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SAP fördert IT-Ausbildung in Osteuropa

Feature | 11. September 2015 von Bärbel Schultz und Mark Arato 0

IT-Kenntnisse werden in mehr als 90 Prozent der heutigen Berufsbilder vorausgesetzt. Leider gibt es nicht genügend Informatikabsolventen, um die Nachfrage zu decken. SAP und ihre Mitarbeiter in Ungarn, Bulgarien und Slowenien gehen das Problem an.

In Europa fehlt es an Informatikabsolventen. Im Jahr 2020 werden ungefähr 825.000 Jobs im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie nicht besetzt sein – trotz einer hohen Arbeitslosenrate. Auch in Mittel- und Osteuropa ist das Problem nicht neu. Ungarische IT-Verbände schätzen, dass allein in Ungarn rund 10.000 Stellen aufgrund mangelnder IT-Kenntnisse nicht besetzt werden können.

Die SAP und ihre Mitarbeiter in Ungarn, Bulgarien und Slowenien gehen dieses Problem an: Mit einer Vielzahl eigens dafür ins Leben gerufener Initiativen, die auf junge Leute unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft abzielen. Dazu gehören Grundschüler, Gymnasiasten, Studenten, Millennials und sozial benachteiligte Kinder. Das Ziel all dieser von SAP-Mitarbeitern unterstützten Projekte ist es, frühzeitig das Interesse der jungen Menschen an der IT zu wecken. Dabei legt SAP die Messlatte hoch: Im Jahr 2015 will man mehr als 70.000 Schüler und Studenten in Mittel- und Osteuropa erreichen.

Fostering IT Skills Attila and kids

Attila Farago (Mitte) betreut ein Team für die First Lego League (FLL)

Attila Farago, Development Manager bei SAP Labs Hungary, hat es sich zum Ziel gemacht, IT-Wissen in seinem Heimatland zu fördern. Zusammen mit Kollegen unterstützt er regelmäßig Aktionen und Programme, die jungen Leuten den Weg in eine Zukunft in der Informationstechnologie ebnen sollen.

 

 

 

In Ungarn springt der Funke über

Unter anderem betreut er Kinder und Jugendliche in der First Lego League (FLL), einem Förderprogramm, das junge Leute an Wissenschaft und Technologie heranführen soll. Er hilft den Kindern, einen Roboter zu konstruieren und zu programmieren. Ist dieser einsatzbereit, treten die Gruppen mit verschiedenen Aufgaben gegeneinander an. Farago betreut unter anderem auch das Team seines Sohnes und ist besonders stolz darauf, dass sie es bis zum Halbfinale geschafft haben. Für Farago ist die First Lego League ein erster Schritt, um mit Informatik in Kontakt zu kommen, denn: „um einen guten Roboter zu bauen, müssen die Kinder einen guten Code programmieren können.

Neben seiner Funktion als Betreuer bei FLL unterrichtet Farago zusammen mit einem Dutzend seiner Kollegen Programmieren an zwölf Grundschulen in Budapest. Unterstützt wird diese Arbeit vom SAP-University-Alliances-Programm. Um den 9- bis 14-Jährigen das Lernen zu erleichtern, arbeiten sie mit der Programmiersprache Scratch, die vom MIT media lab, einer Fakultät des MIT in Massachusetts, speziell für Kinder entwickelt wurde.

Damit die Schüler das Interesse am Programmieren auch nach dem Unterricht nicht verlieren, haben Attila und seine Kollegen den Programmierwettbewerb „SAP Hungary Coding Kids“ ins Leben gerufen. Auf diese Weise konnten sie die Kinder motivieren, allein oder mit Hilfe ihrer Eltern, zu Hause weiter zu programmieren. Die besten Programme wurden anschließend mit einem Preis von SAP Hungary ausgezeichnet. Erfreulicherweise nimmt die Anzahl der teilnehmenden Kinder ständig zu.

Neben der First Lego League und den über das SAP-University-Alliances-Programm geförderten Projekten unterstützt SAP finanziell auch die IT-Ausbildung sozial benachteiligter Kinder im Rahmen der SAP-Corporate-Social-Responsibility-Initiative.

„Tell it like it is“ bei SAP Labs in Bulgarien

In Bulgarien besuchten 65 SAP-Mitarbeiter ihre alten Schulen und berichteten dort über 2.000 Schülern von ihren Berufserfahrungen als Softwareentwickler. 55 Schüler und 100 Studenten bekamen bei SAP Labs Bulgaria die Chance, SAP-Entwicklern bei ihrer Arbeit vor Ort über die Schulter zu schauen. Mit dem Pilotprogramm SAP GeekyCamp versucht SAP Labs Bulgaria außerdem den Bogen zwischen theoretischer und praktischer Informatik zu schlagen.

Fostering IT skills in Eastern Europe

Studenten, die an der SAP Labs Bulgaria Summer School 2015 teilgenommen haben.

Zusätzlich organisiert SAP Labs Bulgaria neben sogenannten Code Jam Sessions auch Kurse an der Universität, Vorträge und Frage-Antwort-Runden, die von Mitarbeitern geleitet werden. Unter anderem werden dort Themen wie neue Softwaretrends und Technologien behandelt, aber auch Fragen zu Führungskräften und der erfolgreichen Jobsuche beantwortet. Weiterhin sponsert SAP Labs Bulgaria Programmierschulen, die Teilnahme an einem Development Kick-Off-Meeting (DKOM) und andere Veranstaltungen für Studenten. Hierzu gehören die sogenannten Studenten-Hackathons, bei denen sich Mitarbeiter der SAP Labs freiwillig dazu bereit erklären, als Mentoren und Juroren zu unterstützen.

SAP in Slowenien holt junge Denker ins Boot

Im Februar 2015 veranstaltete SAP in Slowenien die erste „Winter SAP School for Young Thinkers“. Schüler zwischen 14 und 17 Jahren bekamen so die Gelegenheit, bei einem Design Thinking Workshop und einer Einführung ins Programmieren mit „Python“ teilzunehmen. Außerdem konnten sie Gastvorträge über SAP-Themen wie SAP S/4Hana anhören. Bei einem SAP CodeJam in Maribor und Belgrad (Serbien), konnten 71 Studenten einen genaueren Blick auf die SAP-HANA-Cloud-Plattform werfen.

All diese Veranstaltungen werden von SAP-Mitarbeitern in Mittel- und Osteuropa auf die Beine gestellt, um den Jugendlichen in ihrem Land klar zu machen: Mit Informatik habt ihr eine Zukunft.

Weitere Informationen:

 

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