Roter Faden für GDPdU-Projekte

Feature | 14. September 2006 von admin 0

Seit 2002 dürfen Finanzbehörden elektronische Steuerprüfungen in Unternehmen durchführen. Die GDPdU verpflichten Unternehmen, ihre digitalen, steuerrelevanten Daten lesbar und in maschinell auswertbarer Form für eine Prüfung der Finanzverwaltung zur Verfügung zu stellen. Die Realisierung des Datenzugriffs ist dabei mit einer Reihe von kritischen betriebstechnischen Fragestellungen verbunden, die mit einem erheblichen Mehraufwand in den Unternehmen gelöst werden müssen. „Mit der Handlungsempfehlung will die DSAG ihren Mitgliedern in erster Linie eine aktuelle Orientierungshilfe geben. Anwendern, die sich bereits in der GDPdU-Welt auskennen, soll sie als Kontrolle dienen. Für diejenigen, die sich mit dem Thema noch nicht explizit beschäftigt haben, kann sie ein praxisorientierter Leitfaden sein“, so Rainer Böhle, Sprecher der DSAG-Arbeitsgruppe GDPdU.
Die Empfehlung beruht im Wesentlichen auf Erfahrungen mit dem Standard-Funktionsumfang von SAP-Lösungen. Sie zeigt Wege auf, wie sich die Anforderungen in SAP-Systemen umsetzen lassen. Zudem stellt sie den rechtlichen Rahmen des Zugriffsrechts durch die Außenprüfer dar. Mit in das Dokument eingeflossen sind auch Erkenntnisse aus mehrjährigen Gesprächen der DSAG-Arbeitsgruppe GDPdU mit Mitgliedern der Finanzverwaltung. Die Version 2.0 ersetzt die im Mai 2002 erschienene erste Empfehlung. Die Arbeitsgruppe GDPdU plant, die Empfehlungen Mitte des nächsten Jahres mit weiteren Inhalten aufzuwerten und anhand von Feedback aus der Unternehmenspraxis zu aktualisieren.
Die 86-seitige Handlungsempfehlung kann sowohl von Mitgliedern als auch von Nicht-Mitgliedern kostenlos über die DSAG bezogen werden.

Quelle: DSAG

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