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JTI sieht Veränderung als Chance

Feature | 29. November 2017 von Claudio Brecht 4

Traditionell stabile Branchen wie die Tabakindustrie müssen sich auf Veränderungen einstellen und mit neuen Lösungen reagieren. Das in der Schweiz ansässige Tabakunternehmen Japan Tobacco International (JTI) nutzt die Chance und setzt auf SAP S/4HANA.

Der Markt in der Tabakbranche verändert sich: Der Trend geht hin zur elektrischen Zigarette und Tabakdampfprodukten. Gleichzeitig nehmen aufwendige Werbekampagnen einen immer größeren Stellenwert ein. Damit JTI auf diese Veränderungen schnell reagieren kann, setzt das Unternehmen voll auf digitale Innovation.

Die Digitalisierung anstoßen, statt ihr hinterherzulaufen

JTI – Inhaber globaler Tabakmarken wie Winston, Camel, Mevius und LD, sowie Logic, einer e-Zigarettenmarke und Ploom, einer Marke für Tabakdampf  – sieht die Zeit für den nächsten Schritt gekommen. Um JTIs zukünftigen Erfolg sicherzustellen, ist es unerlässlich, mehr zu verbessern als nur das bestehende Reporting. „Die Digitalisierung ist für uns eine Schlüsselmöglichkeit um sicherzustellen weiterhin eine Führungsposition im internationalen Markt einzunehmen, anstatt nur Mitläufer zu sein“, meint Atiq M. Samad, Vice President of IT der Business Platform Modernization bei JTI.

Die Notwendigkeit in die Jahre gekommene Systeme auf den Stand der Zeit zu bringen, war dabei für das „Business Platform Modernization“-Projekt innerhalb von JTI eine willkommene Gelegenheit um auch eine technologische Geschäftstransformation anzustoßen. Das Programm beinhaltet eine maßgebliche Veränderung des Finanzbereichs zusammen mit einer Umstellung des SAP ERP-Systems – ein hybrider Ansatz, der die Vorteile beider Methoden vereint: Conversion und Greenfield. Diese einzigartige Vorgehensweise ist besonders interessant für Kunden, die von Innovationen aus SAP S/4HANA Finance profitieren möchten, allerdings durch historische Transaktionsdaten eingeschränkt sind.

Neue Softwarelösungen erlauben über zusätzliche Verkaufskanäle einen besseren Marktzugang, während Technologien wie maschinelles Lernen und vorausschauende Analysen völlig neue Möglichkeiten eröffnen. So profitieren zuallererst Finanzplanung und Konjunkturprognosen, welche dementsprechend für höhere Genauigkeit, Pünktlichkeit und Transparenz bei JTI sorgen sollen.

SAP Digital Business Services berät über die gesamte Projektdauer

Für die Verwirklichung fiel die Wahl schnell auf SAP. Eine der Herausforderungen für die Firma war die Vorbereitung konsolidierter Berichte über Geschäftsbereiche hinweg – denn der Prozess verlangte hohen Aufwand und erwies sich aufgrund verschiedener Softwarelösungen als sehr fehleranfällig. Zur Lösung entschied sich JTI eine einheitlich auf SAP basierende Plattform im Personalwesen, der Logistik, den Finanzen und der Lieferkette aufzubauen.

JTI war Pilotkunde im Programm SAP Value Assurance Service Packages for SAP S/4HANA. Vier inkrementelle Servicepakete beinhalten dabei verschiedene Stufen an Support und Services, so dass Firmen flexibel ihr gewünschtes Niveau an SAP-Mithilfe entsprechend des Umfangs ihres Transformationsprojektes wählen können. Dabei zeigte sich JTI überzeugt vom tiefen Verständnis der Geschäftsprozesse durch die SAP-Experten: „Wir erhielten exzellente Beratung von SAP Digital Business Services. JTI und SAP arbeiten wirklich als ein Team aus hervorragenden Experten zusammen, die höchste Qualität bereitstellen“, so Samad.

Ein anderer Grund für die Entscheidung zugunsten von SAP war auch das Sandbox-System. In dieser abgekoppelten Testumgebung werden geschäftsspezifische Konfigurationen erprobt. Das erlaubte dem Team schnell und unkompliziert einen Prototyp für die Digitalstrategie von JTI entwickeln, ohne dass die täglichen Geschäfte beeinträchtigt wurden. Eine Sandbox-Umgebung für SAP S/4HANA 1610 wird derzeit genutzt, während nach der Veröffentlichung von Version 1709 eine detaillierte Blaupause erarbeitet werden soll.

Schritt für Schritt zu wertorientierten Prozessen

Den Beginn des Projektes zur Transformation markierte der Umzug von SAP Business Warehouse auf SAP HANA. Nachdem JTI mit der neuen Lösung sehr zufrieden war, wird nun auch SAP Business Planning and Consolidation auf Basis der In-Memory-Datenbank implementiert.

Der nächste Schritt ist die Einführung von SAP S/4HANA im Finanzbereich. Dabei strebt JTI nicht nur einen Wandel in der IT an, sondern auch eine Neuorganisation der bestehenden Abläufe und Prozesse. Das Change-Management in den jeweiligen Bereichen spielt hier also eine herausragende Rolle für den Gesamterfolg der Anstrengungen. Neben der Integration von Lieferkette und Logistik in die neue IT-Plattform, wird JTI zukünftig auch cloudbasiert auf SAP SuccessFactors für die HR-Prozesse und Concur fürs Reisemanagement setzen.

„Wir sehen JTI als Vorbild dafür an, sich Innovationen von SAP für die digitale Transformation anzueignen,“ meinte Roman Ganrio, Head of Services Sales Middle & Eastern Europe bei SAP. „Wir sind stolz, dass JTI auf SAP Digital Business Services setzt, um das Unternehmen auf seiner Reise mit langfristigem Engagement basierend auf Vertrauen und Innovationsgeist zu begleiten.“

Letztliches Ziel der Veränderungen ist es, JTI auf die Zukunft vorzubereiten. Mittels der einheitlichen IT-Plattform wird die Steuerung von Datenerfassung, -bereinigung und -qualität deutlich erhöht. Der Abstimmungsaufwand soll reduziert werden, so dass Mitarbeiter produktiver sind und in Echtzeit handeln.

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