Soccer team in a huddle

Gewinnen statt verletzen

Feature | 16. September 2015 von Judith Magyar 0

Der SAP Injury Risk Monitor hilft Athleten, das Risiko von Sportunfällen zu verringern. So könnten die Fußball-Ligen bis zu einer Milliarde Euro einsparen.

Der Schreck sitzt den Teammitgliedern und Fans immer noch in den Knochen. Vor einem Jahr erlitt der brasilianische Fußballstar Neymar bei der Weltmeisterschaft durch einen Tritt in den Rücken eine Wirbelfraktur und musste auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Ein Albtraum: Nicht nur, dass Brasilien ausschied, so eine Verletzung hätte Neymar auch mehr als nur die Karriere kosten können.

Glücklicherweise ist der Stürmer mittlerweile wieder vollständig genesen. Eine Frage bleibt jedoch: Wie lässt sich das Risiko erneuter Verletzungen senken?

Häufig und kostspielig: Verletzungen

90 Minuten am Stück kämpfen sie auf dem Platz. Minute für Minute steigt der Druck durch die Fans, Trainer und Manager. Knie, Füße, Gelenke und Bänder der Spieler werden ununterbrochen in Mitleidenschaft gezogen. Jede Drehung, jeder Schuss, jedes Tackling und jeder Zusammenstoß hat negative Auswirkungen auf den Körper.

Sportverletzungen kosten die Vereine viel Geld. Im Jahre 2015 beliefen sich die durchschnittlichen Kosten in den Top vier der Fußball-Ligen auf knapp elf Millionen Euro. Dadurch verliert jedes Fußballteam jährlich zwischen zehn und 30 Prozent an Spielergehältern.*

Weniger Verletzungen würden also zu größeren Einsparungen führen. Könnte die Hälfte der Verletzungen vermieden werden, würde alleine in der Herren-Liga eine Milliarde Euro eingespart.

Maßgeschneiderte Prävention

Hat sich ein Sportler auf dem Spielfeld verletzt, sind viele kostspielige Maßnahmen notwendig, um ihn wieder auf die Beine zu bringen. Die gute Nachricht ist, dass weitere Verletzungen verhindert werden können, wenn das Risiko frühzeitig erkannt und ein individuelles Interventionsprogramm durchgeführt wird. Genau an diesem Punkt setzt die Software SAP Injury Risk Monitor an, die sich aktuell in der Erprobungsphase befindet.

Und so funktioniert‘s mit SAP HANA

Überanstrengung, Alter, Technik und Flüssigkeitshaushalt, aber auch das Wetter können eine Rolle bei Verletzungen spielen. Injury Risk Monitor zeigt anhand von Fitness-, Technik- und Belastungsdaten die Möglichkeit einer Verletzung auf, bevor der Spieler sie sich zuziehen kann. Jede erlittene Verletzung liefert ausschlaggebende Informationen, um in Zukunft Verletzungsrisiken besser und präziser für den einzelnen Spieler vorhersagen zu können. Darüber hinaus kann anhand der gesammelten Daten das Risiko einer ähnlichen Verletzung bei anderen Spielern vorhergesagt werden.

Die Lösung sammelt alle aussagekräftigen Daten eines Spielers, dazu gehören Trainings-, Fitnesstest-, Demografie- sowie Positionsdaten. Mit Hilfe einer mathematischen Formel errechnet sie daraufhin das Verletzungsrisiko. Die Daten erhält die Software über Geräte und am Körper getragene Sensoren. Auf diese Weise wird das Verletzungsrisiko für jeden Spieler errechnet. So ist es dem Physiotherapeuten wiederum möglich, vorzeitig gezielt einzugreifen.

Dank SAP HANA kann eine unbegrenzte Anzahl an Daten gespeichert und verarbeitet werden. Darunter fällt auch, Beziehungen der Daten untereinander aufzuzeigen. Das hilft dem Physiotherapeuten, Problemfelder schnell zu erkennen und die Risikofaktoren zu beseitigen. Er kann den Spieler in Echtzeit beim Training überwachen und dabei direkt, auf Grundlage der empfangenen Daten, neue Trainingspläne erstellen.

Bei Spielern wie Neymar könnte die Technologie auch dafür eingesetzt werden, den Fortschritt der Genesung zu verfolgen und die beste Methode zu ermitteln, um künftige Verletzungen zu vermeiden.

Der große Unterschied

Andere marktübliche Systeme arbeiten nur mit sensorbasierten Daten. Nicht so SAP HANA. Die Plattform ermöglicht eine ganzheitliche und auf den Athleten zugeschnittene Sicht. Die Möglichkeit, individuelle Risikoprofile und maßgeschneiderte Interventionsprogramme zu erstellen, ist das Alleinstellungsmerkmal von SAP Injury Risk Manager.

Sie nutzt die Technologien des Internets der Dinge (Internet of Things , IoT) und wird in Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern stetig weiterentwickelt. Nach Abschluss der Erprobungsphase soll SAP Injury Risk Manager in die Lösung SAP Sports One integriert werden. SAP Sports One ist die erste, speziell für die Sportindustrie entwickelte Cloud-Lösung, die auf SAP HANA basiert. Sie bietet Anwendern eine einheitliche Plattform, mit der sich individuelle Spieler und Mannschaften effizient coachen lassen.

Wird Neymar bei der nächsten WM eine zweite Chance erhalten? Wer weiß. Aber eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Mit SAP Injury Risk Manager könnte weltweit das Verletzungsrisiko der Spieler erheblich verringert werden. Bedeuten würde dies: Kosteneinsparungen für die Teams und geringere körperliche Abnutzungserscheinungen bei den Spielern.

*Formel für die Berechnung von Verletzungskosten (Verletzungskosten = 20% des Spielergehalts); Gehaltsdaten des US-Magazins Sporting Intelligence: Global Sports Salaries Survey 2015.

Sehen Sie sich dazu das Video “Injury Risk Monitor” für Kricket an: SAP-TV.com

Foto: Shutterstock

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