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SAP auf der Hannovermesse 2015: Von Variantenfertigung bis IoT

14. April 2015 von Andreas Schmitz 0

Die Fabrik der Zukunft steht bei SAP im Fokus der Hannovermesse 2015. Eine der beherrschenden Anforderungen für die „Open Integrated Factory“ ist die Herstellung von kundenindividuellen Produkten der Losgröße 1.

Schon die Computermesse Cebit hat gezeigt: Industrie 4.0 ist eines der derzeit beherrschenden Themen, auch in der Fertigungsindustrie und damit auf der Hannovermesse, die am Montag in Hannover begonnen hat. Im Spannungsfeld zwischen einer hochautomatisierten Produktion und dem Wunsch des Kunden nach individuellen Produkten spielen die Softwaresysteme eine zentrale Rolle.

SAP auf der Hannovermesse: Die integrierte Fabrik im Showcase

Wie weit und ob die Vision der Losgröße 1 überhaupt noch von der Wirklichkeit entfernt ist, zeigt der Showcase von SAP: In der Montagestraße, die mehr als ein Drittel des Messestandes einnimmt, geht es SAP zusammen mit Festo, einem Spezialisten für Steuerungs- und Automatisierungstechnik, darum, die „integrierte Fertigung“ zu demonstrieren. Hier demonstrieren die beiden Unternehmen, wie die hochautomatisierte und selbstregulierende Montage eines kundenindividuell angeforderten Bauteils mittels Robotern umgesetzt wird. Dabei werden sämtliche Fertigungszustände sowohl systemseitig als auch visuell protokolliert und überwacht. Fehler in der Produktion werden an Mitarbeiter weitergeleitet, welche dann über eine so genannte Worker Guidance den Fehler beheben können. Gegenüber dem letzten Jahr sind weit mehr Partner an dem Projekt beteiligt, etwa Experten für Manufacturing Execution und im Engineering-Umfeld, darüber hinaus auch erstmalig Security-Spezialisten für IoT Landschaften.

Im Einzelnen drehen sich auch die Guided Tours auf der Hannovermesse um den Festo-Case, insgesamt jedoch um die folgenden drei Themen:

Variantenfertigung: In der so genannten variantenreichen Fertigung ist es in diesem Jahr erstmals möglich, die Produkte vom Point of Sales (hybris) über die Konstruktion von Sonderwünschen bis zur Fertigung direkt „durchzuschleusen“. Zudem lassen sich Produkte nun individuell anpassen, etwa ein Logo einfräsen. Hier geht es um das große Ziel der Losgröße 1.

Produktentwicklung: Dies hat auch direkte Auswirkungen auf die Produktentwicklung, in der einerseits flexible Baukästen eingesetzt werden sollen, andererseits auch individuelle Kundenwünsche realisierbar sein sollen. Dazu werden Produkte und Produktvarianten entwickelt und auf dem Webshop (hybris) publiziert. Hier hat der Kunde die Möglichkeit sein Produkt zu konfigurieren, aber auch zu individualisieren. In einem durchgängigen Prozess werden die bekannten Komponenten an die Fertigung übergeben und gleichzeitig die Kundenwünsche direkt an die Entwicklung übergeben. Hier erfolgt die Anpassung des Produkts und die nahtlose Übergabe an die Fertigung , auch Handover2Manufacturing genannt.

Industrie 4.0/Internet der Dinge: In diversen Szenarien, unter anderen mit Drucklufthersteller Kaeser Kompressoren, Spezialmaschinenbauer GEA, Hifi-Spezialist Harman/Kardon und Technologiekonzern Harting, geht es darum, Sensordaten dafür zu nutzen, Vorhersagen über den Zustand der Maschinen zu treffen oder die Logistik weiter zu verbessern.

Mehr über die Termine und die Anmeldung erfahren Sie hier oder direkt am SAP-Stand in Halle 7, Stand D04.

Zudem können Sie sich für Meet the Expert anmelden. In den Gesprächen erläutern Experten wie etwa der CIO von Kaeser Kompressoren Falko Lameter, der für IT verantwortliche General Manager von Harting Claus Hilger und der Leiter des Information Management Global Factories Lutz Seidenfaden von Festo ihre Lösungen in kleinen Gesprächsrunden.

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