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Purpose: Das Richtige tun

Blog | 16. Februar 2018 von Pat Bakey

Fünf Gründe, warum es sich bezahlt macht, im Sinne gesellschaftlicher Ziele zu handeln: ein Beitrag von Pat Bakey, Präsident von SAP Industries.

In den letzten Wochen wurde viel darüber berichtet, wie wichtig es für Unternehmen ist, im Sinne gesellschaftlicher Ziele zu handeln. Wir bei SAP haben Freude daran, mit anderen zusammenzuarbeiten, um etwas zu bewirken – bei unseren Kunden und für die Gesellschaft. Im Wesentlichen geht es uns darum, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Hier sind fünf wichtige Gründe, warum Unternehmen gesellschaftlich verantwortungsbewusstes Handeln zu einem ihrer vorrangigen Ziele machen sollten.

1. Firmen möchten mit Partnern zusammenarbeiten, die ihre Werte teilen.

Stimmt das? Im Falle von Starbucks und SAP trifft das jedenfalls zu. Beide Unternehmen setzen sich für ethisch korrekte, nachhaltige Geschäftspraktiken ein und haben deshalb kürzlich eine gemeinsame Webseite veröffentlicht. Der Internetauftritt Starbucks und SAP bietet eine Startseite mit dem Titel „Innovation Challenge.“ Dort können Mitarbeiter via Crowdsourcing Empfehlungen abgeben, wie Starbucks noch nachhaltiger und kundenorientierter werden kann. Unternehmen, die sich zusammentun, können die Wirkung ihrer Initiativen verstärken.

2. Bemühungen um gesellschaftliche Veränderungen lohnen sich.

Gutes zu tun kann sich positiv auf das Unternehmensergebnis auswirken. Nachhaltige Produkte verkaufen sich gut. Das gilt für viele Branchen. Unternehmen wie Walmart und Target erwirtschaften 280 Milliarden Dollar Jahresumsatz mit nachhaltigeren Produkten. Walmart bietet seinen Kunden den Sustainability Leaders Shop, Target die Produktlinie Made to Matter. Unternehmen, die sich für gesellschaftliche Ziele einsetzen, überflügelten den Aktienindex Standard & Poor’s in der Zeit von 1996 bis 2011 um das Zehnfache. Marken, die hier laut BrandZ-Report von 2016 hohe Werte erreichten – zum Beispiel das Leben besser machen – wuchsen deutlich stärker (81 %) als Marken, die in dieser Kategorie eine niedrigere Bewertung erhalten hatten (24 %). Die Zahlen sprechen für sich. Sozial nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich aus.

3. Anderen zu helfen, kann Belohnungen nach sich ziehen.

Der Fachkräftemangel – insbesondere in technischen Berufen – ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Wir bei SAP machen wir uns stark dafür, diese Qualifikationslücken zu schließen. Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit, an der Africa Code Week teilzunehmen. Das Ziel dieses Programms ist es, jungen Afrikanern das Rüstzeug für einen erfolgreichen Berufsstart vermitteln. Mit dem Programm SAP University Alliances öffnen wir die Welt der SAP-Technologie für Universitäten in 110 Ländern, indem wir ihnen Zugriff auf die neueste SAP-Software ermöglichen. Rund um den Globus sind bereits mehrere Bildungsinitiativen in Vorbereitung, an denen Unternehmen sich beteiligen können. Durch ihre Mitwirkung bei den Programmen können sie den weniger vom Glück Begünstigten helfen voranzukommen. Sie können so – direkt oder indirekt – dazu beitragen, die Anzahl qualifizierter Mitarbeiter in ihrem Unternehmen künftig zu erhöhen.

4. Der Einsatz für einen guten Zweck findet Resonanz in allen Altersstufen.

Wir sehen viele Beispiele dafür, wie Millennials sich für die Gesellschaft einsetzen, aber nachhaltig-soziales Wirtschaften beschränkt sich nicht auf eine Altersstufe. Wir sind alle gefragt – Generation X, Millennials, Generation Z, sogar wir Älteren. Umfragen zeigen, dass es einen Unterschied am Arbeitsplatz ausmacht: 89 Prozent der Führungskräfte sagen, dass ein ausgeprägter Sinn für gemeinsame Ziele die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht und 84 Prozent sagen, dass dies die Fähigkeit eines Unternehmens sich zu verändern beeinflussen kann. Außerdem geben 80 Prozent an, dass dadurch die Kundenbindung erhöht werden kann. Gutes zu tun macht Mitarbeiter und Kunden glücklich.

5. Gesellschaftlich orientierte Unternehmen können wichtige Dinge nachhaltig beeinflussen.

Als gesellschaftlich orientiertes Unternehmen konzentriert sich die SAP darauf, wichtige Anliegen zu fördern. SAP Ariba integriert Nachhaltigkeit in die globalen Lieferketten. Die Funktion „Business Beyond Bias“ für mehr Gleichstellung im Unternehmen ist eine wichtige Komponente der SAP-SuccessFactors-Plattform. Hier kommt Technologie für maschinelles Lernen zum Einsatz, um unbewusste Vorurteile im gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus zu beseitigen. SAP-Leonardo-Technologie wird eingesetzt, um nachhaltige Landwirtschaft betreiben zu können. Sie hilft dabei, Ernteerträge zu maximieren und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren.

Wir arbeiten mit anderen zusammen, weil wir uns das Ziel gesetzt haben, Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie zum Wohl aller Menschen zu stärken. Wir unterstützen das UN-Ziel „Überwindung von Armut“, indem wir Millionen Menschen in Entwicklungsländern über die SAP Mobile Platform Zugang zu Bankdienstleistungen ermöglichen. Genau dies tut unser Kunde Adarsh Credit. Die Kooperative ermöglicht mehr als einer Million Indern die Durchführung von Finanztransaktionen. Ein weiteres globales Ziel ist, die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Menschen zu fördern. Wir setzen uns dafür ein, die Früherkennung von Krebserkrankungen durch Präzisionsmedizin zu verbessern und so die Zahl vorzeitiger Todesfälle zu senken. Unser Partner, die Universität Heidelberg, setzt die SAP Cloud Platform ein, um die Daten schneller zu analysieren.

Das Engagement für wohltätige Zwecke ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Unternehmen leisten hier großartige Arbeit, sowohl regional als auch global. Gemeinsam kommen wir alle schneller ans Ziel.

Jeder möchte etwas bewirken. Und jeder möchte Teil eines Ganzen sein, das die Lebensqualität von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessert. Wir sehen dies jeden Tag – innerhalb der SAP sowie auch im Rahmen unserer Arbeit mit Kunden und Partnern. In den Unternehmen, mit denen wir tagtäglich zusammenarbeiten, arbeiten Menschen, die etwas zurückgeben wollen. Themen wie Alphabetisierung und Bekämpfung des Welthungers sind ihnen ebenso wichtig wie die Sicherstellung einer gesunden Arbeitsumgebung.

Unternehmen können – auf unterschiedlichste Weise – einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Sie können sich mit anderen Unternehmen zusammentun, um wirtschaftlich oder sozial orientierte Initiativen zu starten. Sie können Produkte herstellen, die umweltverträglicher sind. Sie können Nachhaltigkeitsinitiativen innerhalb ihres Unternehmens oder entlang ihrer Lieferkette unterstützen.

Es gibt viele Motive, das Richtige zu tun; letztendlich tut man das Richtige, wenn man sich für gesellschaftliche Veränderungen einsetzt.

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