Qualität und Produktivität entscheiden

Feature | 12. Dezember 2005 von admin 0

Doch die Kosten dieser Versorgung steigen nach wie vor außerordentlich. Gesundheitseinrichtungen stehen heute vor der Herausforderung, die Erwartungen der Patienten zu erfüllen und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten. Alle Prozesse im Gesundheitswesen haben letztlich Einfluss darauf, wie die Patienten die Qualität der Versorgung erleben. Die Gesundheitsdienstleister stehen unter wachsendem Druck, ihre klinischen und betriebswirtschaftlichen Systeme zu optimieren und die Patientenzufriedenheit zu verbessern. Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen trifft alle Beteiligten: Kostenträger und Leistungserbringer ebenso wie Patienten. Doch trotz steigender Kosten bleiben die Budgets der Krankenhäuser weitgehend gleich.
Für die Gesundheitseinrichtungen ergibt sich daraus die Notwendigkeit, alle Wirtschaftlichkeitsreserven auszuschöpfen. Zu den charakteristischen Herausforderungen für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen gehören

  • die Einführung verbesserter diagnostischer und therapeutischer Verfahren, die wirksamer, aber auch teurer sind,
  • rechtliche Anforderungen, die sich belastend auf Verwaltung und Finanzen auswirken, sowie
  • teure und schwer zu implementierende Systeme zum Schutz von Patientendaten.

Angesichts der stetig steigenden Anforderungen stellen sich Verantwortliche im Gesundheitswesen weltweit dieselbe Frage:„Wie können wir Qualität und Produktivität steigern und zugleich das betriebswirtschaftliche Ergebnis verbessern?“
Die Antwort liegt in der Optimierung und Integration der klinischen und administrativen Prozesse. Eine Gesundheitseinrichtung, deren Systeme nicht miteinander kommunizieren können, hat oft mit schwerfälligen und langsamen Prozessen zu kämpfen. Integrierte Abläufe ermöglichen es dagegen, die Produktivität zu steigern, die Patientenversorgung zu verbessern und die Kosten zu senken. Die Verknüpfung von Diagnose, Therapie und Pflege mit den Verwaltungsprozessen – und zwar über die gesamte Kette der Gesundheitsversorgung hinweg – gilt als eine der schwierigsten Herausforderungen für Gesundheitsversorger.
Die Einführung innovativer Technologien in einer Organisation des Gesundheitswesens kann sich schnell bezahlt machen: In einer Umgebung, in der Systeme und Prozesse in ein workflowgesteuertes Konzept integriert sind, müssen Ärzte und anderes Klinikpersonal weniger Zeit für Verwaltungsaufgaben aufwenden. Sie können sich daher besser auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren – die Patientenversorgung.
Unter Experten herrscht Einigkeit darüber, dass ein integriertes Informationssystem im Gesundheitswesen große Vorteile mit sich bringt:
Es verbessert die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung und senkt gleichzeitig die Kosten.
Die Integration von IT-Systemen im Gesundheitswesen kann

  • die Interaktion von Arzt und Patient verbessern und somit die Qualität der Patientenversorgung steigern,
  • viele klinische und administrative Prozesse verkürzen,
  • die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen klinischen Abteilungen und der Verwaltung verbessern,
  • Medikations- und Dokumentationsfehler und die dadurch entstehenden Kosten vermeiden,
  • finanzielle Transparenz herstellen,
  • die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen unterstützen und
  • zum Schutz von Patientendaten beitragen.

Um diese Potenziale zu nutzen, rüsten viele Gesundheitsversorger ihre Informationssysteme derzeit auf. So schätzen die Centers for Medicare and Medicaid Services und PricewaterhouseCoopers, dass 2005 allein die Krankenhäuser in den USA mehr als 12 Milliarden Euro für IT ausgegeben haben. Diese Zahl wird bis zum Jahr 2012 auf über 17 Milliarden Euro jährlich steigen.
Die voraussichtlichen Ausgaben der Leistungserbringer in Ländern wie Japan und Deutschland, wo zurzeit umfassende Initiativen laufen, wachsen in ähnliche Dimensionen. Doch der Anstieg der IT-Ausgaben im Gesundheitswesen ändert nichts daran, dass die IT-Landschaft in vielen Krankenhäusern heute nicht optimal integriert ist. Knappe Budgets und die Komplexität der Einführung neuer Systeme haben dazu geführt, dass mit heterogenen Lösungen gearbeitet wird, mit Insellösungen und unflexiblen Prozessen, die sich nur schwer integrieren und erneuern lassen. Weil durch das Nebeneinander verschiedener Informationssysteme Barrieren entstehen, haben viele Einrichtungen des Gesundheitswesens Schwierigkeiten, sich den Veränderungen der Branche anzupassen und klinische Neuerungen rasch und effizient umzusetzen. Deshalb werden Organisationen, die sich strategisch bewusst für die Einführung moderner IT-Systeme entscheiden, im Gesundheitsmarkt der Zukunft einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

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