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“Restcent” jetzt im SAP-Standard

Feature | 15. November 2013 von Elisabeth Peternek 0

Für Menschen mit Behinderung ist Mobilität ein wichtiger Schritt zur Selbständigkeit – nicht nur im Senegal. Aber Rollstühle sind teuer und das Geld knapp. Einige Betroffene bauen provisorische Geräte aus Gartenplastikstühlen oder kriechen gar auf allen Vieren über den heißen Sand. An dieser Stelle kommt das Projekt „Rollis für Afrika“ zur Hilfe – eines von vielen Projekten, die bereits durch die SAP Restcent Initiative gefördert wurden. Der Verein aus der Region Heidelberg sammelt in Deutschland alte Rollstühle und nicht mehr benötigte Gehhilfen, transportiert sie in Containern in den Senegal und verteilt sie dort an Hilfsbedürftige. Mit der neu gewonnenen Selbstständigkeit haben die Betroffenen nun die Chance, eine Ausbildung machen oder einem Beruf nachgehen zu können.

Diese Corporate Social Responsibility (CSR)-Initiative wurde bei SAP 2009 ins Leben gerufen, basierend auf einer im Ideenmanagement eingereichten Idee einer Mitarbeiterin. Der Gedanke dahinter ist folgender: Mitarbeiter spenden einen geringen Anteil ihres Gehaltes, das heißt die Centbeträge an gemeinnützige Projekte. Für den Einzelnen sind es nur wenige Cents im Monat, in der Summe können sie allerdings viel bewirken.

Foto: SAP

Mit geringen Anteilen der Löhne von Mitarbeitern finanziert die SAP Restcent Initiative Rollstühle mit, die gehbehinderten Menschen in Afrika kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Foto: SAP

Employee Self Service (ESS) für die Mitarbeiter

Jeder Mitarbeiter entscheidet individuell über seine Teilnahme und die Dauer des Engagements. Bei SAP erfolgt diese Erfassung direkt und selbstständig durch einen Employee Self Service (ESS). Die Teilnahme wird in den Stammdaten erfasst, sodass in der Personalabrechnung die Centbeträge vom Auszahlungsbetrag abgezogen und in eine gesonderte Lohnart gebucht werden.

Die Spende erscheint schließlich auf dem Entgeltnachweis des Mitarbeiters. Die gesammelten Beträge werden in das Finanzwesen verbucht und an die entsprechende Spendenstelle weitergeleitet. Für SAP verwaltet der SAP Solidarity Fund e.V. als eigenständige rechtliche Einheit den gesammelten Etat, um die Trennung von Spenden und Firmengeldern zu gewährleisten. Die registrierten Mitglieder können online gemeinnützige Projekte vorschlagen, über die in einer anschließenden Phase abgestimmt wird. Bislang wurde das von den Mitarbeitern gespendete Geld jedes Jahr von der SAP verdoppelt.

Mit dem aktuellen HR-Support Package ist nun auch eine „Restcent“-Lösung kostenlos im Standard verfügbar. Alle Kunden, die bereits die SAP-Payroll-Komponente für Deutschland aus SAP ERP HCM 6.0 oder höher verwenden, können diese Lösung seit Oktober mit Hilfe des Hinweises 1898173 aktivieren. Beinhaltet sind die Verwaltung der teilnehmenden Mitarbeiter in der Stammdatenpflege und die korrekte Verbuchung der Restcents in der Personalabrechnung.

SAP ERP HCM Version 6.0 als Voraussetzung

In Zusammenarbeit mit der World Childhood Foundation stellt SAP allen Kunden, die bereits SAP Employee Self Services (ESS) nutzen, kostenfrei ein ESS-Scenario zur Restcent-Registrierung der Mitarbeiter zur Verfügung. Zusätzlich werden Marketing-Templates und organisatorische Informationen rund um die Einführung zur Verfügung gestellt. So wird beispielweise darauf hingewiesen, dass vor der Implementierung von Restcent eventuelle arbeits-, steuer- oder datenschutzrechtliche Fragen intern geklärt werden müssen. Damit einhergehend würde sich SAP wiederum, als Unterstützer der World Childhood Foundation, die Förderung eines Childhood-Projektes wünschen. Die Organisation engagiert sich weltweit für die Verbreitung, Umsetzung und Einhaltung der Rechte von Kindern.

Mehrmals im Jahr liefern Support Packages Qualitätsverbesserungen für bereits etablierte SAP- Systeme. Im neuen HR-Release sind neben der Restcent-Lösung weitere Updates für das SAP ERP Human Capital Management enthalten. SAP ERP HCM liefert eine Reihe von Tools, um sämtliche Kernprozesse der Personalwirtschaft zu verschlanken – darunter Workforce Analytics, Talent Management, Workforce Process Management und weitere Services für Endanwender.

Eine internationale Freischaltung der Restcent Software wird derzeit geprüft. Sie soll ab 2014 für weitere Länder verfügbar sein, damit noch mehr Projekte nach dem Vorbild der „Rollis für Afrika“ unterstützt werden.

Kontakt: Für weitere Informationen zur Zusammenarbeit mit der World Childhood Foundation wenden Sie sich bitte an SAP_childhood@sap.com

 

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1 comment

  1. Alex

    eine gute Sache! Da sieht man das SAP umsichtig ist

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