Unerwartet funky: SAP Berlin hat Meetups für sich entdeckt

Start-ups, große Firmen, Hochschulen, Politik, kreative Köpfe: ein Ökosystem wie das in der deutschen Hauptstadt will genutzt werden. Seit nunmehr zwei Jahren hostet SAP Berlin diverse Meetups und veranstaltet auch eigene, bei denen ein gemischtes Publikum aus Gründern, Wissenschaftlern und SAP-Mitarbeitern bis zu dreimal im Monat zusammenkommt, um gemeinsam über Technologietrends zu fachsimpeln.

In einer Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern trifft man früher oder später auf Menschen, die sich für dieselben Dinge begeistern wie man selbst – aber zuerst muss man sie finden. Vielleicht ist das der Grund, warum Meetups in der Berliner Tech-Szene so populär geworden sind. Auf der Internetplattform Meetup.com kann man Communities beitreten und sich zu Treffen in der realen Welt verabreden; Interessen reichen von Sportarten über Businesstrends bis hin zu den äußersten Finessen der Softwareprogrammierung. Jeder kann ein Meetup gründen und nahezu alle Themen sind vertreten. Alles, was man braucht, ist eine Location und jemanden, der die Sache in die Hand nimmt.

Meetups reichen von Internet der Dinge bis Nachhaltigkeit

Hier kommt SAP ins Spiel. „Die Idee war, stärker mit dem Berliner Ökosystem zu interagieren,“ so Laura Pino von Ecosystem Engagement beim SAP Berlin Strategy and Operations Team. „Es lag auf der Hand, auf die Meetup-Szene zuzugehen, da dort genau die Themen vertreten sind, die auch uns bei SAP beschäftigen: Softwareentwicklung, Internet der Dinge, Big Data, maschinelles Lernen, Blockchain; aber auch nicht-technologische Themen wie Nachhaltigkeit oder Marketingstrategien.“

Ziel ist es dabei nicht, für SAP Werbung zu machen oder ein Produkt zu verkaufen, erklärt Pino. „Es geht darum, dem Publikum, das zu unseren Meetups kommt, zu helfen, Wissen miteinander zu teilen, ein Netzwerk aufzubauen und die lokale Community zu unterstützen. Darüber hinaus positionieren wir Speaker der SAP auf Meetups, um Themen, die für SAP wichtig sind, in das Ökosystem hineinzutragen.“

„Wir arbeiten sehr gern mit Firmen zusammen,“ erklärt Leo Marose, Initiator des Meetups Growth Hacking Berlin und CEO von StackFuel, einem Data Analytics Startup. „Wir suchen aktiv nach Hosts für unser Meetup, werden aber auch oft von den Firmen angesprochen. Auf SAP als Meetup-Host bin ich aufmerksam geworden als ich den Data Space und den IoT-Accelerator besucht habe.“

Das Growth Hacking Berlin Meetup findet jeden zweiten Monat in wechselnden Locations statt und ist innerhalb der Berliner Meetup-Szene so etwas wie ein Haushaltsname geworden. Selbst an einem schönen Frühlingsabend wie dem 8. Mai fanden knapp 50 TeilnehmerInnen den Weg zur SAP-Niederlassung in der Rosenthaler Straße – „und sie bleiben sogar länger und stellen Fragen,“ freut sich Marose. Seit sechs Jahren ist er nun in Berlin, wo er bereits sein zweites Startup gegründet hat. „Dadurch kenne ich viele andere Gründer,“ erzählt er. „Netzwerken ist meine persönliche Motivation dafür, Growth Hacking Berlin zu veranstalten und überhaupt an Meetups teilzunehmen. So habe ich die Speaker, die wir für heute Abend eingeladen hatten, alle vorher persönlich gekannt.“

Das eigene professionelle Netzwerk zu erweitern und nach Jobgelegenheiten Ausschau zu halten ist für viele der TeilnehmerInnen eine wichtige Motivation. „In der Regel handelt es sich um einen Mix aus Gründern, Kreativen, Studenten, Managern und Entwicklern, die Austausch mit ihresgleichen suchen,“ erklärt Pino. Katie Richards, die im Bereich Employer Branding bei Zalando arbeitet und bei Growth Hacking Berlin für die Logistik zuständig ist, erzählt: „Ich hatte bereits in Shanghai Meetups organisiert. Nach meinem Umzug nach Berlin habe ich Meetups ganz gezielt genutzt, um Gleichgesinnte kennenzulernen und meine eigene Expertise bekannt zu machen. Seit ich angefangen habe, mit Leo Marose zusammen Growth Hacking Berlin zu organisieren, sind wir bei vielen Firmen in Berlin zu Gast gewesen: der Boston Consulting Group, WeWork, HelloFresh, Babbel, reBuy – und bei SAP, die sich als unerwartet funky herausstellte.“

Eine Strategie für die Zusammenarbeit mit dem Ökosystem

Für Marta Fogel, die in Kürze für das Startup SevenMind arbeiten wird, steht der Austausch von Wissen im Vordergrund. Sie besucht regelmäßig Meetups in Berlin. „Ich arbeite im Bereich Marketing und will über die aktuellen Trends Bescheid zu wissen. Um voneinander zu lernen, ist Berlin genau der richtige Ort – es gibt so viele inspirierende Menschen und ihre Geschichten hier!“

SAP hostet Meetups auch in vielen anderen Städten, doch Berlin ist deutschlandweit Vorreiter. Seit 2016 haben bei SAP Berlin mehr als 50 Meetups mit über 4000 TeilnehmerInnen stattgefunden. Darüber hinaus veranstaltet SAP in Berlin auch selbst Meetups wie etwa die in 2018 gestartete Serie D-CLICK. Zielgruppe sind hier neben Gründern und größeren Firmen auch Mittelstand, Politik und Universitäten.

„Es geht nicht darum, SAP zu vermarkten,“ sagt Pino, „sondern gemeinsam mit dem Berliner Ökosystem Mehrwert zu schaffen – mit den Stakeholdern Wissen zu teilen und voneinander zu lernen.“

Bildquelle: SAP