgebildet. Das entlastet die Mitarbeiter bei ihren täglichen Routineaufgaben wie Auftragsbestätigungen oder Rechnungen, die nun automatisch in SAP Business One erzeugt werden. Auch die Kunden-Kommunikation hat spürbar an Qualität gewonnen, da beispielsweise Supportanfragen dank des Service-Moduls schneller bearbeitet werden. Besonders deutlich wird die Verbesserung der Prozesse beim Lizenzverkauf: Eine Softwarelizenz generiert, liefert und berechnet der Mittelständler heute erst dann, wenn der Vertrieb alle hierfür notwendigen technischen Daten (zum Beispiel Useranzahl, Informationen zu Hard- und Software beim Kunden) übermittelt hat.
Dank der einheitlichen und transparenten Datenbasis stehen auch betriebswirtschaftliche Auswertungen auf Knopfdruck zur Verfügung, was die internen Planungsprozesse optimiert. „So wissen wir nicht nur, welche Umsätze wir erzielt haben, sondern auch welche Softwareprodukte sich besonders gut verkaufen“, erklärt Zwerenz. Positiv beurteilt der Controllingleiter auch die anwenderfreundliche Drag-&-Relate-Technologie. Sie hat die Mitarbeiter auf Anhieb überzeugt und damit wesentlich zur Akzeptanz der SAP-Mittelstandslösung beigetragen. Aufgrund der Verbesserungen, die Sigma-C mit SAP Business One realisiert hat, geht Zwerenz davon aus, „dass sich die neue Lösung bereits innerhalb von zwölf Monaten rechnet.“

Zukunft gestalten, neue Standards setzen

Sigma-C plant bereits die Zukunft mit SAP Business One. So will das Unternehmen seine weltweiten Niederlassungen über einen Citrix-Terminalserver an die SAP-Software anbinden sowie eine Projektmanagementsoftware integrieren. Aufgrund der starken Internationalisierung seiner Geschäftstätigkeit wird das Unternehmen auch seine jetzige Gesellschaftsform (GmbH) wechseln und künftig als Aktiengesellschaft firmieren. Dabei soll zugleich mit Hilfe der SAP-Mittelstandslösung die Bilanzierung auf US-GAAP umgestellt werden. „Wir haben uns für die Zukunft also eine Menge vorgenommen“, bilanziert Christian Zwerenz abschließend. „Mit SAP Business One haben wir auch die Lösung, die unser Wachstum optimal unterstützt.“

Weitere Informationen:

www.sigma-c.com und www.versino.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

Leave a Reply