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Routenplaner für SAP S/4HANA

Feature | 7. Dezember 2017 von Stephan Magura 1

Mit dem SAP Transformation Navigator können SAP-Kunden ihren Übergang in die SAP-S/4HANA-basierte Welt detailliert planen.

Es ist zwei Jahre her, dass SAP CEO Bill McDermott die Kritik von hochrangigen Kundenvertretern nach klarer Orientierung und besserer Führung in die SAP hineintrug und mehr Empathie gegenüber Kunden einforderte. Ein Jahr später – zur SAPPHIRE Now 2017 – hat eine Truppe aus verschiedenen Vorstandsbereichen ein Tool geliefert, mit dessen Hilfe Unternehmen ihre eigene Roadmap zur digitalen Transformation entwerfen können. Nun stehen die Gestalter des SAP Transformation Navigator in der Endrunde des diesjährigen Hasso Plattner Founders‘ Award.

„Die Rückmeldung der Kunden war klar: Uns gefällt die Idee der digitalen Transformation und des Digital Frameworks, aber ihr müsst uns sagen, was wir warum tun sollen – und wie wir es anstellen“, sagt Projektleiter Cornelius Clauser (DBS).  Also machte sich die Mannschaft aus Digital Business Services, Products & Innovation, Global Customer Operations, der Cloud Business Group zusammen mit Value Engineering ans Werk, wobei sie von der Vorarbeit von mehr als 800 Kollegen profitierte. Ohne die Mehrarbeit und den umfangreichen Input zum Beispiel aus dem Product und Solution Management wäre das Projekt nicht möglich gewesen, ist sich Teammitglied Tilman Goettke (GCO) sicher.

In eine digitale Zukunft mit dem SAP Transformation Navigator

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der SAP Transformation Navigator ist ein kostenfreies Self-Service-Tool für Kunden, kann aber auch vom SAP-Vertrieb und von Partnern genutzt werden. Ausgehend von der jeweiligen Kundenimplementierung macht es konkrete Vorschläge für das bestmögliche Lösungsportfolio in einer zukünftigen Umgebung auf Basis von SAP S/4HANA, und zwar über sämtliche Produkte, Branchen und Fachbereiche hinweg. Vorbei sind die Zeiten, in denen man die Informationen mühsam zusammensuchen musste oder je nach Ansprechpartner unterschiedliche Vorschläge bekam. Der Kunde bekommt jetzt eine klare und individualisierte Produktauswahl – basierend auf den aktuellen SAP Roadmaps – als Grundlage für Maßnahmen und tiefergehende Diskussionen hinsichtlich seiner digitalen Zukunft.

Dabei werden Produkte nicht isoliert betrachtet. Das Werkzeug generiert ein stimmiges „Empfehlungsset“ aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln (Business Guide –Why?, Technical Guide – What?, Transformation Guide – How?), das ausführliche Informationen auch zu Referenzen, Werttreibern, Lizenzen, Services, Integration sowie nächsten Schritten enthält. Auf diese Weise ergibt sich für den Kunden ein anschauliches Gesamtbild. Er weiß nun, wo er ansetzen kann.

Feedback von Kunden durch Design Thinking

Das Projektteam hatte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt wichtige SAP-Kunden eingeladen, das Werkzeug in seiner Rohfassung zu prüfen und ihr Feedback in die Weiterentwicklung einzuarbeiten. So wurden unter anderem Design-Thinking-Workshops abgehalten, um die Anforderungen der Kundenseite zu spezifizieren und mit dem aktuellen Status abzugleichen – ergänzt um zahlreiche Sessions mit ausgewählten Unternehmen. Bereits in dieser Phase wurde deutlich, dass der SAP Transformation Navigator enormes Potenzial hat.

Heute enthält das Tool mehr als 2.000 Produkte, nahezu 1.700 so genannte Capabilities und über 14.000 Entscheidungspunkte. Es wurde schon von rund 18.000 Anwendern genutzt. Pro Tag loggen sich etwa 100 Kunden in das Werkzeug ein, die täglich rund 50 Kundendokumente erstellen.

CIOs betonen den Nutzen sowie die einfache Handhabung und freuen sich über eine schnellere Entscheidungsfindung („Das erspart mir 10 Wochen Diskussion in meiner Firma“). Analysten wie IDC verweisen auf das Alleinstellungsmerkmal der SAP auf diesem Feld („SAP ist der einzige Anbieter eines derartigen Tools, das so viel Transparenz gegenüber dem Kunden schafft“). Der Mehrwert für Kunden ist greifbar.

Nachdem das Werkzeug in unglaublicher Geschwindigkeit konzipiert, entwickelt und zur Verfügung gestellt wurde, geht es jetzt darum, den SAP Transformation Navigator in den Geschäftsalltag der IT-Verantwortlichen zu integrieren und in der breiten SAP-Kundenbasis zu verankern. SAP-Beratung und -Vertrieb sowie SAP-Partner sind mittlerweile geschult, um diesen nächsten Schritt zu tun.

Die Arbeit des internationalen Teams ist ein Musterbeispiel dafür, wie viel kreative Energie bereichsübergreifendes Arbeiten freisetzen kann – und dass daraus oft die besten Lösungen entstehen.

Bild oben via Shutterstock.

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